Zoo Karlsruhe: Flusspferd „Karl Wilhelm“ zieht nach Tschechien - UPDATE -

#1 von ConnyHH , 12.06.2017 12:20

Flusspferd „Karl Wilhelm“ zieht nach Tschechien
9. Juni 2017 von Thomas in Zoo News

Zitat
„Karl Wilhelm“ hat den Zoo Karlsruhe verlassen. Der junger Flusspferdbulle bekommt ein neues Zuhause in Tschechien mit zwei Weibchen.



Zum 300. Stadtgeburtstag am 17. Juni 2015 ist der Flusspferdbulle im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe auf die Welt gekommen. Passend zu seinem Geburtstag hatte er den besonderen Namen „Karl Wilhelm“ erhalten – wie der Stadtgründer von Karlsruhe. Mit seinen fast zwei Jahren ist er am heutigen Freitag (9. Juni) in den Zoo Dvůr Králové in der Tschechischen Republik umgezogen.
Dort wird mit Karl Wilhelm eine neue Flusspferdgruppe aufgebaut. Dafür ist extra eine komplett neue Anlage gebaut worden. Diese wird sich der gebürtige Karlsruher zukünftig mit zwei jungen Weibchen teilen, die in den vergangenen Wochen bereits von Dänemark und England nach Tschechien gezogen sind.

„Karl Wilhelm“ war das erste Flusspferd, das nach 14 Jahren im Karlsruher Zoo geboren wurde. Die Nachwuchspause ging auf die Empfehlung des Zuchtkoordinators für Flusspferde zurück, denn die mittlerweile jeweils 30 Jahre alten Kathy und Platsch hatten lange Jahre für den Gen-Pool eher uninteressante Erbanlagen. Vorerst soll jetzt nicht mehr gezüchtet werden. Kathy bekommt deshalb schon länger wieder Verhütungshormone.

Karl-Wilhelm ging ohne Scheu in die Transportbox

In den vergangenen Wochen hatte das Tierpflegerteam des Dickhäuterhauses regelmäßig mit „Karl Wilhelm“ trainiert. Das zahlte sich jetzt aus. Freiwillig stapfte der junge Flusspferdbulle am frühen Morgen in die auf der Außenanlage stehende Transportbox. Diese wurde dann mit einem Radlader auf einen LKW des Zoos Dvůr Králové verladen.


„Karl Wilhelm“ zieht in der Transportbox von Karlsruhe nach Tschechien. (Foto: Zoo Karlsruhe)

Für den kleinen Bullen wurde es Zeit, da er sich in den vergangenen Wochen immer mehr mit seinem Vater Platsch angelegt und gekabbelt hat. „Wir sind sehr froh, dass er jetzt in sein neues Zuhause kommt“, betont Revierleiter Robert Scholz. „Wenn Jungbullen eine gewisse Größe bekommen, wollen sie sich austesten. Dann kann es auch schon mal zu größeren Verletzungen kommen. Mit dem Umzug kehrt bei Platsch und Kathy jetzt wieder Ruhe ein.“



Quelle vom Bericht:
http://www.parkerlebnis.de/zoo-karlsruhe...hien_45177.html

Habe bei Facebook gelesen, dass Karl-Wilhelm gut in Tschechien angekommen und bereits mit den beiden Flusspferd-Damen des Hauses zusammen ist.

Alles Gute Karl-Wilhelm



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zuletzt bearbeitet 16.08.2017 | Top

RE: Zoo Karlsruhe: Flusspferd „Karl Wilhelm“ zieht nach Tschechien - UPDATE -

#2 von ConnyHH , 16.08.2017 16:50

- UPDATE -

Flusspferd Karl Wilhelm gestorben
15.08.2017 / HP Zoo Karlsruhe

Zitat
Der zweijährige Flusspferdbulle Karl Wilhelm ist im Zoo Dvůr Králové nach einer Beißattacke eines weiblichen Flusspferds gestorben.

Karl Wilhelm wurde zum 300. Stadtgeburtstag am 17. Juni 2015 im Zoologischen Stadtgarten geboren. Nachdem er zu alt geworden war, um weiter bei seinen Eltern zu bleiben, wurde er am 9. Juni in den tschechischen Zoo abgegeben, wo er mit zwei Flusspferdweibchen eine sehr große Naturanlage bewohnte.

Kurz nach dem Umzug war es schon zu aggressivem Verhalten eines der beiden Weibchen gegenüber Karl Wilhelm gekommen, was bei einer Vergesellschaftung jedoch nicht unüblich ist. Dieses Verhalten legte sich vorerst wieder, die Tiere lagen auch direkt zusammen. Dann kam es jedoch zu einer heftigen Beißattacke, bei der Karl Wilhelm schwer am Hinterbein verletzt wurde.

Von den Mitarbeitern im Zoo Dvůr Králové wurde der junge Flusspferdbulle ins Winterquartier gebracht und dort tierärztlich und tierpflegerisch sehr gut versorgt. Dennoch starb das in Karlsruhe als Besucherliebling bekannte Tier. Karl Wilhelm war das erste Flusspferd, das nach 14 Jahren im Karlsruher Zoo geboren wurde. Die Nachwuchspause ging auf die Empfehlung des Zuchtkoordinators für Flusspferde zurück, denn die mittlerweile jeweils 30 Jahre alten Kathy und Platsch hatten lange Jahre für den Gen-Pool eher uninteressante Erbanlagen.

"Auch wenn solch tragische Ereignisse nie bei einer Vergesellschaftung ausgeschlossen werden können, ist es für uns dennoch sehr traurig, diese Nachricht zu erhalten", betont der Karlsruher Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Karl Wilhelm war für den Aufbau einer neuen Zuchtgruppe im Zoo Dvůr Králové vom Zuchtbuchkoordinator ausgewählt worden.



Quelle vom Bericht:
https://presse.karlsruhe.de/db/meldungen..._gestorben.html

Er war doch gerade erst dort angekommen und obendrein noch viel zu jung...

Mach's gut Karl-Wilhelm



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zuletzt bearbeitet 27.08.2017 | Top

RE: Zoo Karlsruhe: Flusspferd „Karl Wilhelm“ zieht nach Tschechien - UPDATE -

#3 von heidi_z ( Gast ) , 16.08.2017 19:58

Ruhe in Frieden Karl Wilhelm.
Niht nur deine Karlsruher Freunde vermissen dich!

heidi_z
zuletzt bearbeitet 27.08.2017 19:23 | Top

RE: Zoo Karlsruhe: Flusspferd „Karl Wilhelm“ zieht nach Tschechien - UPDATE -

#4 von ConnyHH , 27.08.2017 19:23

Tod von Hippo Karl Wilhelm: "Hätte auch bei uns passieren können"
16.08.2017 / 11:30 Uhr

Zitat
Nach dem Tod des Karlsruher Hippos Karl Wilhelm ist die Trauer in den sozialen Netzwerken groß. Doch es wird auch Kritik am tschechischen Zoo laut, an den der Jungbulle abgegeben wurde. Zu Unrecht, findet der Karlsruher Zoo-Chef Matthias Reinschmidt. Im Gespräch mit ka-news weist er die Vorwürfe an beiden Zoos zurück.

"Mir fehlen die Worte". Matthias Reinschmidt ist im Gespräch mit ka-news hörbar betroffen. Am Dienstag wurde der Chef des Zoologischen Stadtgartens in Karlsruhe in einer Email darüber informiert, dass der zweijährige Flusspferdbulle Karl Wilhelm nach einer Beißattacke im Zoo Dvur Králové verstorben war. Der Karlsruher Publikumsliebling war erst im Juni in seine Heimat gezogen.

"Es gibt immer ein Restrisiko"

Im Karlsruher Zoo hatte man gehofft, dass Karl Wilhelm in einem wesentlich größeren Gehege mit zwei Flusspferdweibchen die Rolle des Stammhalters einnehmen würde. Die Entscheidung, das Flusspferd abzugeben, verteidigt Reinschmidt. "Karl Wilhelm war bereits im Flegelalter", erklärt er. Immer wieder sei es zu potentiell gefährlichen Auseinandersetzungen mit seinem Vater Platsch gekommen. "Es war die richtige Zeit ihn abzugeben", so der Zoo-Chef.

Nach der Ankunft im Zoo Dvur Králové hatten die beiden Weibchen gegenüber ihrem neuen Mitbewohner aus der Fächerstadt aggressives Verhalten gezeigt. Das ist nach Einschätzung des Karlsruher Zoo-Chefs an sich nicht ungewöhnlich. "Bei einer Vergesellschaftung besteht immer ein Restrisiko", schildert er, "es kann grundsätzlich immer Probleme geben, wenn ein neues Tier hinzukommt."

Karl Wilhelm habe in dem großen Gehege des tschechischen Zoos aber ausreichend Rückzugsmöglichkeiten gehabt. In Karlsruhe wurde man über die anfänglichen Kabbeleien unterrichtet. Dieses Verhalten legte sich allerdings zunächst wieder. "Die Tiere lagen direkt beisammen", so Reinschmidt, "es schien, als habe sich alles beruhigt."

Zoo-Chef verteidigt tschechischen Zoo

Die Kritik in den sozialen Netzwerken, die tschechischen Tierpfleger hätten die tödliche Beißattacke auf Karl Wilhelm verhindern können, weist Reinschmidt entschieden zurück. "Das hätte auch bei uns passieren können. Wenn man Tiere zusammenbringt, kann es immer Probleme geben", betont der Zoo-Chef, "dass es jetzt zu einer so schweren Attacke kam, dafür kann kein Pfleger etwas."

Der Schock für das Team im Zoologischen Stadtgarten sei groß. "Wir sind alle sehr betroffen. Umso schöner ist die große Anteilnahme auf Facebook." Nach einer Obduktion wird der Körper des Flusspferdes allerdings nicht nach Karlsruhe überführt, sondern kommt nach Aussage des Karlsruher Zoos in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt.

Die Geburt von Karl Wilhelm war 2015 eine Punktlandung zum 300. Stadtgeburtstag. Das kleine Hippo war zudem das erste Flusspferd, das nach 14 Jahren im Karlsruher Zoo geboren wurde. Ob es nochmal Nachwuchs bei den Karlsruher Flusspferden geben wird, steht derzeit noch nicht fest. Die Entscheidung liege beim Zuchtkoordinator, so Reinschmidt.



Quelle Bericht / Interview:
http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/K...art6066,2105105



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
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