Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#1 von ConnyHH , 01.06.2018 15:22

Ausgebrochene Zoo-Tiere wieder eingefangen
01.06.2018 / 15.04 Uhr / AFP/dpa/sen

Zitat
Aufregung in der Eifel: Um die Mittagszeit waren gefährliche Wildtiere aus dem Zoo in Lünebach ausgebrochen. Während ein Bär erschossen wurde, wurden die anderen Tiere nach einer großen Suchaktion wieder eingefangen.

Die Raubtiere aus dem Eifel-Zoo in Lünebach sind nach Behördenangaben „in ihrem Gehege“. Derzeit würden die Zäune geprüft, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Bitburg.

Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar waren nach ersten Erkenntnissen am Freitag aus dem Zoo in Rheinland-Pfalz ausgerissen. Der Bär wurde erschossen, nach den anderen Tieren gesucht. Unter anderem waren Kräfte von Feuerwehr und Polizei sowie Tierärzte im Einsatz.

Auf WELT-Nachfrage bestätigte die Polizeiinspektion Prüm die Suchaktion. Der Zoo sei überschwemmt worden. Über der Eifel hatte ein großes Unwetter getobt, das in einigen Gegenden für Schäden gesorgt hatte.

Polizei warnt Anwohner

Auch im Zoo seien die Gehege beschädigt worden, sodass die Tiere hätten entlaufen können, schrieb der SWR. Anwohner wurden gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten und bei Tiersichtungen die Polizei zu informieren.

Der Eifel-Zoo liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier entfernt. Er beherbergt nach eigenen Angaben rund 60 exotische und einheimische Tierarten und insgesamt rund 400 Tiere auf 30 Hektar, darunter Sibirische Tiger und Löwen.

Der Kölner Kaufmann Hans Wallpott erwarb 1965 Teile des heutigen Zoogeländes, das früher zur Fischzucht diente. Mit den Jahren wurde der Zoo ausgebaut und erweitert. Bis heute ist der Eifel-Zoo im Besitz der Familie Wallpott.

© Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten.



Quelle vom Bericht:
https://www.welt.de/vermischtes/article1...ingefangen.html

***********************************

Bär bereits erschossen

Entwarnung: Raubtiere aus Eifel-Zoo sind im Gehege
Von Daniel Fersch, Lars Wienand / 01.06.2018 / 14:41 Uhr

Zitat
Aufregung in der Eifel: Mehrere Raubtiere eines Zoos sind ausgebrochen, hieß es. Ein Bär musste erschossen werden.


Ein Löwe in seinem Gehege im Eifel-Zoo Lünebach: Die Behörden warnten, er und weitere Raubtiere seien ausgebrochen. (Quelle: Archivbild/dpa)

Behörden haben am Freitag vor ausgebrochenen Raubtieren aus dem Eifel-Zoo Lünebach gewarnt. Ein Bär wurde erschossen, nach zwei Tigern, zwei Löwen und einem Jaguar wurde gesucht, weil auch bei ihnen ein Ausbruch vermutet wurde. Die Kreisverwaltung teilte dann mit, diese Tiere seien im Gehege. Nun würden die Zäune geprüft. Die Tageszeitung "Trierischer Volksfreund" hatte zuvor gemeldet, dass die Tiere mit einer Drohne gesichtet werden konnten und auf dem Gelände des Zoos seien

Über die Katastrophenwarn-App hatten die Behörden eine Warnung vor gefährlichen Tieren herausgegeben. Die örtliche Feuerwehr rief in Lautsprecherdurchsagen zur Vorsicht wegen der Tiere auf. Die Menschen in der Nähe wurden aufgerufen, Häuser und Wohnungen zunächst nicht zu verlassen und bei Sichtung der Tiere die Polizei anzurufen.

Die Feuerwehr ist in dem Ort aktuell im Einsatz, weil auch er unter Wasser steht. Auch das Zoogelände außerhalb ist nach schweren Regenfällen überflutet. Direkt durch den Zoo fließt der Bierbach, der wenige Hundert Meter entfernt in das Flüsschen Prüm mündet. Der Sprecher der Kreisverwaltung konnte zunächst nicht bestätigen, dass das Hochwasser Ursache des Ausbruchs ist.

Der Eifel-Zoo in Lünebach beherbergt nach eigenen Angaben rund 60 exotische und einheimische Tierarten und insgesamt rund 400 Tiere auf 30 Hektar, darunter Sibirische Tiger und Löwen. Der Gründer des Zoos, der Kölner Kaufmann Hans Wallpott, ist im vergangenen Jahr gestorben. Er hatte 1965 Teile des heutigen Zoogeländes erworben, das früher zur Fischzucht diente. Mit den Jahren wurde der Zoo ausgebaut und erweitert. Bis heute ist der Eifel-Zoo im Familienbesitz.



Quelle vom Bericht:
https://www.t-online.de/nachrichten/pano...-im-gehege.html

***********************************

Nach Unwetter: Ausgebrochene Tiger und Löwen in Rheinland-Pfalz wieder eingefangen
Aktualisiert am 01.06.2018-14:06

Zitat
In Lünebach in der Eifel sind Löwen, Tiger und ein Jaguar aus einem Zoo ausgebrochen. Ein Bär wurde erschossen. Die anderen Tiere fingen die Einsatzkräfte wieder ein.


Löwen im Eifel-Zoo Lünebach. Bild: Picture-Alliance

Die aus ihren Gehegen entkommenen Raubtiere in der rheinland-pfälzischen Eifel sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wieder eingefangen worden. Zuvor hatte der „Trierische Volksfreund“ darüber berichtet. Demnach konnten die Tiere mit einer Drohne auf dem Gelände des Zoos entdeckt werden.

Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar waren nach am Freitag ausgerissen, sagte ein Sprecher der zuständigen Kreisverwaltung in Bitburg in der Eifel. Auch ein Bär war aus seinem Gehege entflohen, er wurde demnach bereits erschossen. Nach den übrigen Tieren wurde mit einem Großaufgebot gesucht.

Die Tiere konnten ausbrechen, nachdem es bei einem Unwetter in der Nacht zu Überschwemmungen auf dem Gelände gekommen ist. Nach Angaben einer Polizeisprecherin in Trier wurden die Gehege während des Unwetters über der Region in der Nacht zum Freitag überschwemmt und teilweise unterspült. Dadurch seien zum Teil auch Zäune „durchlässig“ gewesen.

Der Eifel-Zoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier entfernt. Der Zoo wirbt auf seiner Homepage mit den Raubkatzen als Attraktion. Insgesamt leben demzufolge rund 60 exotische und einheimische Tierarten auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände. Darunter sind Sibirische Tiger und Afrikanische Löwen. Der 1972 eröffnete Zoo ist ein privater Betrieb und befindet sich in Familienhand.



Quelle vom Bericht:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/...n-15617906.html

Ich bin sehr froh, dass das Ganze glimpflich abgegangen ist. Für den Bären tut es mir sehr, sehr leid...



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
ConnyHH
Beiträge: 30.274
Registriert am: 04.02.2009

zuletzt bearbeitet 01.06.2018 | Top

RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen

#2 von Brigitte ( Gast ) , 01.06.2018 17:26

Gut,dass alles so ausging,aber um den Bären tut es mir auch ganz sehr leid!

Brigitte

RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen

#3 von Ludmila , 01.06.2018 19:30

Traurig, dass der Bär erschossen wurde. Super, dass die andere Tiere gefangen wurden.


 
Ludmila
Beiträge: 10.722
Registriert am: 23.02.2009


RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen

#4 von GiselaH , 01.06.2018 19:50

Ich habe gelesen, dass die Großkatzen gar nicht ausgebrochen waren. Sie hätten sich im Gehege versteckt.
Da man Löwe und Co nicht so einfach einfangen kann, glaube ich das auch.
Mit tut es um den Bären leid

 
GiselaH
Beiträge: 23.804
Registriert am: 10.02.2009


RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#5 von ConnyHH , 01.06.2018 20:03

- UPDATE -

Falscher Alarm im Eifel-Zoo

Nur erschossener Bär war in Freiheit
01.6.2018 / 16:00 Uhr

Zitat
Die Raubtiere, die am Freitagvormittag aus dem Eifel-Zoo in Lünebach ausgebrochen sein sollen, haben den Zoo wohl gar nicht verlassen. Nur der Bär war kurzzeitig aus dem Gehege entflohen, was für ihn tödlich endete.

Die zwei Löwen, zwei Tiger und der Jaguar hatten sich laut Kreisverwaltung Bitburg-Prüm nur in ihren Gehegen versteckt. Sie seien mit einer Drohne aufgespürt worden, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung.

Zuvor war von einem Ausbruch die Rede gewesen. Die Raubkatzen seien aber in ihren Gehegen geblieben, der Bär sei im Zoo selbst auf Wandertour gegangen. Das Tier wurde später erschossen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe wohl zu keinem Moment bestanden.

Es sei aber noch nicht klar, ob die Gehege sicher seien. Die Polizei kontrolliere die Zäune. Feuerwehr und Polizei befürchten, dass das Unwetter die Einzäunungen so stark beschädigt habe, dass die Raubkatzen aus dem Zoo ausbrechen könnten.

Es werde nun geprüft, die Tiere vorläufig in andere Tierparks zu verlegen, im Gespräch sei der Kölner Zoo, so der Sprecher weiter. Zuvor war die Bevölkerung dazu aufgerufen worden, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben.

Nach Angaben des Landrats, Joachim Streit (Freie Wähler), war der Zoo durch die Unwetter vergangenen Nacht überschwemmt worden.

Bierbach um ein Vielfaches angeschwollen

Die Gehege des Zoos liegen nahe am Bierbach. Durch die starken Regenfälle in der Nacht zu Freitag ist der Wasserstand des Gewässers um ein Vielfaches angestiegen. Nach SWR-Informationen hat er sich stellenweise bis auf 100 Meter ausgebereitet.

Der Eifel-Zoo in Lünebach beherbergt nach eigenen Angaben rund 60 exotische und einheimische Tierarten. Auf 30 Hektar gibt es insgesamt rund 400 Tiere, darunter Sibirische Tiger und Löwen.



Quelle vom Bericht mit Video:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...el-zoo-100.html

******************************

Löwen, Tiger und Jaguar waren nie ausgebrochen
1. Juni 2018, 12:52 Uhr / Aktualisiert am 1. Juni 2018, 16:55 Uhr / Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sk, kg

Zitat
In einem Eifeler Zoo wurden mehrere Raubtiere stundenlang vermisst. Erst hieß es, sie seien ausgebrochen. Dann kam die Entwarnung – und schließlich das Eingeständnis.

Im Fall des Lünebacher Eifel-Zoos in Rheinland-Pfalz konnten die Behörden nun endgültig Entwarnung geben: Die zeitweise vermissten Raubtiere waren doch nicht aus ihren Gehegen entkommen, sondern hatten diese offenbar die ganze Zeit nicht verlassen.

Am Mittag hatte ein Sprecher des Kreises Bitburg-Prüm vor entlaufenen Wildtieren gewarnt. So hieß es, ein Bär, zwei Tiger, zwei Löwen und ein Jaguar seien aus ihren Gehegen ausgebrochen. Dem SWR zufolge wurde die Anwohner des Zoos aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und gesichtete Tiere der Polizei zu melden.

Wie den Tieren der Ausbruch gelingen konnte, teilten weder Zoo noch die Behörden mit. Medien hatten spekuliert, dass die Gehege der Tiere durch die Unwetter der vergangenen Tage teilweise zerstört worden waren.

Eine offizielle Bestätigung für diese Berichte gab es allerdings nicht. Dafür aber schon kurz nach der Warnung die Entwarnung – zumindest in Berichten der Deutschen Presse-Agentur und des Trierischen Volksfreunds: Alle Tiere seien wieder eingefangen worden.

Auch diese Meldung stimmte nicht ganz, denn der ebenfalls als entlaufen gemeldete Bär war tatsächlich entlaufen und konnte nicht wieder eingefangen werden, sondern musste nach Behördenangaben auf einem Weg im Zoo erschossen werden.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert, hatte für die erhöhte Zahl an Schlagzeilen aus dem Lünebacher Eifel-Zoo eine simple Erklärung: Wegen der Überschwemmungen – tatsächlich eine Folge der Unwetter – sei zunächst nicht erkennbar gewesen, dass sich Löwe, Tiger und Co. stets in ihren Gehegen befunden hätten. Diese liegen im unteren Teil des Zoos, in weniger regnerischen Zeiten idyllisch gelegen in der Nähe des Flusses Prüm.

Kruppert zufolge soll nun geprüft werden, ob die Gehege noch in Ordnung sind, die Tiere würden bis dahin ständig überwacht. Notfalls müssten die Tiere in einen anderen Zoo gebracht werden.



Quelle vom Bericht:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges...en-tiger-baeren

Puuuuhhhhh, gottseidank! Nichtsdestotrotz tut es mir für den Bären sehr, sehr leid.



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
ConnyHH
Beiträge: 30.274
Registriert am: 04.02.2009

zuletzt bearbeitet 01.06.2018 | Top

RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#6 von Kragenbärenfreund ( Gast ) , 01.06.2018 23:03

Der arme Kragenbär tut mir so leid :(
Es gab bestimmt Leute, die ihn jede Woche besucht haben, die sich aufs Wochenende gefreut haben, nur um den Bären besuchen zu können...
Dieser Gedanke macht mich wahnsinnig traurig :(

Kragenbärenfreund

RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#7 von Ludmila , 02.06.2018 07:14

Es ist sehr traurig mit dem Kragenbär.


 
Ludmila
Beiträge: 10.722
Registriert am: 23.02.2009


RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#8 von Traudel ( Gast ) , 02.06.2018 22:27

Tut mir sehr leid um den Bären!

Traudel

RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#9 von ConnyHH , 03.06.2018 19:19

- UPDATE -

Ausbruch aus dem Eifel-Zoo

Erschossener Kragenbär Mike - das ist seine Geschichte
Von Lars Wienand / 03.06.2018 / 10:34 Uhr

Zitat
Kragenbär Mike ist tot – weil er beim Hochwasser im Eifel-Zoo in Lünebach aus seinem Gehege entkommen ist. Das ist seine Geschichte.


Kragenbären können 150 Kilo und schwerer werden. Dieses Tier ist ein Artgenosse des am Freitag erschossenen "Mike" aus dem Eifel-Zoo. (Quelle: Reuters)

Im Eifel-Zoo Lünebach klingelte am Freitag das Telefon in der Verwaltung und im Restaurant laufend. Es ging aber niemand ans Telefon, es gab andere Baustellen nach der katastrophalen Überflutung dort. Weite Teile des 30 Hektar großen Geländes standen unter Wasser, einige Tiere könnten tot sein. Zäune und Gehege waren nicht zu sehen – und die Raubtiere auch nicht: Kragenbär Mike, zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar könnten entwichen sein. Das erfuhr die Leitstelle von Polizei und Rettungsdienste in Trier über einen Notruf aus dem Zoo.

Als die Nachricht die Runde machte, war ein Tier bereits tot. Ein Jäger hatte Kragenbär Mike erlegt, der 1984 in dem Zoo geboren wurde und dort seinen Lebensabend in einem kleinen Gehege verbringen sollte. Traurig klein, fanden Besucher oft und konnten deshalb einen Hinweis lesen. "Wenn ich im Bärenhimmel bin, entsteht hier eine neue, größere und schönere Anlage!" Dem Tier, seit ein paar Jahren verwitwet und alleine, sei es wegen seines Alters nicht mehr zuzumuten, in eine andere Anlage zu anderen Bären gebracht zu werden.

Jetzt ist Mike, einer der Lieblinge der Zoobesucher, im Bärenhimmel, und Tierschützer werfen Fragen auf. Die Organisation Animal Peace erklärte bereits auf Facebook, man warte "gespannt darauf, mit welcher Begründung der Bär erschossen wurde". Militante Tierschützer fordern in sozialen Netzwerken bereits die Schließung des Zoos.

Es ist nicht das ersten Mal, dass der private Tierpark durch den mehr 150 Kilo schwere Bär Schlagzeilen macht. Mike hat in der Vergangenheit bereits drei Menschen verletzt, es waren Unfälle, aber sie haben gezeigt, dass ein Kragenbär kein Teddy ist.


Überfluteter Eifel-Zoo: Zoovögel schauen sich die Bescherung aus sicherer Position an. (Quelle: dpa)

Der im vergangenen Jahr verstorbene Zoo-Besitzer Hans Wallpott, eine Kölner Karnevalsgröße, kannte Mike schon mehr als 20 Jahre, als das Tier ihm 2007 den Arm zerfleischte: Der damals 80-jährige Wallpott, der das Gelände gekauft und den Zoo gegründet hatte, war am Personalzugang gestrauchelt und hatte Halt suchend zum Gitter gegriffen. Der Bär stürzte sich auf den rechten Arm und ließ erst ab, als ein Tierpfleger geistesgegenwärtig mit einem Spaten nach dem Bären schlug. Der Zoochef kam im Hubschrauber in eine Klinik.

Vater war zu Kind ins Gehege gesprungen

Drei Jahre später im Jahr 2010 zogen Zoobesucher einen niederländischen Touristen mit seiner dreijährigen Tochter verletzt aus Mikes Reich. Das Kind war auf den niedrigen Zaun gestiegen und vornüber ins Gehege gefallen, der Vater dann hinterher gesprungen. Beide mussten in Krankenhäuser gebracht werden, trugen aber keine bleibenden Folgen davon und machten dem Zoo keine Vorwürfe.

Glimpflich ausgegangen sei das wohl auch deshalb, weil der Kragenbär das Mädchen nicht als Beute angesehen und nicht vor dem Vater verteidigt hatte, erklärte Isabelle Wallpott damals dem "Trierischen Volksfreund". Denn ansonsten hätte er sich das Kind geschnappt und in seine Höhle geschleppt. Und überhaupt sei Mike ruhig und behäbig, weil er schon älter war und zur Fettleibigkeit neigte.

Zoo hatte Jäger verständigt

Inzwischen war der Bär weit über 30, es sind aber Fälle von Artgenossen bekannt, die älter als 40 wurden. Auf ruhiges Gemüt und mögliche Altersschwäche bei dem Tier wollte es der Jäger offenbar nicht ankommen lassen. Er sei von dem Zoo verständigt worden und deshalb schnell dort gewesen, erklärte ein Sprecher der Polizei Prüm. Sicherheit geht vor, ein Kragenbär kann von Kopf bis Rumpf 1,80 Meter groß werden und gibt ein imposantes Bild ab, wenn er sich auf die Hinterbeine stellt. Aus Asien gibt es – sehr seltene – Berichte über tödliche Angriffe auf Menschen.

Über die Umstände von Mikes Tod wurde am Freitag nicht viel bekannt, vom Zoo gab es keine Stellungnahme. Die Behörden waren mit dem Hochwasser auch weiterhin vollauf beschäftigt und konnten lediglich bestätigen, dass ein Jäger geschossen hatte. Auf dem Gelände des Zoos.

Momentan hat der Zoo aber auch noch andere Sorgen als Fragen zum Tod des Bären: Die Höhe des Schadens durch das Hochwasser ist noch nicht absehbar. "Das ist ganz schlimm", sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld. Es auch ist noch nicht klar, wie viele der 400 Tiere in den Fluten umgekommen sind.

Zoo hatte möglichen Ausbruch gemeldet

Aber die Behörden konnten erklären, wie es zum Alarm kam, der den Eifelzoo am Freitag weltweit in die Schlagzeilen brachte. Zwei Tiger, zwei Löwen, ein Jaguar in Deutschland auf der Flucht – das griffen Medien auf allen Kontinenten auf. Dabei war nur Mike entkommen. Der Zoo hatte gemeldet, ein Bär sei ausgebrochen, und es könnten auch die weiteren Raubtiere ausgebrochen sein, erklärten Sprecher der Polizei Prüm und der Kreisverwaltung t-online.de. Ein Alarm, den die Behörden sehr ernst nehmen mussten. Die Leitstelle im nahen Trier löste eine Warnung über das Katastrophenwarnsystem des Bundes aus. Welche Tiere und wie viele – dazu gab es dort keine Angabe. Die Polizei verwies zunächst an die Kreisverwaltung. Die nannte die Tiger, die Löwen, den Jaguar. So war es dann auch in Eilmeldungen zu lesen.

Wegen der Wassermassen auf dem Gelände war es zunächst nicht möglich gewesen, nah genug an die Gehege heranzukommen und sicher zu sehen, ob sich die Tiere noch darin befinden. Der Bierbach fließt durch den Zoo und mündet dann in das Flüsschen Prüm, das weit über die Ufer getreten war. "Es war nicht klar, wo die Tiere sind", sagte Bürgermeister Kruppert.


Begehung im Zoo: Mitarbeiter und Polizei auf dem Gelände des Eifel-Zoos. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Drohnen zur Suche eingesetzt

Mit einer Drohne sollten dann die Verhältnisse an den Raubtiergehegen genauer inspiziert werden. Als diese Suche anlief, waren Mitarbeiter von Veterinäramt, Zoo, Polizei und Jäger schon darauf eingestellt, den anderen Tieren zu begegnen. Man werde versuchen, sie lebend zu fangen, sagte ein Mitarbeiter des Kreises. "Aber das geht ja nicht immer, wie man beim Bären gesehen hat."

Wegen der starken Regenfälle lieferte die Drohne dann kein Signal.Doch dann gab es Klarheit aus dem Zoo von Einsatzkräften, die sich vorsichtig vorgewagt hatten: Die beiden Löwen, die beiden Tiger, der Jaguar – alle noch im Tierpark. Sie waren nie ausgebrochen. Zu Sicherheit sei aber noch Polizei an den Gehegen, erklärte ein Sprecher der Kreisverwaltung am Freitagabend. Und die Zäune werden untersucht.



Quelle vom Bericht:
https://www.t-online.de/nachrichten/pano...nbaer-mike.html



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
ConnyHH
Beiträge: 30.274
Registriert am: 04.02.2009

zuletzt bearbeitet 05.06.2018 | Top

RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#10 von GiselaH , 03.06.2018 20:38

Die Überschrift zum letzten Artikel ist reißerisch und irreführend. Man könnte sie auch mit einem Wort bescheuert nennen!

 
GiselaH
Beiträge: 23.804
Registriert am: 10.02.2009


RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#11 von ConnyHH , 05.06.2018 00:27

Ja @GiaselaH, mich hat sie schon beim Einstellen des Artikels gestört und ich habe sie jetzt eben abgeändert.

Liebe Grüsle.



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
ConnyHH
Beiträge: 30.274
Registriert am: 04.02.2009


RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#12 von GiselaH , 05.06.2018 20:05

Diese ÜBerschrift stand so in der Presse . Aber ich finde gut, dass du sie umformuliert hast.

 
GiselaH
Beiträge: 23.804
Registriert am: 10.02.2009


RE: Eifel-Zoo: Ausgebrochene Raubtiere wieder eingefangen - UPDATE -

#13 von ConnyHH , 11.06.2018 17:42

- Update -

Unwetter im Eifel-Zoo Lünebach

Bär "Mike" drohte zu ertrinken
4.6.2018, 14:34 Uhr

Zitat
Es wird Wochen dauern, bis die riesigen Schäden im Eifel-Zoo Lünebach behoben sind. Davon geht die Senior-Chefin aus. Im Fall des erschossenen Kragenbärs wehrt sie sich gegen Vorwürfe.

In den sozialen Netzwerken hatten viele Menschen Unverständnis darüber geäußert, dass Bär "Mike" nicht gerettet werden konnte. Viele störten sich daran, dass das Tier nicht erst betäubt wurde. Einsatzkräfte sagten jedoch, dass sie keine andere Wahl gehabt hätten.

Die Vorwürfe seien völlig überzogen, sagte Anna Maria Wallpott dem SWR. Und sie seien auch falsch. Wallpott schilderte den Ablauf des Geschehens aber anders als der Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Gemeinsam mit einem Tierarzt habe man überlegt, was getan werden muss. Wallpott sagte, dass man sich bewusst gegen eine Betäubung entschieden habe. Die Wassermassen seien reißend gewesen. Der Bär wäre im Wasser "elendig ertrunken"; daher sei er erschossen worden., sagte Wallpott.

Das Bärengehege liegt im unteren Teil des Zoos nahe des Flusses Prüm. Es hatte dem Treibgut und dem Druck der Wassermassen nicht standgehalten. Ein Gitter war weggerissen worden.

Um sich vor den steigenden Wassermassen zu retten, habe der Bär versucht, das Gehege verlassen, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert (CDU). "Er ist dann auf den Gehweg gelaufen, da waren aber schon Einsatzkräfte. Weil hier eine erhebliche Gefahr für die Menschen vor Ort bestanden hat, musste der Bär erschossen werden."

Senior-Chefin Wallpott berichtete dagegen, der Kragenbär habe sich angesichts der Wasserfluten zunächst im Gehege auf einen Baum gerettet. Als er versucht habe, dort hinunter zu kommen, habe ihn das Wasser aus dem Gehege gespült und mitgerissen. Es habe keine Chance gegeben, den Bären aus dem Wasser zu retten.

Zu diesem Zeitpunkt gingen die Einsatzkräfte auch noch davon aus, dass mehrere gefährliche Wildtiere ausgebrochen seien, sagte Kreisfeuerwehrinspektor Larisch. Deshalb habe die Einsatzleitung etwa auch in umliegenden Zoos wie dem Eifelpark Gondorf Betäubungsmittel angefordert.

Diese Lage stellte sich im Verlauf des Freitags aber als glimpflich heraus. Die anderen Wildtiere hatten sich in ihren Gehegen versteckt. Wie eine Prüfung durch Statiker ergab, dürfen die Löwen, Tiger und der Jaguar in ihren Käfigen bleiben.

Wann der Zoo wieder öffnen kann, ist derzeit noch unklar. Es gebe enorme Schäden, sagte Bürgermeister Kruppert. Straßen seien komplett unterspült worden, etliche Tiergehege seien nicht mehr nutzbar. Wie teuer das alles werde, sei schwer zu beziffern. Am Montag gingen die Aufräumarbeiten weiter. "Es ist unheimlich viel Treibgut angeschwemmt worden", sagte Kruppert. Viele freiwillige Helfer hätten sich gemeldet.

Der Eifel-Zoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier entfernt. Insgesamt leben dort rund 450 exotische und einheimische Tierarten auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände. Der 1972 eröffnete Zoo ist ein privater Betrieb und befindet sich in Familienhand.



Quelle vom Bericht:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...hossen-100.html

Armer Mike... was muss er für Angst gehabt haben.



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
ConnyHH
Beiträge: 30.274
Registriert am: 04.02.2009

zuletzt bearbeitet 11.06.2018 | Top

   

Tierpark Hagenbeck: Zweiter Elefant an Herpes erkrankt - UPDATE -
Wildpark Johannismühle, neue Heimat von Brenda

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen