16. Dezember 2017

#1 von Admins-Team , 16.12.2017 09:36

16. Dezember





Na, habt Ihr schon einen...??

Der Weihnachtsbaum - typisch deutsch?

Festlich geschmückter WeihnachtsbaumEin immergrünes Gewächs wie der Tannenbaum symbolisiert schon seit jeher Lebenskraft und Gesundheit - bereits in vorchristlichen Kulturen und Religionen wurden daher zu bestimmten Festtagen Haus und Hof mit Lorbeer- oder Tannenzweigen geschmückt, getreu dem Moto: bleib´ gesund und hol´ Dir Leben in´s Haus. Auch das Dekorieren ganzer Bäume war bereits in mittelalterlichen Zeiten zu beobachten, denn schon damals war es Brauch gewesen, zu gegebenen Anlässen einen Mai- oder Richtbaum aufzustellen. Schon in der Kirche des Mittelalters war es an Weihnachten üblich, einen Paradiesbaum aufzustellen, diesen mit Äpfeln zu behängen und in Gedenken an Adam und Eva so genannte Paradiesspiele aufzuführen. Was den klassischen Weihnachtsbaum anbetrifft, so lässt sich sagen, dass sich zumindest der allgemein übliche Brauch, einen solchen in seinem eigenen Heim aufzustellen und festlich zu schmücken, erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts so ganz allmählich durchgesetzt hat. Seine Premiere feierte der Weihnachtsbaum übrigens - wer hätte das gedacht - in Deutschland, allerdings zunächst wohl nur in den wohlhabenderen Gesellschaftsschichten, denn Tannenbäume waren seinerzeit in Deutschland und Umgebung äußerst rar, so dass man schon über ein gewisses Kleingeld verfügen musste, um sich einen Weihnachtsbaum überhaupt leisten zu können. So war es schließlich einer Herzogin namens Dorothea Sibylle von Schlesien vergönnt, in die Geschichte einzugehen, stellte sie doch 1611 in ihrem Schloss den ersten von Kerzen beleuchteten Weihnachtsbaum auf.

Doch insbesondere die katholische Kirche hatte mit dem Weihnachtsbaum so ihre Probleme und konnte diesem neuartigen Brauch recht wenig abgewinnen - in ihren Augen sei das eigentliche Weihnachtssymbol die Weihnachtskrippe, welche an Weihnachten aufgestellt werden solle, und nicht ein Tannenbaum, wohlmöglich noch mit Süßigkeiten und ähnlichen "Lappalien" behängt. Ergo wurden geschmückte und leuchtende Weihnachtsbäume viele Jahre hinweg ausschließlich in protestantischen Regionen gesichtet. Über die Jahre wurde der katholische Widerstand gegen den Christbaum glücklicherweise immer geringer, so dass es der Weihnachtsbaum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dann endlich auch in die katholischen Wohnzimmer geschafft hatte. Ab diesem Zeitpunkt verbreitete sich die Weihnachtsbaum-Tradition von Deutschland ausgehend recht rasant über ganz Europa: nach England, in die Niederlande, nach Italien und selbst bis nach Russland hat es der Christbaum dank deutscher Vorreiterfunktion geschafft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts brachten deutsche Auswanderer und Seeleute den Brauch, einen Weihnachtsbaum aufzustellen, schließlich auch nach Nordamerika. Heutzutage ist der Weihnachtsbaum aus den Wohnzimmern der christlichen Welt nicht mehr wegzudenken - alleine in Deutschland werden Jahr für Jahr über 600 Mio. EUR für knapp 30 Mio. Christbäume ausgegeben; wenn das mal nicht eine stolze Entwicklung ist.

Und egal, wie man ihn schmückt, zu einem richtigen Weihnachtsfest gehört er eben dazu. Wir haben unseren in diesem Jahr erstmals hier selbst geschlagen, also nun richtig im Vogtland angekommen.


Und so sah er im vorigen Jahr aus....

 
Admins-Team
Beiträge: 304
Registriert am: 23.01.2014


RE: 16. Dezember 2017

#2 von GiselaH , 16.12.2017 19:30

Lieben Dank für die interessante Geschichte um die Herkunft des Weihnachtsbaumes.

Mein Weihnachtsbaum steht seit heute im Wohnzimmer. Allerdings ist er noch nicht geschmückt.
In diesem Jahr habe ich ihn von einem Kollegen bekommen, der Weihnachtsbäume auf seinem großen Grundstück hat.
Dort dürfen die Bäume in Ruhe wachsen und werden auch nicht mit Pestiziden verseucht.

 
GiselaH
Beiträge: 24.342
Registriert am: 10.02.2009


   

17. Dezember 2017 ~ 3. Advent ~
15. Dezember 2017

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen