MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#1 von GiselaH , 28.04.2016 20:04

In Deutschland sind Wölfe seit einigen Jahren streng geschützt.
Gestern Abend wurde gemäß der Festlegungen des Wolfsmanagements erstmals ein auffällig gewordener Wolf "entnommen". Ich hasse dieses Wort, denn er wurde erschossen.

Eine Wolfsfreundin hat einen Kommentar dazu geschrieben.
Ich denke mal, ich darf ihre Worte zitieren, denn besser kann man es nicht formulieren.

Zitat
MT6 wurde erschossen!
Dieser Wolf trug ja ein Sendehalsband, damit man ihn und sein Verhalten besser im Auge behalten kann. Leider ist der Sender schon vor Monaten ausgefallen. Es gibt tatsächlich Bilder und Videos von dem Wolf, wo er sich sehr stark an Menschen annäherte. Vermutlich wurde das Tier von Menschen gefüttert, so dass sich dieses Verhalten ausbildete (Habituierung durch Futterkonditionierung). Anfänglich war angedacht worden, den Wolf in ein Gehege zu verbringen. Doch das wäre hochgradig tierschutzrelevant gewesen.
Das Umweltministerium stand offenbar extrem unter Druck. Die Tötung eines streng geschützten Wildtieres unterliegt aber ganz klaren Vorgaben, nach welchen Kriterien so entschieden werden darf... und welches Procedere einzuhalten ist. Das alles wurde eingehalten.
Ich bin selbst noch damit beschäftigt, so viele Infos wie möglich zu sammeln, was Begegnungen und seine Distanzlosigkeit betrifft. Denn diese war ausschlaggebend für die Entscheidung.
Gerade Wölfe sind in Teilen der Bevölkerung noch immer der Inbegriff von Angst und Gefährlichkeit. Läuft also ein Wolf herum, der sich immer wieder Menschen annähert oder ihnen gar nachläuft... ist das schon ein erhebliches Problem. Schuld daran ist nicht der Wolf gewesen, sondern sind diejenigen, die den Wolf wahrscheinlich immer wieder gefüttert haben.
Der Tod dieses Wolfs hat mich sehr berührt und macht mich sehr traurig. Ein noch so junges Tier, und ich bedaure zutiefst, dass man keinen anderen Weg gesehen hat, z.B. durch intensivierte Vergrämung dem Tier seine Distanzlosigkeit abzugewöhnen.
U. Sack




Ich habe hier noch die Stellungnahme des NABU:
http://presseservice.pressrelations.de/p...del-602326.html

und einen Artikel des NDR

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersac...n,wolf2460.html

Zitat
Erste gezielte Tötung in Deutschland

Es ist das erste Mal seit der Rückkehr der Tiere, dass ein Wolf in Deutschland auf Anordnung der Behörden gezielt getötet wurde. "Über diesen Ausgang kann sich niemand freuen", sagte Wenzel. Er vermutet, dass das Tier eventuell durch Anfütterung oder sonst bei der Nahrungsaufnahme Kontakt zu Menschen gehabt habe - und auf diese Weise seine Scheu verloren habe. Er hoffe, dass die Tötung des Wolfes ein Einzelfall bleibt.



Ob wirklich alles, was der Wolf getan haben soll, tatsächlich so geschehen ist, das kann niemand zweifelsfrei sagen.
Heute ist es ja so, dass in China ein Sack Reis umfällt und der Wolf ist es gewesen.
Auf jeden Fall hatte das Tier durch MEnschenverschulden einen Teil seiner Scheu verloren und eine andere Entscheidung war wohl nicht möglich.

Ich bin sehr traurig und es tut mir schrecklich leid um das junge Tier.
Mein Herz und mein Verstand sind sich gerade ausgesprochen uneins.
Aber ich weiß, dass mein Verstand siegen wird.

 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#2 von ulliG , 28.04.2016 21:04

Ich bin erschüttert und ebenfalls sehr traurig. Kann in solch einem Fall - es ist garantiert nicht der letzte! - das Tier in einen Zoo oder Tierpark verbracht werden? Das Thema Artenschutz wird so hoch gehalten und nun dies. Am kommenden Samstag ist im Rahmen des Artenschutz sogar mindestens ein Info-Stand im Tierpark Berlin!

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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#3 von Ludmila , 28.04.2016 21:09

Wir haben in Deutschland viele Zoos und Naturparks. Man hat leider gar nicht versucht für den "Problemwolf" eine Lösung zu finden.


 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#4 von GiselaH , 28.04.2016 21:20

Man kann einen frei lebenden Wolf nicht in einem Zoo Tierpark oder Wildpark unterbringen. In meinen Augen ist das Tierquälerei.
Die Struktur eines Wolfsrudels in Freiheit unterscheidet sich grundlegend von der in Gefangenschaft. In Freiheit ist ein Wolfsrudel ein freundlicher Familienverbund.
In Gefangenschaft können Wölfe ihr natürliches Verhalten nicht ausleben. Das führt häufig zu Konflikten die nicht selten mit dem Tod eines Tieres enden.

Ich schreibe gelegentlich etwas mehr dazu. Heute fehlt mir die Zeit.

 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#5 von Ludmila , 28.04.2016 21:31

Wenn ein Wolf sich sehr stark an Menschen annäherte, dann war er nicht mehr unbedingt in einem Wolfsrudel. Außerdem ein Leben ist besser als der Tod. Auch die verletzten Tiere kommen aus der Freiheit manchmal in die Zoos.


 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#6 von GiselaH , 28.04.2016 21:59

Dieser Wolf ist in einem Familienverbund aufgewachsen. Er war auf der Suche nach einem eigenen Revier und kurze Zeit mit seiner Schwester unterwegs. Der Wolf kannte die Freiheit und wäre in einem Zoo nie glücklich geworden. Für mich gehören Wölfe zu den Tieren, die man in einem Zoo nicht einmal annähernd artgemäß halten kann.
Gefangenschaft ist in meinen Augen nicht in jedem Fall der Freiheit vorzuziehen.

 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#7 von ConnyHH , 29.04.2016 01:03

Auch mich hat diese Nachricht heute sehr traurig gemacht und mich bei FB sogar zu einer dummen Reaktion verleitet. Ich merke ganz einfach, auch wenn ich mich mit dem Thema Wölfe schon das ein oder andere mal auseinandergesetzt habe, dass ich dennoch nicht mal annähernd wirklich etwas über die Lebensweise und das Verhalten der Wölfe in freier Wildbahn weiß und das möchte ich für mich gerne ändern. Ich bin sehr froh, dass wir @GiselaH - ihres Zeichen Wolfsbotschafterin - hier bei uns im Forum haben und sie mit Sicherheit für uns eine gute Aufklärungarbeit leisten wird

Was mit dem jungen Wolf passiert ist, lässt auch meinen Verstand und mein Herz schwere Kämpfe ausfechten...



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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#8 von Birgit B , 29.04.2016 09:03

ja es macht traurig
Birgit


 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#9 von ConnyHH , 29.04.2016 19:07

Wolf-Expertin über Kurtis Tod „Besser als Gefangenschaft“
Von Schaefer_Sandra / 29.04.16, 11:07 Uhr

Zitat
Tanja Askani hat den Wölfen ihr ganzes Leben gewidmet. Niemand anders lebt so eng mit seinen Tieren wie die Frau aus dem Wildpark Lüneburger Heide. Doch sie hat nicht vergessen, dass es Raubtiere sind. „Manche Tierschützer verwechseln Wölfe mit Pudeln“, ärgert sie sich.

Sie hält den Abschuss des Wolfes für nachvollziehbar. „Dieser Wolf musste sterben, um anderen Wölfen eine Zukunft zu bieten“, sagt sie. Denn es gehe um die Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung. „Sobald ein Wolf auch nur jemanden zwickt, würde eine unglaubliche Hysterie ausbrechen.“ Das könnte die ganze Aufklärungsarbeit um die wundervollen Tiere zunichtemachen.

Askani ist froh, dass Kurti ein Leben in Gefangenschaft erspart bleibt. „Das wäre falsch verstandene Tierliebe“, sagt sie. „Das ist eine Zumutung für ein wildlebendes Tier.“ Der Wolf sei zwei Jahre alt und sicher schon tausende Kilometer gelaufen, da könne man ihn nicht einfach in ein Gehege setzen. „Was wäre das für ein Leben, womöglich noch allein?“



Quelle vom Artikel:
http://www.mopo.de/hamburg/wolf-expertin...chaft--23973266



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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#10 von HeidiHH , 29.04.2016 19:37

Ich bin völlig hin- und hergerissen, auf der einen Seite sage ich auch, besser als Gefangenschaft. Auf der anderen Seite habe ich Magengrummeln, ob dies jetzt nicht ein Freibrief ist, andere Wölfe, die irgendjemand auffällig findet, auch zu töten.

Heute stand z.B. in der B...-Zeitung ein Artikel über einen Wolf, angeblich zu dem Rudel gehörend, der sich erlaubt hat ein Reh zu reißen und auf menschliche Pfiffe reagiert. Wie es hier weitergeht, diesen Gedanken möchte ich nicht weiterspinnen.


Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. (Mahatma Gandhi)

 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#11 von ulliG , 29.04.2016 22:47

Hallo Gisela,

ich bedanke mich für Deine Aufklärung. Das war mir nicht so bewußt und kann das nun verstehen.

LG von Ulli

 
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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#12 von ConnyHH , 13.05.2016 18:51

Stellungnahme zur Tötung von Wolf MT6
02.05.2016 / von Elli H. Radinger

Wurde Kurti "zu Tode geliebt"?

Zitat
Ich bin um eine persönliche Stellungnahme zur Tötung von MT6 (alias „Kurti“) gebeten worden. Bisher habe ich mich mit einer Beurteilung bewusst zurückgehalten, denn es ist zum einen sehr schwer, etwas zu sagen, wenn man die Berichte nur aus den Medien kennt. Und wir alle wissen, dass viele Medien, wenn es um den Wolf geht, gezielt einseitig und manipulativ berichten. Zum anderen ist die Situation emotional extrem hochgeschaukelt. Ich habe darum im Folgenden nur ein paar Gedanken zusammengefasst.

Als ich vom Abschuss hörte, war mein erster trauriger und resignierter Gedanke: „Du dummer, dummer Wolf. Warum hast du dich in diese Schwierigkeiten gebracht?“
Dann dachte ich: „Gott sei Dank musste er in kein Gehege!“ Ich denke, alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass es massive Tierquälerei bedeutet hätte, einen wilden Wolf in einem Gehege unterzubringen.

Ich gehe davon aus, dass die Verantwortlichen sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Nicht die Männer, die den Wolf erschießen mussten; sie haben eine „Anordnung zur Gefahrenabwehr“ ausgeführt, und es ist gut, dass ihre Namen nicht veröffentlicht werden. Nicht die Politiker, die ein Jahr lang versucht haben, den Abschuss zu verhindern. Wurde genug getan? Der Wolf hatte ein Halsband erhalten, um zu verfolgen, wo er sich aufhält. Ein Experte aus Schweden war einflogen worden und musste unverrichteter Dinge wieder zurückkehren. Weitere intensive Vergrämungsmaßnahmen gab es anscheinend nicht, was sehr bedauerlich ist.
Wir alle haben gehofft, dass sich das Verhalten des Wolfes ändert. Aber das ist nicht geschehen. Fast ein ganzes Jahr lang hat das Tier gelernt, dass es sich ungestraft Menschen nähern kann. Ich persönlich bin der Auffassung, dass der Wolf gefüttert worden ist und/oder in irgendeiner Form erfahren haben muss, dass eine Annäherung an die Zweibeiner nicht nur keine Konsequenzen für es hat, sondern sogar belohnt wird.

Ob sein Tod gerechtfertig ist oder nicht, lasse ich dahingestellt.
Wurde Kurti „geopfert“, um die Gemüter zu beruhigen? Vielleicht.
War er gefährlich? Vermutlich nicht.
Ist die Regierung Niedersachsens mit dem Wolfsmanagement überfordert? Vieles spricht dafür.
Sind die Polizisten, die ihn getötet und die Politiker, die die Anordnung dazu gegeben haben „brutale Mörder“, als die sie im Internet beschuldigt werden? Natürlich nicht.

Den Wolf zu töten war mit Sicherheit auch eine politische Entscheidung, die wir nicht leichtfertig verurteilen können. Politiker haben eine Verantwortung und zwar allen Menschen gegenüber. Das heißt nicht nur den Jägern, Nutztierhaltern oder Wolfsschützern gegenüber, sondern auch denen gegenüber, die schlicht und einfach Angst vor dem Wolf haben. Das ist nun einmal so. Beim nächsten Hund, den Kurti dann vielleicht von der Leine einer Oma gerissen hätte, wäre das Geschrei groß gewesen.

Jeder weitere Zwischenfall hätte dem Image der Wölfe allgemein geschadet und nur diejenigen bestätigt, die gegen sie sind und „böser Wolf“ schreien. Jetzt werden die über 300 Wölfe in Deutschland, die sich irgendwo in unserer Nähe aufhalten und sich nicht blicken lassen, hoffentlich in Ruhe ihr Leben leben können. Bei den Zweibeinern scheint das dagegen nicht so einfach zu sein.

Als jemand, der schon unzählige Nah-Begegnungen mit wilden Wölfen hatte, stoße ich bei den Menschen an meine Grenzen. Wölfe bringen das Beste und das Schlimmste in uns heraus. So ist das wohl auch hier. Die Hasstiraden, die man im Netz lesen kann, sind erschreckend. Selbst auf den Seiten vermeintlicher Tierschützer. Ich war immer der Meinung, dass Tierschützer auch Menschenschützer sein müssten. Der Hass, die Mord- und Lynchandrohungen gegen die Polizisten zeigen, dass wir jedes Maß für Realität verloren haben, ganz zu schweigen von unserer Empathie für alle Lebewesen.

Wie geht es weiter?
Der Wolf ist tot. Wir können uns darüber aufregen, Mörder schreien, Kriege beginnen, uns anfeinden. Das ändert nichts. Wir müssen es akzeptieren und daraus lernen. Statt uns alle gegenseitig zu bekämpfen – Tierschützer gegen Jäger gegen Behörden – sollten wir noch mehr Energie darauf verwenden, Menschen aufzuklären. Es ist unsere Aufgabe, ihnen begreiflich zu machen, dass ein Wolf, der ihnen plötzlich gegenübersteht, keine Gefahr ist. Dass kein Grund besteht, Angst zu haben, dass sie aber auf keinen Fall verleitet werden dürfen, Wölfe zu füttern. Wir müssen noch mehr informieren, wie sich Wölfe Menschen gegenüber verhalten, denn aufgeklärte Menschen hätten vielleicht von Anfang an, Kurti gegenüber anders reagiert und ihn nicht auf irgendeine Art und Weise ermutigt, sich Menschen zu nähern.

Das gilt ganz besonders auch für die Wolfsfreunde, die das Glück haben, einen wilden Wolf zu sehen und die (verständlicherweise) diesen Augenblick irgendwie "festhalten" und wiederholen möchten. Waren sie ursächlich dafür, dass der Wolf so „zutraulich“ wurde? Ich weiß es nicht. Das muss jeder für sich selbst verantworten. Aber ich lege jedem dringend ans Herz, bei einer Wolfsbegegnung das zu tun, was für uns Wolfsfreunde am schwersten ist: Macht dem Wolf das Leben zur Hölle! Schreit ihn an und jagt ihn fort. Macht euch unbeliebt! Damit rettet ihr ihm vielleicht das Leben.

Hört auf, andere zu beschuldigen, sondern schaut nach vorn. Akzeptiert, was geschehen ist und lernt daraus. Das ist übrigens etwas, das Wölfe genauso machen würden. Wölfe sind wilde, intelligente und hoch soziale Tiere. Genießen wir es, wenn wir sie sehen, aber machen wir sie nicht zu „zahmen“ Gesellen, indem wir sie füttern oder sie ermuntern, sich uns zu nähern. Nur dann war Kurtis Tod nicht umsonst.

Und noch etwas zur Goldenstedter Wölfin. Ich glaube nicht, dass das Geschehen mit Kurti zum Anlass genommen werden kann, sie nun ebenfalls zu töten. Nutztierrisse sind nicht vergleichbar und lassen sich durch Schutzmaßnahmen vermeiden. Allerdings kann man nie wissen, was der Regierung von Niedersachsen sonst noch so alles einfällt ...

Jan Olsson hat eine Online-Petition zum Schutz dieser Wölfin eingestellt. „Mit dem Menschen! Für den Wolf.“ Mehr als 110.000 Unterstützer haben schon unterschrieben. Machen Sie bitte mit und unterschreiben Sie hier die Petition: https://www.change.org/p/nieders%C3%A4ch...C3%BCr-den-wolf



Quelle vom Bericht:
http://wolfmagazin.blogspot.de/2016/05/s...n-wolf-mt6.html



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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#13 von ulliG , 14.05.2016 08:08

Was für ein interessanter und intensiver Bericht. Hier wird anschaulich erklärt, wie Tierschutz bezüglich von Wölfen funktionieren kann.
Hoffentlich lesen dies viele Menschen, um die Verhaltensweisen zum Schutz der Tiere weiter zu geben.
Ich habe hier eine Menge lernen können.
Danke an die/den Verfasser.

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RE: MT 6 - ein junger Wolf des Munsteraner Rudels wurde "entnommen"

#14 von GiselaH , 14.05.2016 09:56

Die Gedanken von Elli Radinger verwende ich sehr oft, wenn ich mit Menschen über Wölfe diskutieren. Sie hat sehr anschaulich und umfassend erklärt warum es geht.
Es ist noch ein weiter Weg, bis wir Menschen wieder gelernt haben, mit großen Beutelgreifern umzugehen. Am besten wäre es, sie einfach in Ruhe zu lassen und nicht auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Und damit meine ich nicht nur die Wolfsgegner, sondern auch alle die die ihn einfach nur sehen oder ein Foto machen wollen.

 
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