RE: 22. Dezember 2012

#1 von Marina , 23.12.2012 12:56

[mittig]22. Dezember - 2 Tage bis Weihnachten[/size]

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[mittig]Weihnachten

Du Wonne aller Wonnen,
Geweihte Nacht des Herrn!
Du Sonne aller Sonnen,
Gebenedeiter Stern,
Du aller Töne Ton:
Uns ist ein Kind geboren,
Des Hochgelobten Sohn!

Still war das Weltgetriebe
In mitternächt’ger Stund‘,
Als laut die ew’ge Liebe
Tat frohe Botschaft kund:
Nach tausendjähr’gem Weh
Soll Friede sein auf Erden
Und Ehre in der Höh‘.

Kommt alle Welt und küsset
Und schaut dies Kindlein an,
Ob ihr nicht sprechen müsset:
Eia, ich hab‘ den Mann,
Ich hab‘ das höchste Gut
Als Fleisch von meinem Fleische
Und Blut von meinem Blut.

Die tausend Kinder lagen
Im Bettlein weich und warm,
Da hat man Ihn getragen
Aus seines Vaters Arm,
Da wird Er für und für
Auf dunkler, kalter Erde
Gelegt vor deine Tür.

Siehst du den Stern nicht scheinen
Hell in dein Kämmerlein?
Und hörst du nicht ein Weinen
Wie eines Kindes Schrei’n?
Er fleht: Nimm mich herein
Aus Winterschnee und Kälte
In deines Herzens Schrein!

Bereite ihm ein Bette
Im Herzen warm und weich;
Dafür gibt er die Stätte
In seines Vaters Reich.
Dies Kindlein wunderbar
Ist eines Reiches Erbe
Und Königssohn fürwahr.

Wer Einer dieser Kleinen
Um Liebe, nicht um Lohn
Gehalten wie die Seinen,
Hat reichen Segen schon;
Wer aber misst den Lohn
Des‘, der ein Kind genommen? –
Und es war Gottes Sohn!

Johannes Dose
[/mittig]

[mittig]

http://www.youtube.com/watch?v=wNc55ujUTwQ
( Vollbildmodus, laut stellen, zurücklehnen, 5 Minuten stressfrei sein....)

Die Christblume
Paula Dehmel[/mittig]

[mittig]Einsam ist die Blume, von der ich euch heute erzählen will. Sie kennt nicht die frohen Tage des Frühlings noch die duftreichen Nächte des Sommers. Keine flüsternden Gefährtinnen wachsen neben ihr auf, kein Vogel singt sie in Träume. In Schnee und Eis muss sie schauen, der Nordwind streicht über sie hin, und das eintönige Krächzen der Rabenvögel ist ihre Musik.
Und doch ist sie weiß und zart wie nur eine ihrer Schwestern; anmutig wächst sie aus dem Kranze grüner Blätter empor, und ihr tiefer Kelch hütet die Geheimnisse der Blumen. Und sie fühlt keinen Winterschmerz! Still und stolz steht sie in ihrer Kraft. Sie weiß das sie begnadet ist: die einzige Blume, die im Winter blühen darf, die einzige Blume, die das heilige Christfest feiern darf mit den Bewohnern der Erde. Sage mir, Schwester der Lilie, was rief dich ins winterliche Leben? Was gab dir die Macht, der Kälte und dem Sturm zu trotzen? Warum schläfst du nicht im Frieden der Erde?
Die Blätter rauschen mir Töne und Akkorde zu, sie raunen und rauschen - Silben höre ich, Worte - und nun will ich ihre Geschichte erzählen.
Es ist Totensonntag. Auf dem Wege zum Kirchhof geht eine stille dunkle Schar Menschen. sie tragen Totenkränze, Tannenreiser und Immortellen, immergrüne Eichen und rote Vogelbeeren. Sie gehen schweigend, als dächten sie vergangener Tage oder träumten in banger Hoffnung von künftiger Helle. Der letzte im Zug ist ein kleiner Knabe, der auf der Schulter ein grünes Holzkreuz trägt, eine schwere Last für einen jungen Körper! Es ist ein armseliges Kreuz, roh gefügt, mit abgeschrägten Ecken. Des Knaben Blicke aber ruhen liebevoll darauf; seine jungen, ungeübten Hände haben wohl selbst das Holz geschnitzt.
Aus der Kapelle des Totenhauses läutet die kleine Glocke, und andächtig zieht die Schar der trauernden durch das Portal. Ein leiser Wind geht mit ihnen; es sind die Todesengel, die dem Zuge unsichtbar folgen. Vom breiten Mittelwege aus verteilen sich lautlos die Gäste der Toten. Bald hat auch der blasse Knabe das Grab seiner Mutter gefunden. Es ist ein frischer Hügel; ohne Schmuck und ohne Pflege liegt er im kühlen Frühnebel. Der Kleine kniet nieder, pflanzt sein Kreuzlein zu Häupten der Toten und betet leise. Der Engel, der ihm folgte, beugt sich nieder, um die Inschrift zu lesen. "Liebe Mutter", steht in großen, kindlichen Buchstaben auf dem Querholz, sonst nichts. Da küsst der Engel das Kind aufs Haupt.
Die andern Gräber schmückten sich nach und nach mit den Blumen und Kränzen der Leidtragenden; des Knaben Augen aber sahen angstvoll über das leere Grab, und ein Zucken des Schmerzes ging über das kleine Gesicht. "Lieber Gott," betete er leise, "lass meiner Mutter auch eine schöne Blume wachsen, ich muss fort ins Weisenhaus und kann ihr keine mehr bringen. Du aber kannst es, lieber Gott, du bist gut und allmächtig, und ich bitte dich so sehr."
Da küsste der Engel das Kind zum zweiten Male, und ein stiller Schein der Gewissheit kam in die braunen Augen des Knaben. Er rückte das Kreuzlein noch einmal zurecht, küsste das Grab seiner Mutter und folgte den andern Leuten, die den Heimweg antraten.
Der Engel aber flog heim zu Gott und brachte ihm den Wunsch des Knaben. "Es ist Winter," sprach der Herr, "alle Pflanzen schlafen; soll ich diese Kindes wegen meine ewigen Gesetze ändern?" "Deine Allmacht, o Herr, ist größer als dein Gesetz, deine Güte reicher als dein Wille!" Da lächelte der Herr, dass die Wolken erstrahlten und ein Klingen durch die Sterne ging. "Komm", sagte er zum Engel, und sie traten schweigend in den Garten des Paradieses.
Dort blühen die Blumen, die achtlose Hände auf Erden fortgeworfen und achtlose Füße zertreten haben. Schöner blühen sie hier im himmlischen Licht als in der irdischen Sonne; und als der Schöpfer zu ihnen trat, reckten sich Ranken und Gräser ihm entgegen, und die Kelche strömten über von Duft und Glanz.
Gott aber trat zu einer weißen Lilie, nahm die zitternde aus dem Schoße des Himmels, küsste sie und gab sie dem Engel. "Dem Erdenkinde zur Freude und meinem Sohne zum Angedenken blühe diese Botin des Himmels künftig auf Erden in Eis und Schnee. Die Winde sollen ihren Samen durch die Länder des Nordens tragen; die Wärme meines Willens ströme durch ihre Wurzeln und bleibe ihr für die Dauer der irdischen Zeit!"
"Du aber lege das Zeichen des Todes ab und schütze den Knaben mit dem warmen Herzen. Breite deine Flügel um ihn aus, dass der Same, der in seiner Seele keimt, auch in Frost und Dürre nicht ersterbe, und die Blume der Menschenliebe daraus erblühe; sie ist holder als alle Blumen des Paradieses."
Dankbar neigte sich der Engel, küsste des Herrn Gewand und ging seinen Befehlen zu folgen.
So ist die Christblume auf die Erde gekommen, und fromme Menschen fühlen ihren heiligen Ursprung.

Paula Dehmel, 1862 - 1918[/mittig]

[mittig]

http://www.youtube.com/watch?v=PK3TeWqSAZk
( siehe oben ;-)

Rezept[/mittig]

[mittig]Wem das ganze EURO -Gerede in diesem Jahr einfach nur noch auf die Nerven ging, der bäckt folgendes..

Euro-Plätzchen

Zutaten:

250 g Butter
325 g Zucker
1 Pck. Vanillinzucker
350 g Mehl
2 Eßl. Kakaopulver
2 Eigelb
4 Tl. Weinbrand
200 g Vollmilch-Kuvertüre
50 g weiße Kuvertüre

Zubereitung:

Butter mit 125 g Zucker, Vanillinzucker, Mehl, Kakao, Eigelb und 2 Tl. Weinbrand verkneten. 30 Minuten kaltstellen. Teig zu Rollen mit 4 cm Durchmesser formen. Die Rollen mit dem übrigen Weinbrand bestreichen, im restlichen Zucker wälzen und zugedeckt 2 Stunden kalt stellen.
Elektro-Ofen auf 200° (Gas: Stufe 3) etwa 10 Minuten backen.
Abkühlen lassen.
Kuvertüren hacken, getrennt schmelzen.
Auf die Plätzchen mit einer Kuvertüre kleine Kreise spritzen, trocknen lassen.
Mit der anderen Kuvertüre ein Euro-Zeichen darauf malen.[/mittig]

[mittig]

... und isst ihn einfach auf.

[size=150]Weihnachtsbräuche
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[mittig]AMERIKA

Am 21.12. wird der Pilgertag gefeiert. Die glückliche Landung der Pilgerväter wird mit einem Gericht gefeiert, in dem sich damals neuen unbekannten Zutaten wiederfinden, die der ersten Generation der späteren Amerikaner das Leben gerettet haben.

Bunt und schrill wird Christmas oder lässig X-Mas gefeiert. Das X steht für den ersten Buchstaben des griechischen Wortes für Christus.
In der Nacht vom 24. auf den 25.12 kommt Santa Claus in seinem Schlitten, der von seinen Rentieren Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Donder, Blitzen, Cupid, Comet und Rudolph gezogen wird. Er kommt durch den Kamin ins Haus. Auf diesem Weg gelangt er zu seinem Ziel: den "Christmas-stockings", langen Strümpfen, die die Familie am Kamin aufgehängt hat und in die er seine Gaben füllt. Zum Aufwärmen von der kalten Winternacht hat man ihm eine Tasse warme Milch und einige Zuckerstücke für seine Rentiere bereitgestellt.
Die meisten Vorgärten sind auf das hellste und grellste mit elektrischen Weihnachtskerzen und Schmuck beleuchtet und verhangen.

Im Süden der USA feiert man mit extra lautem Feuerwerk. Dieser Brauch stammt noch aus der Zeit der ersten Siedler, die auf diese Weise den weit entfernten "Nachbarn" ihre Weihnachtsgrüße übermittelten. Gleichzeitig sollten durch den Lärm böse Geister vertrieben werden.

Weihnachtsessen ist in der Regel ein Truthahn.[/mittig]

[mittig]Advent

Das Jahr geht in den Dezember.
Advent schenkt uns sein Licht.
Bei Tannenduft und Kerzenschein
zieht Frieden in die Herzen ein.
Gedanken flüstern: „Remember!“
und die Liebe spricht:
„Vergesst den Nächsten nicht!
unbekannt[/mittig]

[mittig]

Heil’ge Nacht, du sinkest nieder;
nieder wallen auch die Träume,
wie dein Mondlicht durch die Räume,
durch der Menschen stille Brust.
Die belauschen sie mit Lust;
Rufen, wenn der Tag erwacht:
Kehre wieder, heil’ge Nacht!
Holde Träume, kehret wieder!
Matthäus von Collin

ICH WÜNSCHE EUCH EINEN SCHÖNEN TAG:

LG FRAUCHEN MIEZEHUMPF[/mittig]




Schon die kleinste Katze ist ein Meisterwerk
Leonardo Da Vinci

 
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