20. Dezember 2017

#1 von Admins-Team , 20.12.2017 09:37

20. Dezember





Winterzeit bedeutet Märchen,
verwunschen, glitzernd, zauberhaft.
Gefroren fein, wie tausend Härchen,
oder dick verschneit, wie Schnee das schafft.

An’s Fenster malt er Ornamente,
wie Blumen, Farne, Kugeln gar.
Mancher Maler, wenn er das könnte,
wär stolz und fänd‘ es wunderbar.

Wirkt festgehauen, wie aus Stahl.
Doch ist das Kunstwerk sehr fragil.
Denn Sonnenstrahlen ohne Zahl
Lassen Tropfen tauen, ach so viel.

Drum hat es seinen eignen Reiz,
zu wissen um die Vergänglichkeit,
so liebt man auch, was soll der Geiz,
mit Recht die kalte Herrlichkeit.

Besonders, da man immer weiß,
der nächste Frühling kommt bestimmt.
Geduld ist hier gefragt ganz leis,
denn Tag für Tag sich wärmer trimmt.

Heidi Schmitt-Lermann



Oft haben wir in der Weihnachtszeit Blumen verschenkt oder geschenkt bekommen.



Die Amaryllis ähnelt in ihrer Optik stark der Narzisse. Doch während die Narzisse eine der beliebtesten Frühlingsblumen ist, wird die Amaryllis – auch bekannt als Ritterstern – vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit verschenkt. Durch ihre farbenfrohen Blüten sorgt sie auch in der kalten Jahreszeit für eine sommerliche Atmosphäre im Wohnzimmer des Beschenkten. Mit einer verschenkten Amaryllis vermittelt man Zuneigung und Bewunderung für eine bestimmte Person, aber nur auf freundschaftlicher Basis. Sie sollte keinesfalls verschenkt werden, um jemanden seine Liebe zu gestehen (besser: die rote Rose oder auch Tulpe).



Der Weihnachtsstern ist eine beliebte Pflanze der Weihnachtszeit. Er stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und kann dort bis zu fünf Meter groß werden. Der Weihnachtsstern wurde von dem Naturforscher und Reisenden Alexander von Humboldt nach Europa gebracht. Beliebt ist er wegen seiner kaminroten Hochblätter. Der Weihnachtsstern blüht nur dann, wenn er nicht mehr als zwölf Stunden Licht bekommt. In Europa wird er so gezüchtet, dass er zur Adventszeit blüht. In seiner Heimat hingegen blüht er fast das ganze Jahr.

Bekannt ist er auch unter dem Namen Adventsstern. In Chile und Peru wird er "Krone der Anden" genannt. Besonders beliebt ist der Weihnachtsstern in den USA. Dort ist der 12. Dezember der Poinsettia Day. In Frankreich ist er unter dem Namen "Liebesstern" bekannt. Die Bezeichnung "Liebesstern" geht möglicherweise auf eine der vielen Legenden zurück, die sich um den Weihnachtsstern ranken.

Eine dieser Legenden berichtet davon, dass die roten Hochblätter des Cuitla-xochitl, wie der Weihnachtsstern in der Sprache der Azteken heißt, aus dem Herzblut einer unglücklich verliebten aztektischen Göttin entstanden. Sie sahen in ihm ein Symbol der Reinheit. In Mexiko heißt der Weihnachtsstern "Flores de Noche Buena" (Blume der Heiligen Nacht).

Weitere Legenden berichten davon, wie ein mexikanisches Mädchen zum Heiligabend in einer Kirche betete, jedoch keine Opfergaben mitbringen konnte. Da sie sehr fromm war und ihre Gebete ehrlich waren, erblühte durch ein Wunder, ein Weihnachtsstern vor ihren Füßen. Eine weitere Legende erzählt, wie das Mädchen weinend vor dem Altar stand und aus ihren Tränen ein Engel erschien, der ihr auftrug Blätter vom Wegrand aufzusammeln. Diese Blätter sollen sich vor dem Altar in wunderschöne Weihnachtssterne verwandelt haben.

 
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RE: 20. Dezember 2017

#2 von GiselaH , 20.12.2017 19:37

Liebe Marina,

das Gedicht ist wunderschön und auch die Geschichten um den Amaryllis und den Weihnachtsstern habe ich sehr gern gelesen.

 
GiselaH
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zuletzt bearbeitet 20.12.2017 | Top

   

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