RE: 07. Dezember 2012

#1 von Marina , 08.12.2012 09:36

[mittig]7. Dezember[/size]

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[mittig]Winternacht -
(frei nach Joseph von Eichendorff)

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab' nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künftiger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.[/mittig]

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[mittig]Fortsetzung unserer Weihnachtsgeschichte ....

Und näher rückt die Zeit - "jetzt noch zehnmal schlafen". . . "jetzt noch neunmal". . . Da kommen sie überall her auf weichen, weißen Schwingen, die schöne Weihnachtslieder. Sind sie wirklich alle so schön, oder ist es nur, weil bei jedem Ton eine ganze vergangene Weihnacht heraufsteigt? Und dann tönt wieder die liebliche Geschichte von dem Kindlein in der Krippe, von der Herrlichkeit, die sich auftat über den nächtlichen Hirten, und von dem Stern, der über der Hütte von Bethlehem stand. Es war ein großer, reiner, sanfter Stern. Seine Schönheit leuchtet allen Landen; aber vor allem herrlich schaute er herab auf Germaniens weißstarrende Winterwälder, auf Deutschlands nebelrauchende Wiesen! Die Kinder Germaniens lieben aus innerster Seele das Licht, das durch schweigende Nebel dringt: das feuchte Silber der Wintermorgensonne, der Elfen nächtlich wogende Schleier, durch die das stille Auge des Mondes blickt. Wenn die Äste krachen unter der Last des Eises und schweigender Schnee seine Schwelle längst schon begrub, dann steht der Deutsche am dunklen Fenster und spricht mit dem letzten roten Schimmer der sinkenden Wintersonne.
Dies ist ihm das rechte Neujahrsfest; es ist Wintersonnenwende. Heute denkt er zurück, wen er zu sehr gehasst, wen er zu wenig geliebt. Er sieht im müden, warmen Lichte der letzten Röte den Nachbarn Fuhrmann nach Hause kommen, den Tannenbaum unter dem Arm, dass die Spitze durch den Schnee schleift. Ein Hündchen springt über den Weg und kehrt wieder ins Haus zurück. Wer wollte denn heut nicht daheim sein? Weihnacht feiert wohl selbst der Stein am Wege. Über allem ist ein lächelnder, unerschütterlicher Wille zum Frieden ausgebreitet. Und ganz am äußersten Rande des weiten Schneefelds sieht nun der Deutsche ein niedriges Dach, und über der schneeverwehten Hütte entzündet sich mehr und mehr ein Stern. Und ganz - ganz leise und ganz fein - aber doch so klar - und so ruhevoll kommt es daher gezogen, ein Lied, ach ein feines, wunderbares Lied:

"Es ist ein Reis entsprungen
Aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art.
Und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht."

Das ist ein deutscher Sang. Denn das erquickt den Deutschen am innigsten, wenn aus dem verschneiten Winterdunkel ein Schimmer dringt, wenn aus totenstillen Winternebel langsam die Sonne des kommenden Frühlings blüht.
Und wenn nun hinter ihm im Dunkel der geschmückt schon harrende Baum mit leisem Geräusch die Zweige dehnt - und wenn die Kinder vor der Tür stehen und die schwellenden Wünsche in ihren Herzen aufbrechen zu heißblühendem Verlangen - dann ist das Wintersonnenmärchen auf seinem Gipfel, dann wirkt sie ihren höchsten Zauber, die heilige Dichtung, die die Menschen "Weihnacht" nennen.
Es gibt nur noch wenige Dichtungen, die so schön sind. Eine heißt "Entschwundene Kindheit", eine andere "Der nächste Frühling". Weiß jemand noch eine?

Otto Ernst, 1862 - 1920[/mittig]

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Basteltipp



kleiner Topf

Dieser Topf passt auf jeden Schreibtisch


Material:
1 kleiner Tontopf
Sand zum Befüllen
etwas Moos
goldener Draht
Nüsse, Bucheckernhüllen und kleine Äpfel
2 Zimtstangen
ein Stück Naturbast


So wird's gemacht:
Den Topf mit dem Sand befüllen. Das Moos auf
den Sand drücken. Von unten ein Stück Draht in
die Äpfel stecken und in den Topf stecken. Nüsse, Zimt
und Bucheckernhülle mit goldenem Draht umwickeln
und ebenfalls im Topf arrangieren. Zum Schluss
den Bast um den Topf wickeln und mit einer Schleife
versehen. (ggf festkleben)
- fertig

Man kann hier alle Materielien verwenden, die so "übrig" sind vom großen Gesteck und als Mitbringsel, auch für Kollegen, super geeingnet. Und ganz einfach. ;-)[/mittig]

[mittig]Rezept



Eiergrog

Zubereitung von Eiergrog
Eigelb und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes dickcremig aufschlagen, Rum unterrühren. Creme in 4 Gläser verteilen. Jeweils 100 ml kochendes Wasser zugießen und umrühren. Mit Zimt bestäuben und sofort servieren.

Zubereitungszeit ca. 10 Minuten. Pro Glas ca. 840 kJ/200 kcal. E 3 g/F 6 g/KH 15 g.

Gemischte Knopfplätzchen



Zutaten (Für 25 Personen)

300 g Mehl (für den Teig)
100 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g Butter
40 g Kakaopulver
etwas Mehl (für die Arbeitsplatte)
2 EL Puderzucker (zum Bestäuben)
Zubereitung

Das Mehl mit dem Zucker und dem Salz mischen, auf eine Arbeitsplatte häufeln, in die Mitte eine Mulde drücken, das Ei hineingeben und die Butter in Flöckchen um die Mulde herum verteilen.
Mit den Händen rasch zu einen glatten Teig verarbeiten, in 2 Portionen teilen und unter die eine Portion den Kakao kneten.
Beide Teigportionen zu Kugeln formen und in Frischhaltefolie gewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Beide Teigkugeln separat auf bemehlter Arbeitsfläche 0,4 cm dünn ausrollen und mit einem Knopf-Ausstecher verschieden große Knöpfe aus dem Teig ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten backen.
Die Teigreste zusammenkneten und erneut Knöpfe ausstechen.
Die fertig gebackenen Plätzchen aus dem Ofen nehmen, das Backpapier von dem Blech ziehen und die Knöpfe auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

[size=150]Weihnachtsbräuche
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[mittig]Russische Weihnacht

In Russland besucht nicht das Christkind oder der Weihnachtsmann, sondern Väterchen Frost die Kinder. Hier wird nach einem anderen Kalender gerechnet, und zwar nach dem Julianischen Kalender. So bringt Väterchen Frost erst am 31. Dezember die Geschenke. Ihn begleiten die "Schneeflocke", ein Mädchen und "Neujahr", ein Junge. Es gibt viel und gut zu essen und schon lange vorher werden unzählige Kuchen und Kekse gebacken.
Ab dem 27. Dezember werden in Schulen und Kindergärten die Weihnachtsbäume geschmückt.
Am Sylvestertag, dem 31. Dezember, verkleiden sich die Kinder als Kaninchen, Schneemädchen oder Schneeflocke und warten auf Väterchen Frost. Der wird nämlich einem Mädchen, der Schneeflocke, und einem Jungen, Neujahr, begleitet und viele Kinder wollen so aussehen wie diese. Im ganzen Land, in Städten und Dörfern wird das Dreiergespann mit viel lauter Musik begrüßt. Der alte Mann mit seinem langen roten oder weißen Mantel und einem dicken weißem Pelz um den Hals, sieht unserem Weihnachtsmann recht ähnlich. Ein großer, dicker Eiszapfen ist sein Wanderstab. Mit dem Pferdeschlitten kommen sie direkt vom Nordpol und der ist hoch beladen mit vielen Geschenken. Drei mal wird ganz laut "Väterchen Frost" gerufen und wenn er kommt, stampft er zur Begrüßung mit seinem Eiszapfen fest auf den Boden. Doch Väterchen Frost ist ebenso wie der Weihnachtsmann sehr mit Arbeit überlastet und so kommt er meist erst in der Sylvesternacht. Wenn die Kinder morgens aufstehen, finden sie ihre Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Sie verkleiden sich und bevor sie ihre Geschenke auspacken dürfen, sagen sie kleine Gedichte auf und tanzen um den Tannenbaum. Die schönsten Kostüme werden mit Geschenken prämiert.

Die orthodoxen Christen feiern ihr Weihnachten erst am 6. Januar. An diesem Tag feiern sie das "Fest der Erscheinung des Herrn". Hintergrund dieses Festes ist weniger das historische Ereignis der Geburt Jesu, als vielmehr die theologische Bedeutung des christlichen Glaubens, dass Gott Mensch geworden ist. Nicht nur in Russland, sondern in der ganzen Welt feiern die orthodoxen Christen an diesem Tag ihr "Weihnachten", so auch in Griechenland, allen Oststaaten, im südlichen Mittelmeerraum und auch die Kopten in Ägypten. Mittelpunkt all dieser Feste ist ein besonders schöner Gottesdienst, der über mehrere Stunden geht.

Die Weihnachtszeit endet in Russland und den meisten ehemaligen GUS-Staaten an Neujahrstag des Julianischen Kalenders, dem 11. Januar.[/mittig]

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LG Frauchen Miezehumpf[/mittig]


Der große Reichtum unseres Lebens sind die kleinen Sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Weg fallen !

 
Marina
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