Miezehumpf's Oster-Kalender 2011

RE: Miezehumpfs Osterblatt 5

 von babs , 21.04.2011 18:17

4. Tag[/size]




Morgenstern, Christian (1871-1914)

Das Häslein

Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.
Plötzlich rauscht das nasse Gras -
stille! Nicht gemuckt!
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has.

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
lass die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen...

Um uns beide - tropf - tropf - tropf
traut eintönig Rauschen...
Auf dem Schirmdach - klopf - klopf - klopf...
Und wir lauschen... lauschen...

Wunderwürzig kommt ein Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;

Schiebt gemächlich seitwärts, macht
Männchen aller Ecken...
Herzlich hab ich aufgelacht
Ei, der wilde Schrecken!






Osterbräuche

Osterfeuer / Osterlicht

Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die 6 Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta) hatten dafür zu sorgen, dass niemals das heilige Feuer ausging.

Am Ostermorgen tanzt die Sonne bei ihrem Aufgang. Um ihr Tanzen zu sehen, ging man mancherorts frühmorgens auf die Berge. Man begrüsste die tanzende Sonne, in dem man selber tanzte.

Das Urfeuer war die Sonne, sie wurde u.a. in Ägypten göttlich verehrt. Die Osterfeuer wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert. Denn man versuchte so, die Sonne mit dem Frühlingsfeuer magisch auf die Erde herab zu ziehen. Auch Flammenräder ließ man von Hügeln hinabrollen.

Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie galten auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums, der Ernte....

Am Abend des Ostertages leuchten von den Anhöhen die Osterfeuer, brennende Räder rollen zu Tal und leuchtende Scheiben werden in hohen Bögen über die Felder getrieben. So weit der Lichterschein dieser Feuer reicht, bringt er dem Lande Glück und Gedeihen. Früher wurden diese Osterfeuer auf besondere Weise entzündet. Wenn man zum Osterberge ging, löschte man zuvor im Hause das Herdfeuer.

Auf dem Berge wurde dann neues Feuer entzündet mit Stein und Stahl - dem altertümlichen Feuerzeug. Nur das auf diese Weise entzündete Feuer galt als heilig, es galt als das Feuer der verjüngten Jahressonne, das auf die Erde kam. Wenn die Feuer auf den Bergen erloschen waren, nahm man brennende Fackeln mit, um zu Hause das Herdfeuer wieder in Brand zu stecken.

Zum Scheiterhaufen des Osterfeuers musste jeder Holz oder anderen Brennstoff beisteuern, den die Jugend des Dorfes, Lieder singend, einsammelte. Im Feuer wird häufig eine Strohpuppe verbrannt - es dürfte ein Sinnbild des sterbenden Winters sein

CHRISTLICHES OSTERFEUER:

Unser heutiges christl. Osterfeuer entstammt also den heidnischen Frühlingsfeuer, die ersten wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht.

Die Bedeutung des Osterfeuers wurde auf Gott übertragen. Der Glauben ist das Osterlicht, Ausgangspunkt unseres Lebens. Weiter steht die Sonne als Sieger über den Winter und als Erwachen nach einer langen kalten Zeit. Ebenso kann das Erscheinen von Jesu gedeutet werden.

Im 11. Jht. waren sie im deutschsprachigen Raum verbreitet. Damals musste das Feuer aus einem Stein geschlagen, oder mittels Brennglas entflammt werden. Die darauffolgende Weihe des Feuers hat sich in unserer Liturgie bis dato erhalten.

OSTERFEUER HEUTE:


Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht.

Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird.

Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten, Regionen und Gemeinden von Jungen Burschen Holz und Reisig gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet. Dort, wo Osterfeuer symbolhaft für das Lichtwerden durch die Auferstehung Christi stehen, ist es Brauch, dass sie am Abend des Ostersonntags mit dem Licht der Osterkerze aus der Pfarrkirche entzündet werden.




Osterrezept

Osterfladen nach Schweizerart

Für den Teig:
250 g. Weizenmehl,
125 g. Butter,
1 großes .Ei,
1 Msp. Salz,
3 EL Wasser evtl. mehr,
3 EL Himbeerkonfitüre evtl.mehr
Für die Füllung:
½ l Milch,
½ TL Salz,
100 g. Rundkornreis Camolino,
3 Eigelb,
150 g. Zucker,
100,g. Rahmquark,
50 ml Rahm,
60 g. Sultaninen,
2 EL Abgeriebene Zitronenschale,
100 g. Mandeln geschält und gehackt,
3 Eiweiß
zum Bestäuben: Puderzucker

Zubereitung:
Das Mehl sieben, in die Mitte eine Vertiefung druecken und die Butter in kleinen Stuecken hineingeben. Ei, Salz (1) und Wasser hinzugeben und schnell zu einem festen Teig zusammenarbeiten. Den Teig zu einer Kugel formen und etwas flachdruecken. In Klarsichtfolie einwickeln und ca. 60 Minuten kalt stellen.

Fuer die Fuellung, die Milch zusammen mit dem Salz (2) aufkochen. Den Reis hinzufuegen und bei kleiner Hitze unter gelegentlichem Umruehren zugedeckt 20 bis 25 Minuten quellen lassen. Den gekochten Reis auskuehlen lassen.

Die Form ausbuttern. Den Teig ca. 4 mm dick auswallen, die Form damit auslegen und einen Rand formen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit der Konfituere bestreichen.

Die Eigelbe zusammen mit der Haelfte des Zuckers cremig ruehren. Den Quark und den Rahm daruntermischen. Die gewaschenen Sultaninen, die Zitronenschale sowie die Mandeln hinzufuegen und unter den Milchreis geben. Die Eiweisse zusammen mit dem uebrigen Zucker zu samtigem Schnee schlagen. Diesen unter die Fuellung ziehen, auf dem Teigboden verteilen und glattstreichen.

Den Osterfladen im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad 10 Minuten anbacken. Dann auf 200 Grad zurueckschalten und ca. 25 bis 30 Minuten weiterbacken.

Den Kuchen 3 bis 4 Minuten stehen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter erkalten lassen.

Kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestaeuben.


Unsere lieben Schweizer mögen mich korrigieren, wenn ich hier was falsch gemacht habe.



Wir basteln nochmal ..


Eier mit Salzteigmotiven


Material:
Enteneier (da sie eine festere Schale als Hühnereier haben)
Salz
Mehl
Tapetenkleister
Knoblauchpresse
Messer
Wasserfarben
Pinsel
Lack
Bändchen
So geht's:
Hierfür wurden ausschließlich Enteneier verwendet, da sie eine festere Schale haben als Hühnereier. Meistens sind sie von Natur aus grün , so brauchen sie nicht einmal grundiert oder bemalt zu werden.
Nachdem die Eier gereinigt wurden, werden sie vorsichtig ausgeblasen (z.B. mit einem Kompressor).
Das Rezept des Salzteiges für etwa acht Eier:
20 dag (ein dag = 10g) glattes Mehl
10 dag feines Salz
1/2 Teelöffel Tapetenkleisterpulver und soviel Wasser, dass ein geschmeidiger Teig entsteht.
Er soll nicht kleben, aber auch nicht bröseln.

Jetzt geht es an das Modellieren. Für das Gras wird eine Knoblauchpresse verwendet. Noch besser geht es mit einem Spritzgitter, durch das der Teig gedrückt und dann mit einem Messer abgenommen wird.
Einfach auf das Ei drücken, es hält gut.




Eine Hälfte des Eis gestalten und dann an der Luft trocknen lassen. Die zweite Hälfte am nächsten Tag modellieren und ebenfalls ein paar Tage zum Trocknen liegen lassen.
Nach dem Trocknen wird es mit Wasserfarben bemalt.




Wenn auch diese trocken sind, mit Acryllack lackieren und noch ein Band zum Aufhängen daran fixieren.





[size=150]Viel Spaß beim basteln und verschenken !!



Einen schönen Tag für Euch
LG Frauchen Miezehumpf

babs
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RE: Miezehumpfs Osterblatt 5 babs 21.04.2011
 

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