RE: 14. Dezember 2012

#1 von Marina , 15.12.2012 20:45

[mittig]Endlich wieder online[/size]

14. Dezember - noch 10 Tage bis Weihnachten

[/mittig]

[mittig]Das Christkind kommt

Bis zum Horizont nur eine weiße Fläche
Blumenwiesen seh' schon lange ich nicht mehr
Bedeckt mit dickem Eis, sind auch die kleinen Bäche
Die Bäume steh'n im Garten, von Laub und Früchten leer

Kein Vogel zwitschert mehr, ich seh' auch keinen fliegen
Sind lange schon weit fort, vergnügen sich im Süden
Stattdessen sieht man Schlitten, mit vergnügten Kindern
Vermissen keinen Sommer, sie lieben auch den Winter

Vor lauter Übermut, hört man sie jubeln, lachen
Beim Eislauf oder Rodeln, bei all so lust'gen Sachen
Doch geht die Sonne unter, geh'n alle dann nach Haus'
Und ruh'n sich nach dem Essen, dann erstmal tüchtig aus

Die Nasen werden oft, in Büchern dann gesteckt
In Decken eingekuschelt ,mit Keksen eingedeckt
Genießen sie die Stunden, bis endlich ist's soweit
Und sie sich freuen können, auf fröhlich' Weihnachtszeit

Und kommt der Tag der Tage, sind alle schon bereit
Man hört nur leises Flüstern kein Kind mehr, das laut schreit
Auf Zehenspitzen gehen, sie durch das Haus ganz sacht
Denn auch das Kleinste weiß jetzt, heut' ist die "Heil'ge Nacht"

Klingt erst das Weihnachtsglöckchen, hofft jedes kleine Kind
Dass ihm das liebe Christkind, auch ein Geschenk mit bringt
Und geht sie endlich auf, die Tür zum Weihnachtsraum
Erstrahlt im Kerzenschein, vor ihm der Weihnachtsbaum

Entzücken macht sich breit, auf glücklichen Gesichtern
Die Augen strahlen hell, noch heller als die Lichter
Spielsachen, Bücher, Nascherei, für jedes Kind ist was dabei
Ein jedes wurde reich bedacht, Christkind . . .
Das hast du gut gemacht!
© Carmen Jakel[/mittig]

[mittig]

...Fortsetzung unserer Weihnachtsgeschichte

Und nun, heiliger, lieber Christabend! Strahle vor mir in deiner ganzen Pracht!
Drinnen im großen Zimmer erschallte die Glocke; es war das Zeichen, auf das wir den ganzen Tag mit klopfendem Herzen gewartet hatten. Die Flügeltüren öffneten sich, ein Meer von Lichtern strahlte uns entgegen; unter der Türe stand der Vater und sah uns mit den himmelblauen Augen liebeselig an; daneben stand die Mutter, jeder Zug ihres frommen Gesichtes lächelte und winkte uns. Schüchtern, als läge vor und das Paradies, traten wir näher; schüchtern, wie die Hirten vor der Krippe, falteten wir die Hände. Leisen Trittes traten wir an der Hand der Eltern ein, leise folgte uns die ganze Versammlung und stellte sich in einiger Entfernung auf. Jetzt setzte sich die Mutter ans Klavier, spielte einen Choral und sang das Weihnachtslied. Alles kniete nieder und stimmte ein in den wohlbekannten, einfachen Sang. Das Lied war verklungen, wir erhoben uns, atmeten tief auf, und mein Schwesterlein war die erste, welche zum Baume und zum Tische hüpfte. Das endete unsere Scheu, und wir dachten nun jetzt mehr daran, ob das Christkindlein wohl auch unsere Wünsche beachtet habe; die Augen überflogen rasch den Tisch, und die meinen suchten das Messerchen. Da lag viel, viel; aber das eine, was ich so sehnlich gewünscht hatte - fehlte. Ich machte die Runde um den Tisch, ja, es fehlte! Das Christkind hatte mich nicht erhört. Da zog ein Schmerz durch meine Kinderseele; aber als ich aufblickte, sah ich des Vaters Auge freundlich ermunternd auf mir ruhen; er trat zu mir, er führte mich an der Hand zu allem, was mir gehörte, und sagte mir dessen Bestimmung, wo ich es nicht wusste; auch die Mutter kam, und der Geist Gottes, welcher über dem Raume schwebte, senkte sich auf meine junge Seele; ich fiel den Eltern freudig um den Hals, wie meine Geschwister taten, und wir waren alle sehr glücklich.
Nun traten auch, von den Eltern herbeigerufen, alle Eingeladenen herzu, und jedes bekam seinen Anteil. Da erscholl lautes Freudengeschrei, alles sprach und drängte durcheinander zu Vater und Mutter hin; es gab nicht mehr Herr und Diener, es war nur eine große Familie. Xaver hatte eine neue Flöte erhalten und blies gleich ein schönes Stücklein, und dies brachte wieder Ruhe und Ordnung in die lauschende Versammlung.
Jetzt war der zweite wichtige Augenblick gekommen: wir erhielten unsere Hutzellaibchen, und es lagen die Messer bereit, sie anzuschneiden.
In diesem Augenblick verschwand von mir der gute Geist, und der Dämon des Zornes gewann über mich seine Macht. Ich hielt meinen Laib in den beiden Händen und das Messer dazwischen. Ganz in meiner Nähe stand Vroni; sie lächelte mir zu in sicherer Erwartung. Da wallte der Zorn in meiner Seele; rasch kehrte ich mich von ihr - ein suchender Blick flog im Kreis umher; Xaver sah es und blies zum Scherz in seine Flöte; mein Auge aber blieb wo anders haften, und ein boshafter Gedanke zündete in meiner Seele. Da stand die "Marxen-Marei", sie, mit der ich nicht verkehren sollte, sie, die unfreiwillig zu manchem Verweis, den Vroni bekam, Ursache gegeben hatte. Ich eilte auf sie zu, bot ihr das Messer und schrie laut: "Da schneid an, Marxen-Marei, und schneid tief hinein!" - In diesem Augenblick eilten Sophiechen und Anton, von dem guten Geist geleitet, zu unserer Vroni und boten ihr den Laib. Marei aber ergriff das Messer, nahm den Laib zwischen die derben Fäuste und schnitt ihn mitten durch. Aber das Messer fand Widerstand an einer hölzernen Schachtel. "Ei, was ist das? hier steckt etwas!" - rief sie verwundert, und alles drängte sich um uns, nur Vroni blieb in der Ferne stehn. Marei schnitt nun auf der andern Seite den Leib, - sie kam auch hier an die Schachtel und löste nun rings das Brot ab. Richtig, - ein Schächtelein war mitten hinein gebacken. Mit zitternden Händen ergriff ich es, machte es auf, oben lag ein beschriebenes Papier und mit einem Blicke erkannte ich Vronis Handschrift. Da stand: "Meiner lieben braunen Bill von ihrer treuen Vroni"; - unter dem Zettel aber lag ein Messerchen, o, ein Messerchen, wie ich nie zuvor und nie später eines gesehen habe. Der Griff war glänzend wie Silber und stellte eine Laute vor; als ihn der Schein der Lichter beleuchtete, schimmerte er in allen Farben; es war, wie man mir sagte, Perlmutt und kam aus dem tiefen Meer. Aber nicht genug, das Heft hatte noch einen anderen Schmuck und es war eine Anspielung auf die Geschichte, deren wegen ich solange kein Messer haben sollte: Ein Vöglein war darauf gemalt. - Ich atmete tief auf, ich hatte kein Wort - ein Freudenrausch benahm mir die Gedanken. Als ich aufblickte, war ein leerer Raum zwischen mir und Vroni entstanden; ihr Auge ruhte mit innigem fragenden Blick auf mir. - Jetzt begriff ich alles! - Also darum hatte sie mich nicht geweckt? Sie wollte heimlich das Messer ins Brot backen und mir die große Überraschung und Freude bereiten. Waren es nicht die Engel, welche mit ihren goldenen Flügeln an der Spitze des Baumes rauschten und mir das in die Seele gaben? Ich flog stürmisch auf meine Vroni zu, fiel ihr um den Hals, küsste sie, und wir lachten beide unter Tränen. Nun holte ich die zwei Hälften meines Laibes, fügte sie zusammen und rief: "Er ist ja noch gar nicht angeschnitten! Vroni, schneid das Gipfelchen, aber ein großes, herab!" Und dies tat sie auch! -
Jetzt erst war für mich die echte Weihnachtsseligkeit gekommen, und nun war mir, als sängen die Engel: "Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind." Der Abend verstrich heiter wie noch nie zuvor ein Weihnachtsabend. Ach! es war der letzte im Vaterhause! Im Frühling darauf erlosch das hellste Licht, welches einem Kinde leuchten kann auf dem Lebenswege: das Lebenslicht in den Augen des Vaters. - Viele, viele Jahre sind inzwischen verflossen. Wieder ist es Weihnacht; Vater, Mutter und Bruder feiern sie im Himmel, nur Sophie und Vroni leben noch.
Indem ich diese niederschreibe, klopft es an meine Türe. Herein tritt der Postbote und bringt mir einen großen runden Pack. Hastig reiße ich die Umhüllung hinweg, obwohl ich den Inhalt bereits kenne. Da liegt ein Hutzellaib, die alljährliche Weihnachtsgabe unserer nunmehr alten Vroni und dabei ein Zettelchen: "Zur Erinnerung an die Kindheit und das Vaterhaus."
Segen über sie und alle treuen Herzen gleich dem ihrigen!

Isabella Braun, 1815 - 1886



Basteltipp

Glitzerkugel



Materialbedarf:

- teilbare Acrylkugel in Größe nach Wahl
- Acrylfarbe in rot und Malpinsel
- PlusterPen in weiss (z.B. von Hobby
Line “Pic Tixx”)
- Streuglitzer in weiss oder silber
- 4mm breites Satinband in rot zum
Aufhängen

Bastelanleitung:

1. Öffnet die Kugel und bemalet beide Hälfte innen mit rote Farbe. Wenn trocken, bemalt nochmals ein Schicht Farbe.
2. Dreht die Kugel-Hälften um und zeichnet mit dem Plusterpen ein Muster nach Wahl auf die Aussenseite beider Kugel-Hälften. Solange die Farbe noch nass ist, streut Streuglitzer auf die Kugeln, so dass die Musterzeichnungen ganz bedeckt sind.
3. Lasst alles vollständig trocknen und anschliessend könnt Ihr die beiden Kugel-Hälften zusammenschliessen.
4. Ein Satinband zum Aufhängen wird angebracht.

Das eignet sich auch schön als Mitbringsel zum Adventskaffee.

Rezept



Knusprige Gans mit Backobst

Zutaten für 6 Personen:
1 Zwiebel
4 Scheiben Weißbrot
250 g Backobst
je 1 TL gemahlener Zimt und getrockneter Majoran
1 bratfertige Gans (4–4,5 kg)
Salz
Pfeffer
1 kleines Bund Suppengrün
1 Wirsingkohl (ca. 1 kg)
1–2 EL Speisestärke
400 ml Gänsefond (Glas)
50 g Haselnussblättchen
2 EL Butter
Holzspieße
Küchengarn

Zubereitung von Knusprige Gans mit Backobst
1 Zwiebel schälen und würfeln. Brot würfeln. Brot, Zwiebel und Backobst mischen. Mit Zimt und Majoran würzen. Hals der Gans abschneiden. Fettdrüse herausschneiden und das gelbe Fett aus der Bauchhöhle entfernen. Gans von innen und außen waschen.
2 Gans innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben. Obstmasse hineinfüllen. Bauchöffnung mit Spießen zustecken und diese einzeln mit Garn umwinden. Unten verknoten. Die beiden Flügel mit Küchengarn so zusammen­binden, dass sie am Gänsekörper anliegen. Keulen ebenso zusammenbinden. Den Backofen vorheizen (E-Herd: 175?°C/Umluft: 150?°C/Gas: Stufe 2).
3 Suppengrün putzen bzw. schälen, waschen und zerkleinern. Mit dem Hals und 1?2 l Wasser auf die Fettpfanne (tiefes Backblech) geben. Gans auf einem Rost über die Fettpfanne setzen. Im Ofen 4–4?1?2 Stunden braten. Ab
4 und zu in die Keulenhaut stechen, damit Fett austritt. Evtl. noch 1?8–1?4 l Wasser nachgießen.
5 Fettpfanne kurz aus dem Ofen nehmen. Den Bratenfond durch ein Sieb in einen Topf gießen. Fettpfanne sofort wieder unter die Gans schieben. Backofen hochschalten (E-Herd: 225?°C/Umluft: 200?°C/Gas: Stufe 4). 3 EL Wasser und 1 TL Salz verrühren. Gans 15 Minuten vor Bratzeit­ende 2–3 Mal damit bepinseln.
6 Bratenfond 10–15 Minuten kalt stellen, bis sich das Fett an der Oberfläche gesammelt hat. Dann eine Schöpfkelle so eintauchen, dass nur das Fett in sie hineinläuft. So lange abschöpfen, bis das Fett weg ist. Inzwischen Kohl putzen, waschen und in Streifen schneiden. In ca. 100 ml leicht gesalzenem Wasser zugedeckt ca. 10 Minuten dünsten.
7 Für die Soße Stärke und 3–4 EL Wasser glatt rühren. Den aufgefangenen Fond und den Gänsefond (Glas) aufkochen. Stärke einrühren und 2–3 Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nüsse rösten. Butter zufügen und darin zerlassen. Wirsing darin schwenken.
8 Gans tranchieren: Eine Keule am Gänsekörper rundherum einschneiden und das Gelenk mit einer Geflügel­schere durchtrennen. Auf der gleichen Seite den Flügel ebenso abschneiden. Auf der anderen Seite Keule und ­Flügel genauso abtrennen.
9 Das Brustfleisch parallel zum Brustbein im Ganzen herunterschneiden. Dann quer in Stücke schneiden. Alles anrichten. Dazu schmecken Petersilienkartoffeln.


Guten Appetit

Weihnachtsbräuche

Kolumbien

In Kolumbien beginnen am 14. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten. Die ganze Familie wandert mit Freunden in den Wald, um Moos für die Krippe zu sammeln, die an diesem Tag schon aufgestellt wird. Bei Anbruch der Dunkelheit wird zu Hause zusammen gebetet, dann gefeiert, musiziert und Weihnachtslieder werden gesungen. Die Feier hat um Mitternacht ein Ende, wiederholt sich an jedem Tag bis zum Heiligen Abend. An diesem wird nach der Mitternachtsmesse mit Feuerwerk, Tanz auf der Straße und gutem Essen und Trinken gefeiert.
Beschenkt werden nur die Kinder, und zwar mit Kleinigkeiten und Süßigkeiten, die die Erwachsenen in der Nacht unter den Betten der Kinder verstecken, so daß diese sie am Morgen des 25. suchen können.


Kenia

Lustig gefeiert wird an Weihnachten in Kenia im Kreis der Familie. Am Heiligen Abend trifft man sich zu einem großen Festmahl.
Danach haben die Kinder zu tun: Sie müssen das Haus reinigen, dekorieren und das Essen für den nächsten Tag vorbereiten.
Am Morgen des 25. Dezembers wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch in der Familie verteilt wird. Danach geht man von Haus zu Haus, um überall fröhliche Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang des Festes wird bis in den Morgen ausgelassen getanzt


[size=150]Ich wünsche Euch einen schönen Tag.
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LG Frauchen Miezehumpf[/mittig]




Schon die kleinste Katze ist ein Meisterwerk
Leonardo Da Vinci

 
Marina
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RE: 15. Dezember 2012
12. Dezember 2012

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