02. Dezember 2015

#1 von Admins-Team , 08.12.2015 11:11

2. Dezember




Jetzt beginnt auch die Zeit des Backens. Auch das hat eine lange Tradition.




Plätzchen oder Weihnachtsgebäck haben ihren Ursprung in einem sehr alten christlichen Brauch. Der Brauch besagt, dass in der Weihnachtszeit am Ende jeder christlichen Messfeier gesegnetes Brot an die Gläubigen verteilt wird. Mit der Zeit wurde dieses Brot veredelt und mit einem christlichen Stempel versehen.
So bekam das Gebäck aus Aachen zum Beispiel den Namen „Printen“ , abgeleitet vom englischen Ausdruck „to print“ (aufprägen). Der Name der bekannten Spekulatius-Kekse kommt vom lateinischen „Specculum“ (Spiegel). Die runden Plätzchen wiederum ähneln der gereichten, runden Hostie während des Gottesdienstes.



Erst um 1850 begann die Zeit der Weihnachtsbäckerei. Die damaligen Rezepte waren der Vollwertbäckerei sehr ähnlich. Verfeinertes Weihnachtsgebäck wurde in den Klöstern hergestellt. Die Mönche aus den Klöstern kannten die süßen Kekse aus dem Orient und Italien, ebenfalls die dazu verwendeten Gewürze.
Als im 19. Jahrhundert die Teekultur der Briten auf unseren Kontinent kam, erlangte das edle Getränk fast so viel Beliebtheit wie Kaffee. Zum feinen, englischen Tee gehört natürlich ein edler Begleiter und so kreierten vor allem die Österreicher und Böhmen Gebäck. So entstanden die bekanntesten Weihnachtsplätzchen wie Vanillekipferl, Spitzbuben, Spritzgebäck und Buttergebäck, welche einst zum Nachmittagstee gereicht wurden.
Heute finden sich auf dem Weihnachtsteller außerdem noch die beliebten Nürnberger Lebkuchen und die Aachener Printen. Aus Holland kamen die Spekulatius zu uns. Die Leckerli aus Basel und die bekannten Mandelmakronen wurden vermutlich im 17. Jahrhundert über Frankreich und Italien nach Bayern eingeführt.
Traditionell wird in vielen Familien an jedem Adventssonntagen eine Kerze am Adventkranz entzündet und bei Tee oder Punsch wird Weihnachtsgebäck gereicht.
Lebkuchen
Im 15. und 16 Jahrhundert waren Lebkuchen aus Honigkuchenteig ein trockenes Gebäck und dienten mehr zum anschauen und aufheben, als zum Essen. Es war Tradition dass auf Lebkuchen besinnliche Bilder abgebildet wurden. Lebkuchen wurde im 15. und 16. Jahrhundert nicht nur zu Weihnachten, sondern auch zu Ostern, zu Hochzeiten oder als Taufbeigabe verschenkt. Lebkuchen dienten aber auch als Heil- und Arzneimittel, da sie Nüsse und Mandeln als Zeichen für Tod und Auferstehen (Schale und Kern) enthalten.



Und morgen schreibe ich Euch mein persönliches Stollenrezept auf. Das gelingt immer und irgendwie ist er immer sehr schnell alle.

 
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