RE: Tierpark Berlin gelingt erstmals die Nachzucht des gefährdet

#1 von Añdreo Bagésto ( gelöscht ) , 16.10.2013 21:16

Tierpark Berlin gelingt erstmals die Nachzucht des gefährdeten Gelbfuß-Felsenkänguruhs

Das Gelbfuß-Felsenkänguruh, auch Ringelschwanz-Felsenkänguruh genannt, zählt zu den schönsten Känguruharten überhaupt. Ihr Rückenfell ist hellgrau mit einem weißen Streifen an den beiden Körperseiten. Die Ohren und Füße sind kräftig gelb- bis orangefarben abgesetzt, ebenso der Schwanz. Zusätzlich befinden sich dunkle Querstreifen auf der Schwanzoberseite. Leider sind diese schönen Känguruhs im Freiland in Südaustralien, New South Wales und Queensland bedroht. Deshalb bemühen sich australische, US-amerikanische und europäische Zoologische Gärten in Erhaltungszuchtprogrammen um den Erhalt einer Reservepopulation dieser Beuteltiere in Menschenhand.
Seit 2010 beteiligt sich auch der Tierpark Berlin an dem amerikanisch-europäischen Erhaltungszuchtprogramm und ist bis heute der einzige Zoo in Deutschland, der diese Felsenkänguruhs pflegt und dem nun auch die erste Nachzucht gelang. 2010 trafen vorerst drei Männchen aus den Zoos Los Angeles und Besançon ein. Im Januar 2013 gelang es dann in einem zweiten Transport, ein Männchen und drei Weibchen aus dem Zoo Los Angeles nach Berlin zu importieren. Mit diesem Quartett erfolgte nun die Nachzucht. Im August schaute erstmals das Köpfchen eines Jungen aus dem Beutel von Weibchen „Nanya“ (geb. April 2010 in Los Angeles). Im September verließ das männliche Jungtier immer öfter den Beutel und ist nun vollständig außerhalb des Beutels unterwegs und oft auf dem Felsaufbau zusammen mit seiner Mutter zu beobachten. Das Jungtier erhielt den Namen „Noah“. Die Tragzeit beträgt bei dieser Art etwa 30 Tage, danach krabbelt das wenig entwickelte Junge in den Beutel der Mutter und verbringt dort nochmal etwa 6-7 Monate, bevor es diesen verlässt. Außerhalb Australiens beträgt der Bestand von Gelbfußfelsenkänguruhs derzeit 81 Tiere in 7 US-amerikanischen und 4 europäischen Zoologischen Gärten. 6 (3 Männchen und 3 Weibchen) der 81 Tiere leben derzeit im Berliner Tierpark. Allerdings bleiben alle Tiere im Besitz der australischen Regierung.

Dipl.-Biol Christian Kern
Kurator für Säugetiere

Fototreff: am Freitag, 11. Oktober 2013, 11.00 Uhr, Känguruh-Anlage, gegenüber den Lamas

Weiter information: http://www.tierpark-berlin.de

Añdreo Bagésto

   

Er kann es nicht lassen...

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