RE: 10. Dezember 2012

#1 von Marina , 10.12.2012 08:32

[mittig]10. Dezember[/size]

[/mittig]

[mittig]Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.

Steht auch mir zur Seite
still und unerkannt,
dass es treu mich leite
an der lieben Hand.

Sagt den Menschen allen,
dass ein Vater ist,
dem sie wohlgefallen,
der sie nicht vergisst.[/mittig]

[mittig]


Aus der Weihnachtszeit
Isabella Braun

Es war Spätherbst geworden. Der kalte Nebel und die frühen Abendstunden hatten die Familie um den Tisch versammelt, wo die Lampe brannte, am obern Ende die Mutter mit dem Strickzeug, am untern aber Vroni mit der Flickarbeit saß.
Wir plauderten von den Weihnachtshoffnungen, welche alle unsere Gedanken erfüllten und uns zugleich Arbeit gaben, denn wir schrieben stets aufs neue Wunschzettelchen fürs Christkind und ließen sie in die Nacht hinausfliegen, damit die Engel sie beförderten. Unsere Wünsche wechselten keineswegs oder häuften sich nicht an; wir dachten nur, das Zettelchen möchte nicht schön genug geschrieben sein, denn beim Schluss der langen Liste schüttelte die Mutter stets missbilligend den Kopf und sagte: "Was wird das Christkind von euch denken?" So kam es, dass diese Arbeit an jedem Abend von neuem begonnen wurde. - Dies galt eigentlich nur von meinem Bruder und von dem Zettelchen, das ich für die kleine Sophie schrieb, welche damals erst sechs Jahre zählte und an kranken Augen litt. - Auf meinem eigenen Zettel standen nur die zwei Worte: Ein Messerchen.
Bereits waren nämlich seit jenem Vorgang im Walde (die Kinder hatten im Walde mit ihren Messern die Vogelschlingen des Jagdpächters zerstört, da hatte der Vater ihnen die Messer weggenommen) drei Monate verflossen; der Nikolausmarkt war vorüber; all die Herrlichkeiten in den Buden hatten mich nicht gereizt, denn was ich wünschte, sollte ich nicht besitzen. O, nur ein kleines, elendes Schnappmesser, wie es das ärmste Kind des Dorfes besaß, flehte mein Auge. Der Vater war unerbittlich geblieben, und so hatte ich keine andere Hoffnung als auf das Christkind. Das, dachte ich mir, ist ja ein Kind; alle Kinder lieben die Messer; es versteht die Kinderherzen und weiß auch, dass ich nie mehr einen Unfug mit meinem Messerchen treiben werde; ihm will ich meinen Wunsch recht schön schreiben und sonst gar nichts wünschen; gewiss erhört es mir ihn! Mit solchen Unterhaltungen vertrieben wir uns die langen Abende und machten dabei ordentliche Fortschritte im Schreiben. Während aber die andern ihre Phantasie in Wünschen bereicherten, vertiefte ich mich immer mehr in meinen einen Wunsch und sah bereits ein Wundermesser vor meinen Augen. Nebenbei gab es auch heitere Gespräche aller Art vom lieben Weihnachtsfeste, und besonders war es noch ein Gegenstand, der nicht nur des Abends, sondern bei jeder Gelegenheit zum Vorscheine kam. Es war nämlich alter Brauch, dass jedes Kind einen eigenen Laib Hutzelbrot mit darauf geklebtem Namen erhielt, und an dieses Eigentum knüpfte sich noch etwas. Nur der erkorene Liebling durfte am Weihnachtsabende vor der ganzen Versammlung diesen Hutzellaib anschneiden, und das erschien uns stets als ein feierlicher, wichtiger Augenblick der Erklärung, welche natürlich die Eltern nicht einschloss, sonst hätten sicher der Vater den einen und die Mutter den andern Gipfel anzuschneiden bekommen. Wenn unter dem Jahre eines im Dorfe besonders in Gunst kam, hieß es flüsternd: "Dich lass ich meinen Hutzellaib anschneiden", - oder es wurde mit dem verneinenden Worte die Freundschaft gekündigt. Und wie eifrig um diese Gunst von klein und groß geworben ward! Bald gab man diesem und jenem das Versprechen und nahm es ebenso oft wieder zurück, um es einem andern zu erteilen; nur ich blieb standhaft, und es war dies nichts Leichtes. Allabendlich sagte Gärtner Xaver zu mir: "Horch, ich spiel dir ein schönes Stücklein auf der Flöte; lässt du mich dann aber auch den Laib anschneiden?" - Dabei benetzte er die Stelle, wo er in die Flöte blies, mit der Zunge, was mir so sonderbar und wichtig vorkam, dass ich die Augen nicht weg wenden konnte und meinte, darin liege das ganze Geheimnis der Flötenblaserei, und wenn ich es nur einmal probieren dürfte, ich könnte es danach gewiss auch. So gern ich nun mein Lieblingsstücklein gehört hatte, blieb ich doch standhaft und antwortete dem Xaver wie allen andern: "Nein, die Vroni darf ihn anschneiden."
Auch in diesem Jahre hatte ich alle Versuchungen zurück gewiesen, und sooft mich Vroni zu Bett geleitete, die Decke an beiden Seiten fest einsteckte und mich dann küsste, schlang ich meine Arme um ihren Hals und flüsterte: "Du weißt schon was, Vroni?" - sie aber flüsterte lächelnd entgegen: "Ist aber auch gewiss?" - und dann nickte ich im Einverständnisse. Vroni liebt uns sehr, und es war ihr eine Freude, dass ich vor der ganzen Versammlung jedes Jahr zeigte, wie anhänglich ich ihr sei. Der Weihnachtsabend war nämlich bei uns ein Familienfest, an dem beinahe der halbe Marktflecken teilnahmen durfte. Vom Hausmeister und Bräumeister bis herab zum niedersten Gesinde war alles geladen; die Stube war auch groß genug, alle zu fassen. Auch aus dem Orte kamen die angesehensten Leute, dazu auch die Taglöhner, welche in des Vaters Dienst standen, besonders durfte unter diesen die "Marxen-Marei" nicht fehlen. Von dieser muss ich jetzt noch ausführlich berichten, denn sie spielte in unserem Kinderleben eine sehr wichtige Rolle.
Die Marxen-Marei oder Marie Marx, wie sie eigentlich zu deutsch hieß, war nämlich eine junge Tagelöhnerin, welche bei der Feldarbeit die oberste Stelle einnahm. Es lebte keine Handfestere, fleißigere Arbeiterin im ganzen Ort als sie. Wenn sie mit der Gabel ins Heu stach und auflud, gab es tüchtig aus. Dies ging so flink fort, dass in kurzer Zeit durch sie mehr geschah, als von andern in langer Frist. Aber es rann der Schweiß auch in dicken Tropfen über ihr braunes Gesicht; sie hatte Mannesstärke wie ein "Dragoner". Ich wusste damals zwar nicht, inwiefern diese Gleichnis passte; die Leute sagten einmal so und fassten damit den Inbegriff aller Kraft zusammen. Sie schritt auch ganz anders einher als die andern Mägde und schrie mit dicker Bassstimme, dass vor ihrem Befehl die Knechte verstummten. Der Vater stellte sie den andern als Muster auf, und wenn sie nach beendigter Arbeit vor des Torwarts Häuslein auf der Bank ausruhte, blieb er nicht selten bei ihr stehen und hörte ihrem lustigen, tollen Geplauder, ihren Hexen- und Geistergeschichten, von denen sie stets einen großen Vorrat hatte, eine Weile zu. Niemand horchte jedoch lieber darauf als wir Kinder. Wenn aber die Mutter oder Vroni uns bei ihr stehen sahen, kam die eine oder andere, fasste uns an der Hand und zog uns Widerstrebende fort. Unbemerkt wussten wir oft zu entkommen und kletterten zu ihr auf den Heuboden oder auf den geladenen Wagen, wo wir uns gebärdeten wie lauter kleine "Marxen-Mareien". Sooft dieses vorfiel, geschah das Seltsamste, die Mutter zankte mit unserer Vroni, und einige Male hatte diese bitterlich darüber geweint bis in die Nacht hinein, dass die Tränen auf mich niederträufelten, als sie mich zu Bette brachte. Damals hielt ich meine Vroni mit beiden Armen umschlungen und flüsterte: "Lass dir was sagen, ich bleib nie mehr bei der Marxen-Marei stehen, wenn sie auch noch so schöne Geschichten erzählt." - Das sagte ich aus großer Liebe zu Vroni, und es kostete mich eine harte Überwindung, denn ich wusste gar nicht, warum ich nicht bei der Marxen-Marei bleiben sollte. Jetzt freilich weiß ich es: sie war die ehrlichste, treueste Seele von der Welt, aber sie hatte auch zugleich die rauesten aller Dorfmanieren, und sie gefielen mir ausnehmend wohl, besonders ihre derbe schwäbische Aussprache und ihre lustigen Lieder. Wie viel ich schon in ihrer Schule gelernt hatte, wusste ich freilich nicht; aber Vater und Mutter gewahrten es mit bedenklichem Kopfschütteln.
Bereits waren wir in der Christwoche angelangt, wo die Herzen so unendlich erwartungsvoll schlagen. Wir hatten den Kutscher Lukas den großen Tannenbaum eines Morgens in den Hof schleppen und denselben hinter der Türe einer Kammer verschwinden sehen, wo für unsere Begriffe unendliche Geheimnisse walteten. Auf dieser Türe war ein in Wolken gehülltes Weib abgebildet, was der Kammer den Namen gab: zum Wolkenweibe, und uns mit solcher Scheu erfüllte, dass wir uns kaum in ihrer Nähe zu reden getrauten. So war uns also mit dem Einzug des Baumes in diese Kammer das geheimnisvolle Walten der Christengel gewiss. Aber vor dem Weihnachtsfeste lockte noch ein wunderbar glücklicher Abend, der einzige außer der Christnacht im ganzen Jahre, wo wir über die neunte Stunde aufbleiben durften. An diesem Abend wurde der große Tisch seines Teppichs entkleidet, auf die Mitte der sauber gefegten Tannenplatte aus einem daneben stehenden Schäfflein die gekochten Hutzeln geschüttelt. Jedes bekam ein Messer und durfte nun die Hutzeln in dünne Scheiben zerschneiden. Es war eine Ehrensache, dass keines davon aß; nur des Vaters Liebling, das kleine blauäugige Schwesterlein, bekam hie und da ein Schnitzchen, denn sie konnte noch nicht mitschneiden und sollte doch auch ihre Freude haben. Hernach kam die Platte mit Mandeln, Nüssen, Feigen, Zitronen, und all das wurde klein zerschnitten. Dabei sang die Mutter schöne Lieder und erzählte Geschichten; der Vater kam auch dazu, und so gab es ein trautes, liebes Familienfest.

Fortsetzung folgt.......


Basteltipp



Material:
Sperrholz 4mm ca 20x20cm
(Sterne in jeder Größe wie Holz vorhanden)
rote Beize
Potpourriteile
Heu, Gräser
ev. Sternanis, getrock. Rosen ect
goldenes Wellpappherz oder -stern
goldener Basteldraht
Heißkleber[/mittig]

[mittig]So wird's gemacht:
Sägt einen Stern aus ihr könnt dazu jede beliebige Vorlage verwenden oder diese nehmen (kleine Sterne)je nach späterer Verwendung. Schleift alle Kanten und Flächen sorgfältig und beizt die Holzteile. Nach dem Trocknen einen dicken Klecks Heißkleber auf den Stern geben und mit Heu bedecken. Nun nach belieben Potpourriteile, Wellpappherze und Gräser aufkleben. Zu Schluss alles mit dem Golddraht umwickeln - fertig



Rezept

Knusper-Plätzchen

Zutaten

500 g Mehl
2 TL Backpulver
250 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
350 g Butter
ca. 2 Eiweiss zum Bestreichen

Zubereitung

Aus den Zutaten einen Mürbeteig zubereiten und ca. 1 Stunde kalt stellen.
Danach den Teig zu Rollen von etwa 3cm Durchmesser formen. Das Eiweiss mit einer Gabel leicht schaumig schlagen und die Rollen rundherum damit bestreichen. Nun werden die Rollen in den gehackten Mandeln (Haselnüssen) gewälzt. Anschliessend werden von den Rollen etwa 1/2cm breite Scheiben abgeschnitten und im Backofen für ca. 15 Miuten bei 175°C gebacken.

[size=150]Weihnachtsbrauchtum in Deutschland....


Christbaumkugeln

Christbaumschmuck bestand bis ca 1845 aus Äpfeln, Nüssen, Tannenzapfen.
Gerade Äpfel waren zu der Zeit im Winter recht teuer und so kam ein Glasbläser aus Lauscha in Thüringen auf die Idee die Äpfel aus Glas zu blasen. So war die Idee der Christbaumkugel geboren.

In den Jahren bis 1939 entstanden in Lauscha mehr als 5000 verschiedene Formen an Glasschmuck für den Weihnachtsbaum. Dabei wurde allerlei Gemüse als Vorbild genommen. Neben Erbsenschoten, Karotten und Maiskolben fand man auch kleine grüne Glasgurken.

Für die Glasgurken gab es einen Brauch der auch heute noch in vielen Familien in Amerika gepflegt wird. Hierbei wird die Glasgurke im Christbaum versteckt aufgehängt, das Kind das diese Gurke findet erhält ein extra Geschenk.
Die Familien damals waren nicht nur sehr groß und kinderreich, oftmals waren diese Familien auch noch sehr arm und es konnten nicht für alle Kinder üppige Geschenke verteilt werden. So wurde ein höherwertiges Geschenk an eines der Kinder gebracht.

...... und anderswo

Weihnachtsbräuche in Österreich

eingesandt von Krischa aus Finnland

Da Österreich zum deutschsprachigen Raum gehört, darf man sich nicht wundern, dass es fast gleichen Bräuche hat wie in Deutschland. Und doch ist manches anders. Hier kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern das Christkind, welches die Geschenke bringt.
Doch am 6. Dezember kommt erst einmal der Heilige Nikolaus, sozusagen als Vorbote. Am Tag davor werden eifrig Schuhe und Stiefel geputzt. Kein Fleckchen darf drauf sein und glänzen müssen sie wie die Sterne am Himmel. Denn nur dann steckt der Nikolaus Äpfel, Nüsse, Lebkuchen, Bonbons und vielleicht auch ein kleines Spielzeug in die Schuhe. Manchmal kommt er sogar selbst zu Besuch. Wenn der Nikolaus an eine Tür klopft, dann müssen die Kinder ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen können. Der Heilige Nikolaus zieht mit seinem Bischofsstab und einem großen Sack voller Geschenke durch die Strassen und belohnt die Kinder, welche das ganze Jahr über brav waren. Mit ihm kommt der Krampus, der den Teufel symbolisiert und die Habergeiß (nicht in jedem Bundesland vertreten), die durch einen Ziegenbock vertreten wird. Der Krampus kommt im zotteligen Fell kettenrasselnd daher, mit Hörnern auf dem Kopf und einer langen roten Zunge, die ihm bis über den Bauch hängt. Er hat auch eine Rute dabei, die er allerdings nur für böse Buben braucht.

In der Adventzeit wird das Haus geputzt und gewienert, dass alles nur so glänzt. Zimtsterne, Vanillekipferln, Anisbusserln und viele andere Kekse müssen gebacken werden, und so helfen die Kinder fleißig mit. Der Teig muss natürlich getestet werden und so verschwindet oft eine ganze Menge davon im Magen! Der Vater übernimmt oft den "Ofendienst" und passt auf, dass keine Kekse verbrennen. Ab und zu bleibt natürlich ein Blech etwas zu lange im Ofen und die "braunen" Kekse müssen sofort probiert werden!
Adventszeit ist aber auch Bastelzeit. Viele österreichische Familien sitzen am Abend zusammen und basteln Weihnachtsschmuck. Zumindest solange die Kinder noch klein sind. Daneben verwendet man glitzernden Glas- oder Holzschmuck und viel Lametta oder Engelshaar. Nicht gerade umweltfreundlich, aber wundervoll anzusehen! Doch wenn man nach den Weihnachtsfeiertagen alles wieder fein säuberlich abklaubt, kann man es im nächsten Jahr wiederverwenden und es schadet nicht der Umwelt.
In vielen Städten gibt es während der Adventszeit den Christkindlmarkt, der bis zum Tag vor Heilig Abend geöffnet ist. Dort gibt es alles: herrlich glänzenden Weihnachtschmuck, Papier- und Folienanhänger, Keramikwaren, Puppen und Teddys, Lebkuchenherzen und bunte Kekse aller Art. Natürlich dürfen die Fressstände nicht fehlen, die Frankfurter Würstchen, Brat- und Currywurst, Leberkäse, sowie heiße und kalte Getränke anbieten. Der Maronibrater an der Ecke verkauft "Heiße Maroni", in der Schale gebratene Edelkastanien, die köstlich schmecken. Vorbei an weihnachtlich duftenden Ständen führt der Weg hin zum biblischen Stall mit der Krippe. Die Weihnachtskrippe ist uraltes österreichisches und auch bayrisches Brauchtum. Man kann dabei die unterschiedlichsten Krippendarstellungen bewundern. In manchen Orten wird sogar ein Krippenweg zusammengestellt, der aus verschiedenen Stationen besteht. Aber auch in der Familie ist die Krippe wichtig. Jedes Jahr wird der Stall von Bethlehem aus dem Keller geholt, neu hergerichtet und die Figuren fein geputzt. Maria und Josef werden hineingestellt, in die Mitte kommt die Krippe, in die täglich ein neuer Strohhalm gelegt wird. Schließlich soll das Jesuskind ja warm und weich liegen. Erst wenn alle 24 Strohhalme drin sind, kann das Jesuskind hineingelegt werden. Die Heiligen Drei Könige werden erst am 6.Januar dazugestellt.
Endlich ist der 24.Dezember, der Heilige Abend, angebrochen. Alles ist alles in heller Aufregung. Die Kleinsten sitzen meist vor dem Fernseher und "Warten aufs Christkind", eine Sendung, die es bereits seit Anbeginn des Fernsehens in den 50er Jahren gibt. Die Mütter rotieren zwischen Küche und Wohnzimmer, wo gereizte Väter den Weihnachtsbaum besonders schön zu schmücken versuchen. Schnell noch die Festtagskleider anziehen, schließlich will an diesem Tag jeder besonders hübsch aussehen.
Traditionell leitet das österreichische Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" die Bescherung ein. Die Tür zum Wohnzimmer wird geöffnet und die Kinder bestaunen den wundervollen Weihnachtsbaum in seiner glänzenden Pracht. In vielen Familien wird ein Instrument gespielt, sei es Klavier, Blockflöte, Geige oder Gitarre. Weihnachtslieder werden gespielt und gesungen, Gedichte aufgesagt, die Eltern sind zufrieden und erfreuen sich an den Künsten ihrer Kinder. Endlich werden die Geschenke verteilt. Ob das Christkind wohl an all die großen und kleinen Wünsche gedacht hat?
Das Weihnachtsessen wird aufgetragen. Meist gibt es ein üppiges Weihnachtsessen mit Fisch oder Fleisch und Weihnachtsgebäck (Mohnstrudel, Kletzenbrot, Christstollen, Lebkuchen, Kekse).
Traditionsgemäß besucht man gemeinsam die Mitternachtsmette.
Der Christtag, der 25.Dezember, ist das richtige Familienfest. Man besucht die lieben Verwandten auf dem Friedhof und zündet Kerzen an. Kommt man nach Hause wird als Festessen meist Geflügel (Gans, Truthahn, Huhn) neben den unterschiedlichsten herrlichen Beilagen serviert.
Der letzte Weihnachtsfeiertag ist der Stephanietag am 26.Dezember. An diesem Tag besucht man seine Verwandten und Freunde.
Am 6.Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, endet die Weihnachtszeit. Die Sternsinger, drei als die Könige Kaspar, Melchior, Balthasar verkleidete junge Leute ziehen von Haus zu Haus, singen den Segen, versehen den Türrahmen mit den Zeichen O-K-M-B und der Jahreszahl und sammeln Geld für wohltätige Zwecke. (O-Omega = Christus ist ohne Anfang und Ende, K-Kaspar, M-Melchior, B-Balthasar)

In den letzten Jahrzehnten entstanden zahlreiche Sozialaktionen, wie u.a. die seit 1973 bestehende ORF-Aktion "Licht ins Dunkel" zugunsten behinderter Kinder, "Bruder-in-Not"-Aktion der Katholischen Männerbewegung, Aktionen der Caritas Socialis). In diesem Sinne wird auch seit 1959 der beleuchtete "Christbaum für alle", der jeweils von einem Bundesland gespendet wird, vor dem Wiener Rathaus aufgestellt. Dieser Brauch wurde von vielen Orten übernommen

Ihr seht , bei unseren Nachbarn ist auch ordentlich was los.



LG Frauchen Miezehumpf[/mittig]




Schon die kleinste Katze ist ein Meisterwerk
Leonardo Da Vinci

 
Marina
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RE: 10. Dezember 2012

#2 von GiselaH , 10.12.2012 20:42

Hm, das Plätzchenrezept klingt lecker.

Ich liebe deinen Adventskalender, aber das weißt du sicher.

Gisela

 
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RE: 10. Dezember 2012

#3 von BEA ( gelöscht ) , 11.12.2012 16:36

Liebes Frauchen Mietzehumpf :heart:

Einfach nur Danke für deinen wunderschönen Adventkalender. :clap: :clap: :clap:

Bea :winkewinke:

BEA

RE: 10. Dezember 2012

#4 von Monika aus Berlin , 11.12.2012 16:59

:clap: :clap: :clap:


Monika


 
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11. Dezember 2012
09. Dezember 2012 - 2. Advent -

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