An Aus


RE: Miezehumpfs Osterblatt 4

#1 von babs , 21.04.2011 18:14

4. Tag[/size]



Hasengespräch

Ein Osterhase fragt einen andern:
„Wollen wir zusammen wandern,
den Kindern bunte Eier bringen,
wenn die Vöglein fröhlich singen?“

„Ostern wird es - es ist an der Zeit,
daß wir aufbrechen nun zu zweit.“
Ostereier sind gefärbt, gesagt, getan –
die beiden gehen ihre Arbeit nun an.

Der Eierkorb ist furchtbar schwer.
Ein Schubkarren fährt vor ihnen her.
Sie ziehen fröhlich mit ihrer Fracht,
zeitig los, noch vor Ende der Nacht.

Eine Otter, die sie treffen, will ein Ei.
Lieber möchte sie aber gleich zwei.
„Gekocht sind die? Oh weh, oh ach!“
Sie verschwindet ohne in ihrem Bach.

Nach zwei anstrengenden Stunden
ist das moosige Osternest gefunden.
Schnell werden die bunten Eier verteilt
und hurtig wieder dann davon geeilt.

Die Osterhasen machen sich davon –
Heimliche Freude ist ihr kleiner Lohn.
Osterhasenträume soll es weiter geben;
sie bereichern unser frühes Kinderleben.


Sieglinde Seiler



Ostern

aufe bzw. Tauferneuerung: Im 4. Jahrhundert wurde die Osternacht zur großen Taufnacht der Kirche, dadurch entstand die Verbindung von Ostern und Taufe. In der katholischen Kirche weiht der Priester in der Osternacht das Taufwasser für das ganze Jahr. Die Gläubigen nehmen das geweihte Wasser mit nach Hause, es soll sie zuhause ebenso so wie ihre Häuser vor Unheil schützen.
Die Eucharistie- (Abendmahls-)feier als Vergewisserung der Gegenwart des Auferstandenen Christus.

Piero della Francesca: Auferstehung Christi, 1463 - 65, Fresko und Tempera, in der Pinacoteca Comunale in Sansepolcro
Ein Teilablass wird demjenigen Gläubigen gewährt, der sein Taufversprechen nach einer dafür vorgesehenen Formel erneuert; geschieht dies während der Feier der Qsternacht oder am Jahrestag der Taufe, so kann ein vollkommener Ablass gewonnen werden.

Das Lamm - oder eine junge Ziege - ist Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter, es ist das klassische Opfertier im Alten Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.

Im 12. Jahrhundert wurden erstmals nachweislich Eier geweiht. Eier gelten seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol; im Mittelalter waren sie als Zahlungsmittel bedeutend. Sie wurden zum Symbol der Auferstehung Christi, weil seine Auferstehung aus dem Grab dem Schlüpfen der Küken aus der Schale verglichen wurde. Neben Eiern wurden bald auch Schinken, Milchprodukte und Brot zur Weihe gebracht. Man wollte die lange Fastenzeit mit dem Verzehr der geweihten Speisen würdig beenden.

Evangelische Familien entwickelten im 17. Jahrhundert den Osterhasen als Eierlieferanten, erstmals erwähnt um 1680 im Elsass von dem Mediziner Georg Franck von Frankenau. Er sollte die Eier bemalen, verstecken und legen. Damit wollten die Protestanten sich von den Katholiken distanzieren, deren Fastenbräuche und Eierweihe sie ablehnten. Der Osterhase ist Symbol für Ostern und neues Leben wegen seiner Fruchtbarkeit - besonders im Frühling - und weil er mit offenen Augen schläft. Auch der Hahn brachte in manchen Gegenden die Eier, in der Schweiz der Kuckuck, in Westfalen der Fuchs, in Thüringen der Storch. im fränkischen Ansbach wurde 1757 angeblich ein eierlegender Hase gefangen und darüber rein Protokoll verfasst. Erst im 19. Jahrhundert konnte sich der Osterhase überall durchsetzen.

Aus Polen stammt der Brauch der Speisensegnung. Am Karsamstag oder zu Ende der Osternacht-Feier werden in katholischen und einigen orthodoxen Kirchen Speisen gesegnet, die die Gläubigen in Körben mitgebracht haben und die dann zum Frühstück am Ostersonntag im Kreis der Familie verzehrt werden .


..und was kochen wir ?

Eier mit Kräutersauce und Pellkartoffeln
4 Portionen

Zutaten:
70 g Kartoffeln
Salz
3 Zwiebeln
1 Handvoll Kerbel
1 Bund Glatte Petersilie
1 Bund Basilikum
30 g Butter oder Margarine
2 EL Mehl
400 ml Rinderfond (Glas)
8 Eier
200 g Creme fraiche
2 EL Zitronensaft
Pfeffer
Zubereitung:
Kartoffeln waschen, mit der Schale in Salzwasser gar kochen. Zwiebeln pellen, in feine Wuerfel schneiden. Kraeuterblaetter von den Stielen zupfen und die Haelfte hacken.

Zwiebeln in heisser Butter/Margarine anduensten, mit Mehl bestaeuben und anschwitzen. Rinderfond unterruehren, aufkochen, ca. 10 Minuten bei milder Hitze kochen lassen. Eier 8 Minuten kochen, abschrecken und pellen.

Creme fraiche mit Kraeuterblaettern und dem Zitronensaft puerieren, mit den gehackten Kraeutern in die Sauce geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kartoffeln pellen und mit den Eiern und der Sauce anrichten.


Osterbräuche
Osterreiten, Osterreiter-Prozessionen, Kreuzritt
Termin: Ostersonntag
Das Osterreiten am Ostersonntagmorgen ist seit 1541 verbürgt und erinnert an die Flurumgänge zum Schutz der Saaten. Es ist eine Prozession mit Choralgesängen und festlich geschmückten Pferden, die vorchristliche und christliche Bräuche vermischt
Alljährlich, am Ostersonntag findet in der Gegend zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda ein Ereignis der besonderen Art statt.
Zum vergrössern einfach das Bild rechts anklicken

Die katholischen Osterreiter verkünden die frohe Botschaft über die Auferstehung Jesu Christi, auf ihrem Weg in die Nachbargemeinde singen und beten sie.

Angeführt von den Fahnenträgern, den Trägern der Christusstatue und des Kreuzes, versammeln sich die Reiter vor der Kirche und werden vom örtlichen Geistlichen gesegnet und verabschiedet.

Die Pferde sind festlich geschmückt und werden zum Teil von weit her ausgeliehen. Die festliche Tracht der Osterreiter besteht aus Gehrock und Zylinder, das Pferdegeschirr ist aufwendig mit Muscheln oder mit Metallbeschlägen verziert.

In der Nachbargemeinde werden die Reiter beköstigt und beten auf dem Friedhof für die Verstorbenen.

Ursprünglich ritten die heidnischen Slawen im Frühjahr um ihre Felder, um sich eine gute Ernte zu erbitten. Dies kann man heute noch in Ostro beobachten, wo die Männer vor dem eigentlichen Osterritt frühmorgens die Felder umreiten.

Nach der Christianisierung der Slawen wurde der Brauch des Osterreitens von der Kirche übernommen und zieht Jahr für Jahr tausende Besucher in die Sorbische Oberlausitz.

Wie bei allen Völkern waren und sind auch die Bräuche der Sorben Ausdruck ihrer Kultur und Lebensweise, ihrer Sehnsüchte und Hoffnungen, ihrer Lebensfreude und ihres Humors. Sie sind entstanden auf der Grundlage des sozialen Umfeldes der dörflichen Bevölkerung.

Die Bräuche ordnen sich streng ein in den Ablauf des bäuerlichen Arbeitsjahres, sind entscheidend geprägt vom kirchlichen Kalender und bilden die Höhepunkte des Familienlebens.

Wir laden Sie recht herzlich ein, das Osterfest mit den Sorben zu begehen. Nehmen Sie es zum Anlass und besuchen Sie unsere zweisprachige Lausitz.

Ostern ist für uns das größte Fest. An diesem Tag wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.

In den Pfarrgemeinden der katholischen sorbischen Oberlausitz wird dieser kirchliche Feiertag auf ganz besondere Weise begangen. Schon seit mehreren Jahrhunderten ist es Tradition, dass am Ostersonntag Männer zu Pferd in Prozessionen die Botschaft von der Auferstehung Christi in die Nachbargemeinde tragen.

Ausgangspunkt der feierlichen Osterreiterprozession ist die jeweilige Pfarrkirche, wo die Osterreiter vom Pfarrer gesegnet und ausgesandt werden. Sie übernehmen die Kirchenfahnen, das Kreuz sowie die Statue des Auferstandenen. Die Männer, festlich geschmückt mit schwarzen Hosen, Gehrock, Zylinder und Stiefeln reiten als kirchliche Prozession paarweise hintereinander.

Bei der Ankunft am Zielort umrunden die Osterreiter die Kirche, vor allem aber den Friedhof, um den Verstorbenen die Botschaft von der Auferstehung zu verkünden. Nach einer Pause bei Familien des Dorfes werden die Osterreiter unter Glockengeläut zum Heimritt verabschiedet.


Das ist ein Brauch, der mir sehr am Herzen liegt und wer die Möglichkeit hat, das mal zu erleben, sollte es tun. Es ist ein einmaliges Erlebnis.



und nun noch ein einfacher Bateltipp

Aus Watte kannst du ganz einfache Schafe basteln


Du benötigst dafür:

Watte
rosa Tonkarton
Schere, Klebstoff
Bleistift
schwarzer Stift
[size=200]Bastelanleitung für ein Schaf


Zeichne auf den Tonkarton einen Schafkopf (ca. 3 cm lang, 4,5 cm von Ohrenspitze zu Ohrenspitze).
Schneide den Kopf dann aus.


Klebe ein wenig Watte zwischen den Ohren fest.


Male ein Gesicht auf.


Fome aus der Watte ein Ei.


Klebe den Kopf an dem Watte-Ei fest.


Schon ist das Schäfchen fertig.

.. und sieht auf dem Osterfrühstückstisch niedlich aus.

Kommt gut durch den Tag

LG Frauchen Miezehumpf

 
babs
Beiträge: 12.391
Registriert am: 31.07.2009


   

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