An Aus


RE: Bericht von Anneliese K.

#1 von Natty , 18.09.2011 20:46

Im Auftrag von Anneliese ...... hier ihre Einschätzung:



Troll: Andauernde Konfrontation, Steigerung der bedrohlichen Situation und Rettung im Eisbärengehege am Wahlsonntag, 18.9.2011

Gegen Mittag waren Tosca und Nancy auf dem Mutter-Kind-Gehege. Im großen Gehege lag wie gehabt Troll vor der Höhle, Katjuscha darinnen. Kopf an Kopf, Schnauze an Schnauze. Ein Bild des Friedens. Und so sahen das auch einige Beobachter, die notorisch zu einer idyllischen Interpretation der Lage neigen. Sie ließen sich auch dadurch nicht beirren, dass dieser Zustand schon reichlich lange anhielt: Katjuscha hatte keine Chance, zu entweichen, Troll hütete sie wie eine Geisel.

Die Höhle hat nur einen Ausgang zum Bärenhof hin, nicht in einen Innenkäfig. Die Pfleger konnten ihr diesen Ausgang also nicht so ohne weiteres öffnen.

Ein paar Male wollte Troll ein wenig promenieren, hatte aber Angst um den Verlust des Objektes seiner Begierde (in welcher Hinsicht auch immer) und kehrte schnell zurück. Ein paar Male begehrte Katjuscha auf, brüllte, stand auf, ging sogar einen Schritt vor und riss das Maul auf. Sofort brüllte Troll zurück, aber deutlich lauter als sie. Katjuscha ließ den Kopf hängen. Troll entfernte sich immer nur ein paar Schritte weit, kehrte um und brüllte, wenn sie eine Vorwärtsbewegung machte.

Es war klar, Troll bewachte eine Gefangene und dachte gar nicht daran, sich durch Tricks ablenken zu lassen.

Herr Röbke erklärte wie auch schon am Freitag, dass man Troll jedenfalls nicht durch Geräusche und delikate Nahrungsangebote ablenken könne. Ein Eisbär, der von Natur aus darauf angelegt sei, lange ohne Nahrung auszukommen, würde sich durch Lachse oder Rinderkeulen nicht von seinem Spielzeug ablenken lassen, wenn es ihm denn wichtig genug sei. Gerade gestern hätten sie es noch mal versucht; es erwies sich wieder mal als erfolglos.



Katjuscha machte noch ein- oder zweimal einen Ausbruchsversuch, wiederum vergeblich. Seit Freitagmorgen dauerte nun schon ihre Geiselhaft.



Dramatische Wende!

Gegen 15 Uhr sah ich plötzlich Tosca über das Gelände hetzen. Troll bemerkte das sofort und jagte ein Stück in ihre Richtung. Tosca hatte sich auf „Knuts Eck“ gerettet. Vorerst. Troll brüllte, jagte hin und her, seine Überlegungen waren leicht zu deuten, wie in einem aufgeschlagenen Buch: Beide, Katjuscha und Tosca, wollte er haben, keine wollte er entweichen lassen. Katjuscha schlich sich ein Stück die Wand entlang, aber zu langsam, sie schaffte es nicht bis zum rettenden Eingang. Troll jagte brüllend heran, trieb K. ein Stück zurück, so weit, bis sie wieder im Höhleneingang war.

Dieser erste Eingang links führt, wie erwähnt, nicht in einen Käfig, sondern auf den Bärenhof, so dass man von dort aus K. nicht so einfach retten konnte.

Noch einmal jagte Troll in Toscas Richtung an Knuts Eck, die sprang vor Panik ins Wasser und schwamm zu ihrer Insel. Diesen Moment wusste Katjuscha endlich zu nutzen, sie rannte an der Wand entlang und schaffte es diesmal in einen Eingang zum Innengehege. Man hörte den Schieber runterknallen.

Troll brüllte vor Zorn, war ihm doch sein Lieblingsspielzeug entschwunden. Aber es verblieb ja noch ein Opfer - Tosca. Schnaubend vor Zorn und brüllend stürzte er ins Wasser. Was er mit Tosca gemacht hätte, wenn er sie erreicht hätte, vermag ich nur zu raten (Gottseidank!). Kurz bevor er ihre Insel erreichte, verließ Tosca dieselbe, sprang ins Wasser, war schnell am Festland und rannte um ihr Leben (diese dramatische Zuspitzung erlaube ich mir mal und halte sie wirklich nicht für übertrieben!). Troll konnte sie nicht einholen. Man hörte wieder eine Klappe fallen. Auch Tosca war gerettet.

Wutschnaubend rannte Troll nun über das Gelände und brüllte immer wieder furchterregend. Weißer Schaum stand und tropfte um sein Maul. Er war furchtbar enttäuscht und erregt darüber, dass man ihm die beiden Riesenspielzeuge weggenommen hatte. Wütend versuchte er sie doch noch zu fangen. Dabei ging er selbst in die Falle. Auch hinter ihm schloss sich das Gitter.

Nach dieser glückseligen Wendung hatte man Tosca und Katjuscha den Zugang zum Mutter-Kind-Gehege geöffnet. Kati schwamm und rubbelte sich lustvoll am Felsen. Ich behaupte, man sah ihnen das Glück über die wundersame Errettung an.

Ein großes Lob für die wackere Tosca! Hatte man sie doch aufs Gelände geschickt, um Troll zu verwirren und Katjuscha zu retten. Hätte sich Tosca als erste gerettet, wäre Katjuscha wohl in der Falle geblieben, weil nicht geistesgegenwärtig und schnell genug angesichts des großmächtigen und wachsamen Troll.

Aber es hätte auch schiefgehen können.
Ich danke den Pflegern für ihren Mut und ihren geschickten Schachzug. Ansonsten hätte man wohl irgendwann Troll betäuben müssen, denn sehr viel länger hätte Katjuscha das kaum ausgehalten. Und Tosca, die das nicht unbedingt freiwillig gemacht hätte (Altruismus hin oder her), danke ich für blitzschnellen Reaktionen und die richtigen Entscheidungen.

Morgen gibt es ein paar Flaschen guten Sekt für die Pfleger, von mir. Natürlich mit den Worten der ehrlichen Bewunderung für ihre mutige und durchdachte Tat. Erleichtert sind wir nun alle.

Aber wohin mit Troll?


Berln, 18.9.2011, A. Klumbies

 
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zuletzt bearbeitet 07.01.2014 | Top

RE: Bericht von Anneliese K.

#2 von Ludmila , 18.09.2011 20:54

Liebe Anneliese und Natty!
Danke für den Bericht. Ich kann mich nur freuen, dass alles gut gegangen ist. Tosca hat die Situation gerettet. Ich möchte nich denken, was passieren könnte.
:winkewinke:


 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#3 von GiselaH , 18.09.2011 22:26

Mir gefällt die Art und Weise nicht, in der dieser Beitrag geschrieben ist.

Nur ein paar Beispiele dafür, weshalb ich den Beitrag unterste Schublade finde:

"... wollte Troll ein wenig promenieren, hatte aber Angst um den Verlust des Objektes seiner Begierde ",
"seine Überlegungen waren leicht zu deuten, wie in einem aufgeschlagenen Buch:",
"Troll brüllte vor Zorn, war ihm doch sein Lieblingsspielzeug entschwunden. Aber es verblieb ja noch ein Opfer - Tosca. "
"Wutschnaubend rannte Troll nun über das Gelände und brüllte immer wieder furchterregend."
"Er war furchtbar enttäuscht und erregt darüber, dass man ihm die beiden Riesenspielzeuge weggenommen hatte. "

Es gibt da noch jede Menge mehr, was einer sachlichen Berichterstattung widerspricht. Troll ist ein ganz normaler Zooeisbär und auch er muss mit dieser ungewohnten und stressigen Situation zurechtkommen, in die ihn Menschen gebracht haben.

Ganz ehrlich - dieser Bericht geht für mich gar nicht :negativ: . Das ist das Niveau der Zeitung mit den 4 Buchstaben.

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RE: Bericht von Anneliese K.

#4 von water , 18.09.2011 22:27

Ich empfinde diesen Bericht als skandalös. Es hört sich an wie in der Bild Zeitung. Dies sind Tiere und keine Menschen und keine Monster.
Die Wortwahl ist absolut daneben und von Sachlickeit so weit entfernt, dass ich mich frage, was ihr damit bezweckt.


 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#5 von Birgit B , 18.09.2011 22:27

Liebe Anneliese und Natty


nun ist ja alles gut ausgegangen dank Tosca
sie ist halt schlau...sie läßt ihre Freundin nicht im Stich...
Ich denke sie werden Troll auf die Mutter und Kind Anlage tun
und die Ladys auf die große das sie zu alle zu ruhe kommen
ich bin gespannt wie es weiter geht...
Ich hoffe sie haben aus diesem Fehler gelernt
Lg an Euch
Eure Birgit :knuti_geschminkt:


 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#6 von LeenaP , 18.09.2011 22:32

Danke, GiselaH.

Wir sollten nicht vergessen, dass wir es hier mit Raubtieren zu tun haben.

Wäre es nicht besser, wenn hier nur Forumsmitglieder für sich selber schreiben würden?

LeenaP

 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#7 von Gitta , 18.09.2011 22:32

Ich hatte dazu schon etwas in der Waldschänke geschrieben.

Zitat von Gitta und Dusty
Ich denke nicht, dass die reisserische Art der Darstellung im aktuellen Newsticker dem Eisbär Troll gerecht wird.

Hier folgen Tiere ihrem Instinkt und nicht niederen Beweggründen!

Ein gefundenes Fressen für die Gazetten, von der angeblichen "Zickenfraktion" ins "Monsterlager" überzuwechseln.

Das ist doch hoffentlich nicht der Sinn der Sache!

Das ist absolut unwissenschaftlich! :flop:


Gitta

 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#8 von BarbaraBerlin , 18.09.2011 23:09

Auch ich bin entsetzt, wie der Bericht abgefasst ist.
1. Bei den vier Eisbären handelt es sich um Tiere und nicht um Menschen, daher ist die Wortwahl völlig indiskutabel.
2. Wenn man von Opfern reden will, so sind alle vier Eisbären Opfer. Opfer der Berliner Zoopolitik.

LG
BarbaraBerlin


 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#9 von AdsBot [Google] ( gelöscht ) , 18.09.2011 23:23

Zitat
Ein großes Lob für die wackere Tosca! Hatte man sie doch aufs Gelände geschickt, um Troll zu verwirren und Katjuscha zu retten.

Ich danke den Pflegern für ihren Mut und ihren geschickten Schachzug.




Beim Lesen dieses Zooberichtes wird mir einfach nur noch übel, ein billiger Groschenroman auf Kosten der armen verwirrten Tiere, wie billig.

Ein geschickter Schachzug der Pfleger??

Es ist verantwortungslos und grob fahrlässig von den Pflegern, Tosca auf die große Anlage zu schicken um Troll zu verwirren. Tosca ist voller Panik wenn sie Troll sieht oder riecht.

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RE: Bericht von Anneliese K.

#10 von Frans , 18.09.2011 23:30

Vielen Dank, liebe Anneliese, für deinen Bericht!

Wenn man nicht am Gehege ist, ist es sehr schwierig ein gute Einschätzung von der Situation zu machen. Wenn ich Fotos von Gestern und Heute sehe, dan seht das Verhalten van Katjuscha und Troll auf einige Bilder nicht nur friedlich aus; es seht aus ob eine Annäherung zwischen beiden schon halb gelungen ist, wenn sie Haupt-an-Haupt liegen.

Anderseits war es m.M.n. fast schon beim Anfang klar, das es eine andere Tierordnung geben soll mit Troll dabei. Drei weibliche Tiere und ein Man, das ist ein Harem, mit alles was sich dabei, auch bei Tiere, so abspielt. 'Unterste Schublade' kann ich das nicht finden, es ist m.E. einfach die Situation in welche den Eisbären sich jetzt befinden. Und ja, in einem Harem sind den Weibchen Spielzeug, egal Menschen oder Tiere.

Das meint nicht, das ich mit das Idee von ein Harem aus moralischen Blickpunkt einverstanden bin. Oder das ich die Situation im Berliner Zoo gut find. Ingegenteil. Aber weil es m.E. einfach die tatsächliche Situation ist, versuche ich es unter Augen zu sehen wie es ist, mit alle weniger schöne Sachen der dabei einbegriffen sind.

Vorher war Tosca "Leitbärin", eine Rolle die sie nicht einfach ablegen wollte. Gut zu verstehen das sie darum so aufgeregt ist! Das sie Nancy den Zahn verletzt hat, habe ich auch nur heute verstanden. Es beweisst m.M.n. meine 'Theorie' - in soweit man aus den Ferne und von Fotos und Berichten überhaupt eine 'Theorie' machen kann.

Anstrengend ist das alles sicher, für Mensch und Tier. Gerettet? Vielleicht - das hängt ab von was weiter passiert... Diese 'Rettung' ist aber eine Chance und ein gutes Moment für der Zoo, die Zusammenführung nochmal ruhig zu überlegen und - vielleicht zum ersten Mal? :o - gut darüber nach zu denken was es noch für Alternative gibt. Hoffen wir das der Zoo diese Chance auch tatsächlich angreift!

Nochmal vielen Dank für deine bildend geschilderdes Bericht! Ich muss ehrlich sagen, das wenn ich heutemittag hörte das allen innen waren, mir ein Stein von Herzen gefallen ist. Sicher ist es nicht leicht, heute zu tage in der Zoo Berlin zu sein... nicht für Menschen, und sicher nicht für Tiere ...

Herzliche Grüsse,
Frans

 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#11 von Frans , 18.09.2011 23:37

Liebe Uli,

Ob Tosca in Panik ist? Ich denke, sie ist eher sehr Böse, das Troll sie passiert als Leitbärin. Und ja, das ganze ist noch schlimmer weil Troll auch noch viel Starker ist wie sie. Die Ordnung im Gehege - und damit für den Eisbären die Welt - steht auf den Kopf.

Du hast natürlich alle Recht das Bericht ein Groschenroman zu finden, aber vielleicht sollst du doch auch bedenken wie hier den Aktoren sind (der die Groschenroman machen) und wie die Autor von das Zoobericht. Beide haben ihre eigene unterschiedene Verantwortlichkeiten; das soll man gut aus einander hohlen.

Herzliche Grüsse,
Frans

 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#12 von BEA ( gelöscht ) , 19.09.2011 08:54

Ich wundere mich , dass Natty sich dafür hergibt, und einen solchen "Auftrag" übernimmt.


Hier wird versucht, von jemanden ,den man nicht greifen kann, über Dritte ( Natty) sein
miserables Geschreibsel an ein Publikum zu bringen.

Dies hat nicht mit Infomation zu tun, sondern ist übelste Polemik auf Kosten von gestressten und völlig überforderten Tieren,und hat nur einen einzigen Sinn : Sensationsgier zu bedienen.

Dies ist die falsche Plattform für solche "Autoren"

Die Yellow Press wird dankbar sein, jemand hat ihr die Arbeit abgenommen.

Bea

BEA

RE: Bericht von Anneliese K.

#13 von Erika-Friesenknuts † , 19.09.2011 09:03

Es ist einfach schrecklich was mit den Tieren geschieht :seufz: :seufz: wenn man das alles ließt :flop: :negativ:

schließe mich den Worten von Ulli an was würde passieren wenn Tosca nicht so stark wäre :seufz: gar nicht aus zu denken :negativ:

ich mache mir große Sorgen um die Eisbären :seufz: warum setzt man diesen Tieren einem so großen Streß aus :seufz: :negativ:

LG Erika u. die Friesenknuts


 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#14 von Erika-Friesenknuts † , 19.09.2011 09:08

Danke Bea für deine Info :!: :!:

Wir die Auswärtigen sind ja darauf angewiesen was berichtet wird über die Eisbärensituation im Berliner Zoo :positiv:

Eine Frage, hätte ich gerne beantwortet wie ist die jetzige Situation der Eisbären wirklich :?:

Erika


 
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RE: Bericht von Anneliese K.

#15 von walli ( gelöscht ) , 19.09.2011 09:09

Für mich ist dieser Bericht sehr dramatisch formuliert :shock:

Wenn ich das so lese ,bekomme ich es mit der Angst zu tun :shock:
und schlafe wahrscheinlich jetzt noch schlechter :shock:

Für mich oder wie ich die Sache sehe ,kann ich in einem Satz hier schreiben:

Die Zusammenführung bedeutet für alle vier Eisbären den totalen Streß und sollte so schnell wie möglich beendet werden.

Aber man muß hier keinen Gänsehaut Thriller schreiben um die Mitglieder noch mehr zu verunsichern. :flop:


walli

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