An Aus


RE: Zoo-Direktor faucht Tierschützer an...

#1 von ConnyHH , 29.03.2011 00:09

Bernhard Blaszkiewitz warnt vor „Vermenschlichung"

Seit Knuts Tod steht Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz in der Kritik. Falsches Futter, falsche Haltung, falsche Betreuung – Tierschützer sind auf dem Baum, heftige Diskussionen und Streitigkeiten toben. Doch jetzt faucht Blaszkiewitz zurück.

Der Auslöser: Tierschützer fordern, mal wieder, die Eisbärhaltung im Zoo abzuschaffen. Blaszkiewitz reichts: „Das sind Tierrechtler, die Tieren die gleichen Rechte wie Menschen zusprechen. Aber da gibt es Unterschiede, die man nicht verwischen darf“, polterte der 56-Jährige erst in der „FAS“.

Und legte dann im KURIER nach: „Man kann doch menschliches Empfinden und menschliche Gefühle nicht Eins zu Eins auf Tiere übertragen. Das ist Unsinn und wissenschaftlich nicht zu begründen.“

Auch auf die Vorwürfe einer von Tierschützern geschalteten Traueranzeige reagiert Blaszkiewitz verschnupft. Dort hieß es an die Adresse des toten Bären: „Wir klagen die Zooleitung an, Dich nur verwahrt zu haben.“ Dem Zoo-Chef stinkt das ewige Genörgel. „Das ist doch nur Politik. Einfach Quatsch. Wir verwahren Tiere nicht. Wir pflegen sie, wir vermehren sie, wir wollen dass die Menschen sich bei ihrem Anblick erholen und so etwas über die Tiere lernen. Das ist wichtig.“

Auch die Proteste gegen das Ausstellen des ausgestopften Knut im Naturkundemuseum prallen an dem gebürtigen Berliner ab. „Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund. Der Bär ist tot. Er leidet nicht.“

Knuts Mitbewohnerinnen, die Eisbär-Damen Tosca, Nancy und Katjuscha dürfen Mitte der Woche wieder ins angestammte Gehege – dann ist es fertig gesäubert. (M. Bötttcher)

Quelle: BK online / 28.03.11

:whistle: :wall:



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RE: Zoo-Direktor faucht Tierschützer an...

#2 von water , 29.03.2011 16:37

Zitat
Das ist Unsinn und wissenschaftlich nicht zu begründen.“



Ich bin keine Wissenschaftlerin und muß dies daher auch nicht so begründen. Ich gehe auch davon aus, dass dies auf ein paar mehr Menschen auf dieser Welt zutrifft und auch auf "einige" Zoobesucher.
Also macht es für mich Sinn ;-) .
Ich erachte durchaus das Leben eines Menschen, auch als stinknormaler Mensch, höher als das Leben eines Tieres. Für mich würde bei einer Rettung Mensch oder Tier, eine Entscheidung selbstverständlich zu Gunsten des Menschen erfolgen.

Aber Tiere nur als Anschauung für den Menschen? Nein danke.
Ich habe auch genug positive Gefühle und Liebe, um auch Tiere als wertvolle Mitgeschöpfe zu erachten und ihnen Rechte zuzustehen und ihnen ein gutes Leben zu geben.
Viele Haustiere geben ihren Menschen alles, da sollten der Mensch ihnen auch so viel wie möglich zurückgeben.

Ich kann dieses altertümliche Gerede vom Ausstellen und der merkwürdigen Ansicht über Beschäftigung nicht mehr hören.
Auch Wissenschaftler würde eine Portion Demut vor ihren Schützlingen nicht schaden.

Glücklicherweise gibt es auch solche Wissenschaftler.


 
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RE: Zoo-Direktor faucht Tierschützer an...

#3 von Marina , 29.03.2011 20:00

water
Du sprichst mir aus der Seele. Merkt der Mensch nicht, dass er ständig die gleichen Plattheiten von sich gibt. Viele Zoodirektoren und Wissenschaftler beweisen Herz. Ich weiß nicht, ob er eines hat. Jedenfalls keins für Tiere.
Er betrachtet sie nur ales "wissenschaftliche Wesen", aber sie haben Seelen und wie man inzwischen wissenschaftlich bewiesen hat Gefühle. Das sollte doch ein "Wissenschaftler" wissen :wall: :wall:

LG Frauchen Miezehumpf




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RE: Zoo-Direktor faucht Tierschützer an...

#4 von GiselaH , 29.03.2011 20:24

Hallo water,

du hast auch mir aus dem Herzen gesprochen.

Gisela

 
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Im Gespräch: Berliner Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz

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