Zoo Hoyerswerda: Steinböcke bleiben verschwunden - UPDATE -

#1 von ConnyHH , 01.12.2016 18:43

Steinböcke bleiben verschwunden
Donnerstag, 01.12.2016 / von Uwe Schulz

Zitat
Der Zoochef von Hoyerswerda wollte sich vergewissern, dass es den Tieren in Bayern gutgeht. Er bekam sie aber nicht zu sehen.

Von den drei nach Bayern verkauften Steinböcken fehlt weiter jede Spur. Eugène Bruins, Leiter des Hoyerswerdaer Zoos, war am Wochenende in Kronmühle, wo die Tiere seit Ende September leben. Vor Ort erlebte er dasselbe wie kurz zuvor Tierrechtler Frank Albrecht:

Die Steinböcke sind nicht zu sehen und der Käufer verhält sich merkwürdig. Wie Zoo-Sprecher Felix Pal sagt, habe der Käufer auf telefonische Nachfrage abermals versichert, dass es den Tieren gut gehe, sie aber an anderer Stelle untergebracht seien. Er wollte aber nicht verraten, wo. Vor Ort war der Mann für Bruins nicht zu sprechen, sodass dieser wieder abreiste.

Doch dabei will man es nicht belassen. „Der Zoo wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den Aufenthaltsort der Tiere abschließend zu klären“, sagt Pal. Per Kaufvertrag vom 22. September habe sich der Käufer schriftlich verpflichtet, „die bestmögliche Unterbringung, Pflege und veterinärmedizinische Versorgung der Tiere zu garantieren“.

Es könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass der Käufer diese Pflichten verletzt und den Zoo arglistig getäuscht habe. Pal will das zwar zunächst noch nicht kommentieren, aber es ist davon auszugehen, dass man in diesem Fall zumindest rechtliche Schritte prüft. Ansonsten geht es dem Zoo Hoyerswerda jetzt um möglichst große Transparenz. Der Aufsichtsrat wurde informiert. Zudem will man andere Zoos, Tierparks und Wildgehege über den Fall benachrichtigen.

Grundsätzlich mache sich der Zoo keine Vorwürfe. Es sei durchaus üblich, dass Tiere, sofern sie nicht unter Schutz stehen, auch an Privatpersonen verkauft werden. Üblicher wäre aber ein Tausch zwischen Zoos. Und sobald für eine Tierart ein Zuchtbuch geführt wird, läuft die Vermittlung automatisch über den Führer des Buchs.

Steinböcke gehören zur Gattung der Ziegen und genießen keinen gesonderten Schutz. Laut Pal sei man nicht stutzig geworden, zumal der Käufer die Impfungen übernommen hatte. Dass es den seinerseits angegebenen Wildpark gar nicht gibt, habe man nicht gewusst, da es keine Kontrolle gab. Dafür existierten ja Verträge. Allerdings müssen Käufer offenbar nur selten Nachkontrollen befürchten.

Nach wie vor kann nur spekuliert werden, was aus den Steinböcken geworden ist und ob sie noch leben. Denn nach allem, was bislang bekannt ist, bietet der Käufer auch Jagden in seinem Gatter an.



Quelle vom Bericht:
http://www.sz-online.de/sachsen/steinboe...en-3553452.html

Was ist das denn bitte für ein Mist? Da werden Steinböcke verschachert, man vergewissert sich vorher nicht, was für ein Käufer und Wildpark das ist, wo die Tiere hinkommen sollen?

Wenn ich alleine nur den letzten Satz lese, geht mir schon der Hut hoch!!!

Hoffentlich lässt sich der Verbleib der Steinböcke schnellstmöglich aufklären, aber da wird wohl nichts Gutes bei herumkommen.

Boah.... so was macht mich richtig wütend.



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RE: Zoo Hoyerswerda: Steinböcke bleiben verschwunden

#2 von Ursi , 01.12.2016 18:51

unfassbar 😡 und auch traurig das ganze😱

klärt man vorher nicht alles ab ???
mir fehlen die worte....

der käufer bietet jagden an 😱😡😡😡😡


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RE: Zoo Hoyerswerda: Steinböcke bleiben verschwunden - UPDATE -

#3 von ConnyHH , 24.01.2017 18:58

- UPDATE -

Steinböcke bleiben spurlos verschwunden
24. Januar 2017, 02:39 Uhr / von Catrin Würz

Zitat
Zoo Hoyerswerda informiert 200 Tiergärten über Vorfall / Verfahren gegen Käufer

Gegen den Käufer der drei Alpensteinböcke aus dem Zoo Hoyerswerda, deren Schicksal bis heute noch immer unklar ist, prüft jetzt der zuständige Landkreis Roth ín Bayern ein juristisches Vorgehen. In einem Verfahren soll ermittelt werden, inwiefern der Mann gegen Tierhaltungsauflagen oder gegen andere Gesetze wie das Jagdrecht verstoßen hat.

Wo sich die drei Alpensteinböcke befinden, die der Zoo Hoyerswerda Ende September an einen vermeintlich seriösen Betreiber eines Wildgeheges namens "Wildpark Rothsee" abgegeben hat, ist auch dreieinhalb Monate nach dem Verkauf noch immer völlig unklar. Das bestätigt Felix Pál von der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH in Hoyerswerda. Der Käufer der Tiere behauptet weiterhin, dass es den Tieren gut geht. Doch er bleibt den Beweis schuldig, dass es wirklich so ist. Der Zoo werde unnachgiebig weiter die Aufklärung der ominösen Umstände und Informationen zum Verbleib der Tiere einfordern, so ZooKultur-Sprecher Felix Pál.

Der Zoo Hoyerswerda hatte im guten Glauben, einen geeigneten Altersruhesitz für den 13-jährigen Alpensteinbock und zwei weitere Tiere aus der kleinen Herde gefunden zu haben, die drei Steinböcke an den Betreiber eines Wildgeheges aus Kronmühle in Mittelfranken verkauft. Doch schon kurz nach der Abwicklung hatte sich der aus Hoyerswerda stammende Tierrechtsaktivist und Zoogegner Frank Albrecht mit erschütternden Informationen zu Wort gemeldet. Weder gibt es in Kronmühle einen "Wildpark", in dem die Haltung von Stein böcken möglich ist, noch war dort irgendein Hinweis auf die Tiere zu finden. Ende November besuchte daraufhin auch Zoodirektor Eugène Bruins das Gehege in Kronmühle und versuchte, den Käufer zur Rede zu stellen. Was aber nicht gelang.

Und es kam noch schlimmer: Das zuständige Veterinäramt im Landkreis Roth bestätigte, dass der Tierhalter gar keine Genehmigung für das Halten von Steinböcken habe. Allerdings hatten auch die Mitarbeiter des Amtes vor Ort die Tiere nicht ausfindig machen können. Nun steht die Befürchtung im Raum, dass die Steinböcke aus Hoyerswerda für so genannte Trophäenjagden vorgesehen waren, für die manche Jäger sehr viel Geld bezahlen.

Puzzlespiel mit Rechtsverstößen

Die Landkreisverwaltung im bayerischen Roth will nun im Rahmen eines Verfahrens die genauen Umstände und mögliche Rechtsverstöße des Tierhalters aus Kronmühle prüfen. "Das ist jetzt allerdings ein bisschen wie das Suchen nach den richtigen Puzzleteilen – und zwar auf strenger juristischer Ebene", sagt der Rother Amtstierarzt Dr. Herbert Hurka. Das Amt muss die Nachweise führen, wo der Tierhalter gegen Verordnungen und Gesetze verstoßen hat. Von der Buchführung bis zum Verdacht der illegalen Tierhaltung müsse alles unter die Lupe genommen werden. "Das wird aber einige Zeit in Anspruch nehmen", kündigt der Amtstierarzt an.

Der Zoo Hoyerswerda hat indes auf seine Art gehandelt: "Wir haben mehr als 200 deutsche Zoos und Tiergärten über diesen Vorfall informiert", erklärt Felix Pál. Außerdem hat der Zoo seine Verträge um Konventionalstrafen ergänzt, welche künftig greifen sollen, wenn die vertraglich vereinbarten Haltungsbedingungen von den neuen Tierbesitzern nicht eingehalten werden. Zoo-Sprecher Pál: "Wir hoffen, so einen Fall nicht nur in Hoyerswerda, sondern künftig deutschlandweit ausschließen zu können."



Quelle vom Bericht:
http://www.lr-online.de/regionen/hoyersw...art1060,5804084

Das ist ein absolutes Unding!!!



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RE: Zoo Hoyerswerda: Steinböcke bleiben verschwunden - UPDATE -

#4 von GiselaH , 24.01.2017 20:27

Hoffentlich kommt so etwas niemals wieder vor.

Es wäre allerdings gut, wenn Zoos sich generell vor einem Verkauf gründlich davon überzeugen, ihre Tiere in gute Hände abzugeben.

 
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RE: Zoo Hoyerswerda: Steinböcke bleiben verschwunden - UPDATE -

#5 von Ludmila , 24.01.2017 20:51

Ich hoffe auch, dass so was nie wieder passiert.

 
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