RE: 18. Dezember 2012

#1 von Marina , 23.12.2012 11:36

[mittig]18. Dezember - 6 Tage bis Weihnachten[/size]

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[mittig]Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so friedlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderlich beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt´s wie wunderbares Singen -
o du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorff
(1788 - 1857)

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[mittig]Fortsetzung unseres Weihnachtsgeschichte .....

Diese Verse haperten zwar, aber sie kamen von Herzen. Dann rückte die dreijährige Marie an. Sie konnte nur mit einem Vaterunser aufwarten. Der fünfjährige Fritz hinwieder hatte sich statt auf die Religion auf die Kunst verlegt. Mit seinem piepsenden Stimmlein sang der kleine Käsehoch ein Lied herunter.
"Kinder! Kinder! her zu mir!" schrie der junge Vater. Mit beiden Armen fasste er die drei Knirpse zusammen, und während er sie so eng an seine Brust drückte, dass sie lange Gesichter schnitten, schaute er, über ihre Blondköpfe hinweg, ins Leere und stammelte: "Der - der soll mir kommen - und soll mir so eine Freud verderben wollen - so eine Freud!" Da klang von draußen ein schrillender Glockenton in die Stube. Frau Schaller schaute ihren Mann erschrocken an - weshalb sie erschrak, das wusste sie selbst nicht - ; dann ging sie, um die Tür zu öffnen. Zwei Dienstmänner brachten einen großen Korb und schleppten ihn in die Stube. Von wem er wäre, wussten sie nicht; ein vornehmer Herr hätte sie geschickt und ließe ausrichten, dass er selbst nachkäme. Mit zitternden Händen schlug Frau Schaller den Deckel des Korbes in die Höhe; und was da zum Vorschein kam, entlockte den drei Kindermäulchen ein staunendes, jubelndes Ah! Spielsachen, Backwerk, Kleiderstoffe, das wollte fast kein Ende nehmen; und ganz zu unterst wurde ein kleines, zierlich beschlagenes Kästchen ausgegraben, das sich bis zum Rand angefüllt zeigte mit blitzblanken Silbergulden. Erblasst bis in die Lippen, schaute Frau Schaller zu ihrem Mann auf; der aber streckte schon, das Gesicht von dunkler Zornröte übergossen, die beiden Hände, packte das Kästchen und warf es in den Korb zurück, dass die Münzen klirrend in die Höhe sprangen. "Fort - fort mit dem Geld, sag' ich - und die Hände von dem Zeug, Kinder, die Händ' weg!" schrie er mit bebender Stimme. "Der Lump - weil er's auf geradem Weg nicht fertiggebracht hat - jetzt meint er, er kann mich von hinten packen! Mitnehmen sollen sie's wieder - auf der Stell!"
Er eilte in den Flur hinaus, um die beiden Dienstmänner zurückzurufen. Draußen aber stand er wie versteinert und brachte kein Wort über die Lippen. Unter der offenen Wohnungstüre stand sein Chef, Herr Seydelmann, eine stattliche Erscheinung von bürgerlich-behäbigem Aussehen. "Guten Abend, lieber Schaller!" "Sie - Herr Seydelmann - Sie kommen - zu mir?" "Wie Sie sehen. Und - wissen Sie auch, was ich möchte?" lächelte der alte Herr. "Ich möchte Sie fragen, wie Ihnen heute Nachmittag der Kaffee geschmeckt hat."
Dem jungen Mann fielen die Lippen auseinander und mit zitterndem Arme tastete er nach der nahen Mauer. Wie ein grauer Schleier kam's ihm vor die Augen, er sah nichts mehr, er fühlte nur, wie ihm sein Chef die Hand auf die Schulter legte, und hörte ihn mit leiser, ernster Stimme sagen: "Sie haben ein Recht, lieber Schaller, diese Geschichte von heute Nachmittag eine Beleidigung zu nennen; und ich komme auch, um Ihnen Abbitte zu leisten. Ich hatte Vertrauen zu Ihnen - als Mensch. Aber ich bin auch Geschäftsmann und als solcher muss ich mich von der Richtigkeit meiner Meinung überzeugen. Der Herr, welcher Sie heute in das Kaffeehaus gerufen hat, ist mein Schwager gewesen. Und weil er in meinem Auftrag handelte, müssen Sie auch das Anerbieten, das er Ihnen machte, als von mir gemacht betrachten. Von Neujahr an verdoppele ich Ihre Bezüge und biete Ihnen einen zehnjährigen Vertrag mit steigendem Gehalte. Wenn Sie dann übermorgen wieder die Fabrik besuchen, darf und will ich Ihnen auch das Geheimnis der richtigen Mischung anvertrauen. Und jetzt bekommen Sie - jetzt will ich Ihre Frau und Ihre Kinder kennen lernen!"
Da löste sich der Bann, der über den jungen Mann lag, und mit einem von Tränen erstickten Aufschrei stürzte er seinem Chef voran in die Stube. Ein süßer, harziger Duft quoll ihm entgegen. Ein Zweig des Christbaums, auf welchem noch immer die Kerzen brannten, hatten Feuer gefangen.[/mittig]

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[mittig]Weihnachtsquiz

In welchem Evangelium / welchen Evangelien stehen die Namen der Heiligen Drei Könige? (Mehrfachlösungen sind eventuell möglich!)
? Matthäusevanglium
? Markusevangelium
? Lukasevangelium
? in keinem

In welchem Evangelium / welchen Evangelien wird die Geschichte der Geburt Jesu erzählt?
? Markus
? Matthäus
? Lukas
? Johannes

In welcher Ortschaft ist nach Auskunft der Bibel Jesus geboren worden?
? Nazareth
? Jerusalem
? Kanaan
? Bethlehem

Unter welchem römischen Kaiser ist Jesus geboren worden?
? Augustus
? Tiberius
? Herodes
? Pontius Pilatus

Warum mussten Josef und Maria in einem Stall übernachten?
? Sie hatten kein Geld für ein Zimmer in der Herberge.
? Alle Zimmer in der Herberge waren belegt.
? Sie durften mit ihrem Esel nicht in Herberge.
? Die hochschwangere Maria schaffte es nicht mehr bis in die Stadt. Deshalb mussten sie vor der Stadt in einem Stall übernachten.

Wer suchte zuerst Jesus im Stall auf?
? Hirten
? Die Heiligen Drei Könige
? Der Wirt der Herberge; er wollte nachsehen, wie es der jungen Familie ging.
? Der Pfarrer von Bethlehem

Wohin wurde der neugeborene Jesus im Stall gelegt?
? in ein Kinderbett
? auf den Boden
? in eine Futterkrippe
? Weil es nicht anders ging, hielten Maria und Josef das Kind abwechselnd auf dem Arm.

Durch wen wurde die Krippendarstellungen mit Figuren populär?
? Kaiser Konstantin
? Franziskus v. Assissi
? Luther
? Paulus

Welches Paar hat am 24.12. seinen Gedenktag?
? Maria und Josef
? Elisabeth und Zacharias
? Petrus und Paulus
? Adam und Eva

Wann ist spätestens der 4. Adventssonntag?
? 20.12.
? 22.12.
? 23.12.
? 24.12.

Auflösung gibts morgen ....[/mittig]


[mittig][/mittig]


[mittig]Basteltipp

Tischdeko für das Familienweihnachtsessen



Bastelanleitung
Das benötigen Sie:

helle Stoffserviette
weißen Fotokarton (12 x 30 cm groß)
rotes Bastelpapier (10 x 25 cm groß)
weißen Wachsmalstift
Bastelkleber
silbernen Fotokarton (2 x 5 cm groß)
Zackenschere
spitze Bastelschere
weißen Lackstift
rote und weiße Wollfäden
2 weiße Mini-Pompons (erhältlich im Bastelladen)
doppelseitiges Klebeband

So wird's gemacht:

Falten Sie den weißen Fotokarton, so das ein 12 x 15 cm großes Rechteck entsteht. Übertragen und schneiden Sie dann die Schablone "Servietten-Weihnachtsmann" aus. Die Schablone "Servietten-Weihnachtsmann-Mantel" ( ich habe Euch den Linke eingestellt, weil Ihr dann drucken könnt und die Originalgröße habt)übertragen Sie auf rotes Bastelpapier, ebenfalls ausschneiden und an den eingezeichneten Kanten falten. Kleben Sie nun den roten Weihnachtsmann-Mantel auf die beiden Papierweihnachtsmänner und malen an Mütze und Mantel mit weißem Wachsmalstift Ränder auf. Die beiden Mini-Pompons befestigen Sie an den Mützenspitzen als Bommel.

Aus silbernem Fotokarton schneiden Sie mit der Zackenschere ein ca. 5 x 2 cm großes Rechteck in das Sie mit einer spitzen Bastelschere ein kleines Loch schneiden. Auf das Schild wird der Name des Gastes mit einem weißen Lackstift geschrieben und das Schild mit Wollfäden am Hals des Weihnachtsmannes befestigt.

Am Rucksack wird jeweils eine Praline mit doppelseitigem Klebeband befestigt.
Jetzt kann durch den gebastelten Weihnachts-Serviettenmann eine aufgerollte Stoffserviette geschoben werden.

Schablone findet Ihr hier : http://www.winter-wonderland.de/festlic ... smann.html[/mittig]

[mittig]Rezept

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[mittig]Haselnusssterne

Für 56 Stück

Zutaten:
300 g Vollmilch - Kuvertüre
100 g Haselnussmark
150 ml Schlagsahne
60 g gehackte Haselnusskerne
1/2 EL Whiskeylikör (z. B. Baileys)
56 Schokoladensternschalen
125 g Nougat
300 g Haselnuss-Kuchenglasur
50 g weisse Kuvertüre

Zubereitung:
Die Vollmilch-Kuvertüre grob hacken und im heissen Wasserbad schmelzen.
Das Haselnussmark gut durchrühren, damit sich das abgesetzte Öl wieder mit dem Mark verbindet.
Die Sahne mit dem Haselnussmark aufkochen, dann leicht abkühlen lassen.
Die flüssige Kuvertüre mit der Haselnusssahne und den gehackten Haselnusskernen verrühren.
Mit Whiskeylikör würzen. Die Masse etwas abkühlen lassen, in einen Spritzbeutel mit Lochtülle Nr. 8
füllen und bis knapp unter den Rand in die Sternschalen spritzen. Dann 2 Stunden kalt stellen.
Zum Verschliessen der Sternschalen den Nougat im heissen Wasserbad schmelzen und wieder
abkühlen lassen. Den noch flüssigen Nougat mit Hilfe einer Palette auf der Füllung glattstreichen.
Die Sterne sofort, solange der Nougat noch nicht fest geworden ist, vorsichtig aus der Plastikprägung
nehmen und auf Backpapier legen. Dann kühl stellen, bis der Nougat fest geworden ist.
Die Haselnuss - Kuchenglasur erwärmen. Die Nusssterne nacheinander in die Glasur tauchen.
Mit einer Pralinengabel aus der Glasur heben, am Gefässrand abstreifen und abtropfen lassen.
Die Sterne auf ein Blech mit Backpapier setzen und etwa 1 Stunde kühl stellen.
Die weiße Kuvertüre temperieren, in ein Papiertütchen füllen,
die Spitze abschneiden und die Nusssterne damit verzieren. Die Haselnusssterne zwischen Lagen von
Pergamentpapier in eine Blechdose schichten und kühl lagern.
Sie halten sich 3 - 4 Wochen. ( Wenn dann noch welche da sind ;-) )[/mittig]


[mittig]Weihnachtsbräuche

Frankreich

Tausende von bunten Lichtern auf den Straßen, Krippenumzüge.
Ein Riesenzelt mit der größten Krippe der Welt steht in Paris.

An erster Stelle steht für die Franzosen jedoch gutes Essen.
Ihr traditionelles Festtagsgericht: die " Dinde aux marons", eine mit Maronen garnierter Truthahn.
Noch beliebter "Reveillon" ein Festmahl aus Austern, Pasteten, Truthahn und
Champagner, dazu gezuckerte Maronen.
Geschlemmt wird die ganze Nacht vom 24. zum 25. Dezember.
Nach dem festlichen Abendessen gehen die Leute zu der Weihnachtsmesse, die um Mitternacht stattfindet. Diese Messe heißt im Französischen „Messe de Minuit", d. h. „Mitternachtsmesse".
Die Weihnachtsbescherung findet entweder vor oder nach dieser Messe, oder auch am folgenden Morgen statt.

In Frankreich lieferte früher Saint Nicolas ( wie heute noch in Holland) seine Geschenke am 6. Dezember ab. Die Zeiten haben sich geändert. Die Geschenke bringt den französischen Kindern in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember nun Pere Noel, der französische Weihnachtsmann. Der kommt durch den Schornstein und legt seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe.

Finnland

zusammengestellt von Krischa aus Finnland

Der Dezember heißt auf Finnisch joulukuu, der Weihnachtsmonat. In der Umgangssprache jedoch wird der Monat auch als pikkujouluaika, also kleine Weihnachtszeit bezeichnet. Und so wird fleißig pikkujoulu gefeiert, das Kleine Weihnachten. Partytime ist angesagt, denn es hat mit Feiern viel und mit Weihnachten wenig zu tun. Diese vorweihnachtlichen Festgelage stehen ganz im Zeichen des Feierns mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen und werden von den Pfadfindern über Geschäftsleute bis hin zu parlamentarischen Gruppen wahrgenommen. Man sitzt vergnügt bei finnischem Glühwein, dem glögi, einem Weihnachtspunsch, der aus Rotwein, Johannisbeersaft und Gewürzen besteht und mit Mandelsplittern und Rosinen heiß serviert wird. Oftmals wird er auch noch mit Wodka "veredelt"! Die Rezepte variieren je nach Landesteil. Dabei verteilen die Finnen kleine Geschenke.
Am 6. Dezember wird nicht der Nikolaustag, sondern der Unabhängigkeitstag gefeiert. Dieser Tag wird mit patriotischem Ernst begangen. Die finnische Fahne weht auf allen Masten, Militärparaden werden abgehalten und viele Reden geschwungen. In den Fenstern werden zum Andenken an all die Männer und Frauen, die 1917 für die Unabhängigkeit des Landes gekämpft und dabei gestorben sind, Kerzen entzündet, und auf den Friedhöfen steht am Soldatendenkmal jeweils eine Ehrenwache. Minister, Diplomaten und ausgewählte Gäste werden zu einem Bankett in den Präsidentenpalast eingeladen. Im Fernsehen wird auf allen Kanälen das Defilee der Diplomaten übertragen und so kann man genau beobachten, welche Figur der deutsche Botschafter beim Händeschütteln macht und was die Gattin für Modellkleid trägt.
Der 13. Dezember steht im Zeichen der Heiligen Lucia, der Lichterkönigin. Junge Mädchen mit einem Lichterkranz am Kopf ziehen durch die Strasse und singen Lucialieder. Er wird vor allem in den schwedischsprachigen Gebieten gefeiert.
Das Weihnachtsfest beginnt in der Nacht des 23. Dezember, gleich nachdem die Kinder zu Bett gegangen sind. Viele alte Bräuche sind erhalten und werden nicht nur auf dem Land gepflegt. Die Erwachsenen bleiben lange auf, trinken Kaffee, bereiten das Essen vor, dekorieren und organisieren das bevorstehende Fest. Wenn die Kinder am nächsten Morgen noch im Dunkeln aufstehen, ist das Haus sauber und aufgeräumt und es duftet herrlich nach Weihnachten. Am jouluaatto, dem Weihnachtsvortag, gibt es puuro, einen Haferbrei mit Zimt, Zucker und kalter Milch. Der Brei wird in vielen Familien jeden Morgen gegessen und kann auf viele verschiedene Arten zubereitet werden. Im Weihnachtsbrei ist aber eine Mandel versteckt. Wenn ein Kind sie findet, bekommt es ein Marzipanschweinchen. Ein Erwachsener hat dann im nächsten Jahr besonderes Glück. Die Kinder besuchen am Nachmittag zusammen mit dem Vater Verwandte die in der Nähe wohnen, besuchen den Friedhof und zünden Kerzen auf den Gräbern lieber Verstorbenen an.
Am Heiligabend versinkt Finnland in feierliche Erstarrung. Die Geschäfte schließen um 12 Uhr mittags, der öffentliche Verkehr stellt den Betrieb ein, und auch die meisten Restaurants schließen. Heilig Abend beginnt um 12 Uhr finnischer Zeit, also 11 Uhr in Deutschland, denn da wird vom Balkon des Doms im südfinnischen Turku der sogenannte Weihnachtsfrieden verlesen und über das Fernsehen ausgestrahlt. Es ist eine symbolische, aber für Finnen höchst bedeutsame Zeremonie. Dieser Zustand des-sich-im-Weihnachtsfrieden-befindens hat sogar rechtliche Gültigkeit, denn Verbrechen werden in dieser Zeit härter bestraft. In Finnland gedenkt man an Weihnachten nicht nur der Geburt Jesu Christi, sondern auch der verstorbenen Verwandten. Der Gang zum Friedhof und das Aufstellen von Kerzen auf den Gräbern gehört einfach dazu.

Die Sauna ist ebenso bedeutend am Weihnachtsabend wie der Tannenbaum. Finnische Familien gehen am frühen Abend in die Sauna und anschließend findet das große Festmahl statt.
Typisch für das finnische Weihnachtsfest ist das große Weihnachtsessen, welches bis auf kleine regionale Unterschiede in fast jeder finnischen Familie traditionsgerecht zubereitet wird. Neben den verschiedensten eingelegten Fischsorten, wie Glasmeisterhering, Hering in Senf, in Knoblauchsoße, Tomatensoße, usw. gibt es als Vorspeise oft auch Stockfisch mit Salzkartoffeln. Zentrales Element ist aber der schon vom Metzger gesalzene Schinken, der in langen Stunden langsam gebraten wird. Daneben werden manchmal auch Lamm oder Pute angeboten, der Möhren-, Kartoffel- und Steckrübenauflauf gehört immer dazu. Ein recht aufwendiges Gericht, das sich allerdings auch lange hält. Zum Hauptgericht wird u.a. Rossoli-Salat gereicht, eine pink-rot-rosa aussehende Köstlichkeit aus Roten Beten, Kartoffeln, Äpfeln, Gurken und dazu "rosa" (mit Rote-Bete-Saft) gefärbte Sahne! Zum Nachtisch gibt es Milchreis mit Preiselbeersaft. Zu trinken werden heiße Säfte für die Kinder, "angereicherter" Glögi, Bier und Wein für die Erwachsenen angeboten und als Nachtisch serviert man Kaffee, Pulla (Hefegebäck mit Kardamom) und Kekse.
Weihnachten in Finnland ist ein Fest der Familie. Die erwachsenen Kinder und Geschwister kommen oft von weit her, um gemeinsam mit Eltern und Großeltern Weihnachten feiern zu können. Manchmal werden auch alleinstehende Freunde zum Weihnachtsschinkenessen eingeladen, um danach gemeinsam mit den Kindern den Weihnachtsmann zu erwarten. Und der kommt garantiert, schließlich ist er in Finnland zu Hause! Kerzen werden angezündet, alte Weihnachtslieder gespielt und oft findet sich einer in der Familie, der ein Musikinstrument spielen oder besonders gut singen kann. Und jeder freut sich, dass die Familie wieder einmal zusammen ist. Sollte der joulupukki (Weihnachtsmann) selbst keine Zeit haben um vorbeizukommen, setzt sich jeder eine rote Zipfelmütze auf und verteilt die Geschenke, sozusagen als Stellvertreter des Weihnachtsmannes. Nachdem die Kinder im Bett sind, bleiben die Erwachsenen noch lange auf, trinken härtere Sachen, spielen Gesellschaftsspiele oder unterhalten sich.
Der erste Weihnachtsfeiertag ist in Finnland nicht so wichtig wie in anderen europäischen Ländern. Man geht am Morgen zur Messe und auf dem Lande fährt man oft noch ganz romantisch mit dem Schlitten zur Kirche. In jeder finnischen Familie werden zwei Kerzen in die Fenster gestellt. Später besucht man Verwandte und Freunde. Dazu zieht man sich besonders festlich an und natürlich wird wieder viel und gut gegessen. Der Abend des ersten Weihnachtsfeiertages steht ganz im Zeichen des Friedens.
So will es die Tradition und so wird es auch eingehalten![/mittig]

[mittig][/mittig]

[mittig][size=150]Ich wünsche Euch Allen einen schönen Tag. Lasst Euch nicht stressen, denkt daran, Geschenke nicht nicht das Wichtigste an Weihnachten. Statt in den Geschäften Schlange zu stehen, schnlendert mit netten Menschen über den Weihnachtsmark und verwöhnt Eure Sinne, aber vergesst mir nicht die Verkäufer der Obdachlosenzeitungen, die an den Berliner Märkten stehen, auch sie freuen sich über eine Bratwurst oder einen heißen Tee.


LG Frauchen Miezehumpf[/mittig]


Der große Reichtum unseres Lebens sind die kleinen Sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Weg fallen !

 
Marina
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19. Dezember 2012 - für Whitney in memorian 17.12. -
17. Dezember 2012

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