RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#1 von ConnyHH , 15.01.2013 11:35

Das habe ich zufällig im Netz gefunden
Der Artikel ist in englisch
Vielleicht kann jemand die Übersetzung übernehmen, allerdings ist es ein sehr langer Artikel.

Who killed Knut?
Stephen Cave / 13. November 2012

The death of a beloved polar bear casts the logic of zoos in a cold light. Are they safe havens or places of sacrifice?

The visitors to Berlin zoo crowded round the enclosure looking, pointing, waving, photographing, and calling out to the most popular inhabitant: Knut the polar bear. He was lying next to his pool, alone in the outdoor space he usually shared with three female bears. He appeared relaxed, perhaps enjoying the thin, mid-March sunshine...

Source and full report:
http://www.aeonmagazine.com/nature-and- ... servation/

:whistle:



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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#2 von BEA ( gelöscht ) , 15.01.2013 19:28

Liebe Conny :heart:

Dieser Artikel ist sehr lang.Leider finde ich noch nicht einmal die Zeit, ihn in Ruhe in der englischen Version zu lesen.
Das wird vermutlich frühestens zum Wochenende möglich sein.
Es wäre sinnvoll, wenn man sich den Inhalt durch ein Übersetzungsprogramm erschließen würde.


Bea :winkewinke:

BEA

RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#3 von ConnyHH , 16.01.2013 09:50

@Bea
Ja, das wäre in der Tat wohl die beste Lösung. :positiv:

:winkewinke:



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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#4 von Frans , 16.01.2013 10:48

Das ist das ein der sehr, sehr wenige seriöse und nachdenkliche Artikel der über Knut erschienen sein, meiner Meinung nach. Ich wird heute versuchen zu übersetzen weil es ein Artikel über Knut mit einen richtigen Inhalt ist.

:winkewinke:
Frans

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#5 von ConnyHH , 16.01.2013 11:16

@Frans
:kiss:

Ich habe es durch ein Übersetzungsprogramm laufen lassen, aber da kommt nur Kraut & Rüben bei heraus. :roll:
Ich verstehe den Inhalt, allerdings habe ich bedenken es richtig wiederzugeben. :whistle:

:winkewinke:



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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#6 von Frans , 16.01.2013 11:40

Hier ist das erste Teil. War nicht einfach zu übersetzen ... wenn ihr lest, weisst ihr warum.

Eine Bitte an den Moderatoren: Wenn ihr etwas ändern wollt um es verständlicher zu machen, könnt ihr das gern machen, ohne Überlegung.


[mittig]Wer tötete Knut?[/mittig]

Der Tod eines geliebten Eisbären wirft die Logik des Zoos in ein kaltes Licht. Sind sie sichere Häfen oder Orte der Opfer?
von Stephen Cave, 13. November 2012

In: Aeon Magazine

Stephen Cave ist eine Philosoph und Reporter.
Sein letzte Buch ist: "Immortality: The Quest to Live Forever and How it Drives Civilisation"

Die Besucher der Berliner Zoo drängten sich am Gehege, suchend, zeigend, winkend, fotografierend und rufend zu dem populärsten Einwohner: Knut der Eisbär. Er lag neben seinem Pool, alleine auf einem Felsen, in einem Gehege, welches er in der Regel mit drei Bärinnen teilte. Er schien entspannt, vielleicht genießend von die dünnen Märzlichen Sonnenschein.

Dann sprang er auf, als ob gebissen, sein linkes Hinterbein zuckte. Er begann zu drehen in einem engen Kreis, ob wie er versuchte heraus zu finden was es war, dass seinen Leib im Griff hat. Einige Beobachter lachten. "Es schien, als ob er tanzte," sagte einer von ihnen später. Aber das Lachen brach ab, als die Krämpfe im Bein in Gewalt wuchsten. Die Rotationen des Bären wurde hektischer, dann blieb er stehen. Die Krämpfe verbreiteten sich zu seinen ganzen Körper, die Kontrolle über seinen Rücken, seinen Hals, seinen Kopf. Er sah aus wie er von unsichtbaren Seilen gezogen wird, erstens seitwärts über den Felsen und dann nach unten in das Wasser mit einem gedämpften 'splash'.

Das war, wenn das Schreien anfang. Einige der Zuschauer schreiten um Hilfe, andere riefen "Knut, Knut!", als ob ihn der Gefahr zu warnen. Eine Frau wiederholte ruhig "Oh mein Gott, oh mein Gott". Mit ruckartige Bewegungen versuchte Knut seine Schnauze aus dem Wasser anzuheben und zu atmen, scheiterte aber. Er ertrank. Kinder die ihre Eltern gefragt hatten: "Was macht er denn, Mama?" fangen an zu weinen. Die Schreie der Besucher wuchs dringender, als ob sie glaubten einen übermenschliche Tierpfleger konnte tauchen um die 300 kg Bären zu retten.

Ein paar Sekunden später war nur Knuts Torso oberhalb der Wasserlinie, sein Kopf war gesunken, obwohl er noch zuckte mit den letzten Resten des Lebens. Dann brachen Blasen an der Oberfläche, da die Luft in seinen Lungen ausgestoßen wurde - und er war still, schwebend mit das Gesicht nach unten in den Pool. Sein weißer Rücken ragte aus dem Wasser wie ein Eisberg, während seine Beine und Kopf in das nasskalten grünlichen Wasserbecken unsichtbar waren. Mit der Zeit das Zoomitarbeitern kamen, um das Gehege ab zu sperren und das entsetzten Publikum wegzuführen, war klar dass Knut tot war.

Innerhalb weniger Stunden nach Knuts Ertrinken am 19. März 2011 flogen Anschuldigungen. Und sie wurden alle in eine Richtung gerichtet: an der Berliner Zoologischen Garten. Von dem Moment an, wo er dort am 5. Dezember 2006 geboren war, war der Eisbär im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Kontroversen. Nun, in einer ungewöhnlichen Allianz wurden diejenigen die gegen die Haltung von Tieren in Gefangenschaft sind, vereint mit regelmäßigen Zoo-Gänger in der Verurteilung den Weise wie Knut gehalten war. Viele behaupteten seinem Tod ankommen gesehen zu haben.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#7 von Frans , 16.01.2013 13:18

Teil 2

Knut war knapp vier Jahre alt als er starb und noch nicht ausgewachsen. Männliche Eisbären erreichen ihre volle Größe nur bis sie mindestens acht Jahre alt sind, in welcher Zeit sie rund 650 kg wiegen und 2,5 Meter hoch sein. In freier Wildbahn leben die meisten rund 15 bis 18 Jahren und einige bis zu 32. So Knut, obwohl er schon drei- oder viermal das Gewicht der durchschnittliche Mann hat, war nur noch ein Junge bei Eisbären-Standards wenn die tödliche Anfälle kamen. Sein Tod war verfrüht.
Natürlich können Bären in allen Altersstufen sterben. Junge Männer in der Wildnis haben eine harte Zeit - in der Regel wirden sie von ihren Müttern im Alter von zwei in die Unabhängigkeit geschoben, sie müssen kämpfen um in den harten Bedingungen der Arktis zu überleben. Aber Knut hat nicht zu kämpfen um zu überleben. Seine Fische wurden ihm täglich, zusammen mit Fleisch, Obst, Brot und sein Lieblingsessen - Croissants - zugeworfen. Er hat nicht mit Walrosse zu ringen, Rivalen abzuwehren, Temperaturen von -60 ° C zu bewältigen. Seine Bedürfnisse wurden von erfahrenen Pfleger versorgt und seine Gesundheit regelmäßig von der Zoo-Tierärzte überwacht. Sein plötzlicher Tod war ein Rätsel.

Inmitten der Überraschung und Schock waren die Kritiker überzeugt: die unnatürlichen Bedingungen der Eisbären Leben machten ein unnatürlicher Tod unvermeidlich.

Das ist das Paradox des modernen Zoos: Obwohl sie die Natur versprechen, sind sie zwangsläufig unnatürlich. Wir besuchen sie auf der Suche nach dem Unberechenbaren, das Vitale - das Erhabene, das nicht in unsere strukturierte Menschenwelt die wir für uns selbst gebaut haben, gefunden werden kann. Doch sie (die Zoos) werden von Menschen gemacht - mit all den Kunstgriffen, Technologien und Instrumenten die zur unserer Verfügung stehen. Der Löwe und das Zebra im Zoo werden sich nie in tödlichen Kampf treffen wie sie täglich auf der Serengeti tun, sondern sie werden sorgfältig und separat gehalten, ihre Bedürfnisse durch Pläne, Sanitär-und Lieferwagen erfüllt.

Zoos haben ihre Mission neu definiert seit den Tagen der Menagerie, wenn die Leute zufrieden waren Tiere als Spektakel und Unterwirft zu sehen. Heutige Wildtierhaltung hinter Gittern verlangt Rechtfertigung über das erstaunliche oder amüsante und dies wird aus drei Gründen gemacht: Forschung, Bildung und Naturschutz. Jeder von dieser hängt ab von eine Idee der Natur über die Stadtgrenzen hinaus - ein Natur um zu erforschen und verstehen, ein Natur über die wir können und sollten erzogen werden und ein Natur das Zoos helfen wollen zu sparen.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#8 von Frans , 16.01.2013 13:52

Teil 3

Aber Knuts Leben war unnatürlich bevor es überhaupt begonnen hatte. Sein Vater, Lars, wurde in einem Zoo in München geboren und seiner Mutter, Tosca, war ein ostdeutscher Zirkus-Bär, in Kanada als Baby erfasst. Sie kennten nicht die Kämpfe und Befriedigungen des Lebens bis ins Erwachsenenalter in der arktischen Wildnis. Knut war einer von zwei Jungen - geboren von Tosca im Berliner Zoo im Dezember 2006. Sie lehnte beide ab und hinterlasste sie draußen auf einem Felsen, während sie sich selbst in ihrer Würfhöhle zurückzog. Der Zoo war konfrontiert mit entweder der Natur ihren Lauf zu lassen - was den Tod der beiden Bären bedeuten würde - oder einzugreifen und sie als Handaufsucht zu erziehen. Mit nur kurze Zeit um zu entscheiden, retteten den Tierpfleger die Jungen - blind, rosafarben und in die Größe von Meerschweinchen - mit Fischernetzen.

Knuts Zwillingsbruder überlebte nur vier Tage vor erliegen von einer Infektion. Er starb unbenannt. Knut aber gedeihte. Die ersten 44 Tage seines Lebens verbrachte er in einem Brutkasten, alle zwei Stunden gefüttert mit Formel Milch mit Lebertran angereichert. Er wurde dann auf einem eigens errichteten Box umgezogen, mit Raum um zu rollen und zu spielen - was er tat mit dem Tierpfleger Thomas Dörflein, der die Jungen gerettet hatte und Knuts Leihmutter wird. Der bärtige, mit Haaren in einen Pferdeschwanz, Elvis-singende Dörflein ließ der kleine Junge niemals aus sein Augen, auch nicht in der Nacht wenn er neben Knut schlief.

Auf zwei Monate alt sah Knut schon aus wie eine richtige kleine Bär. Wenn er nicht schlief oder trank, würde er zahnlos am Dörflein Finger kauen oder ringen mit seinen Decken. Auf drei Monate alt, durfte er in einer Art Badewanne planschen und in das Sand rollen, aber immer in die Nähe von Dörflein. Regelmäßig veröffentlicht der Berliner Zoo Bilder von seiner kindliche Possen, zur Freude der lokalen Zeitungen. Aber Knut wurde immer noch als zu jung gesehen, um an die Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.

Dann am 18. März 2007 lief in Deutschland populärste Zeitung, das Boulevardblatt 'BILD', eine Schlagzeile auf ihrer Vorderseite die von Knut eine Geschichte weltweit machte. "Wird niedlichen Knut getötet werden?" Das Artikel zitierte den Tierschützern Frank Albrecht, zu diesem Zeitpunkt Sprecher für die Organisation für ethische Behandlung von Tieren (PETA) Deutschland, mit diesen Worten: "Handaufzucht ist nicht artgerecht, sondern eine schwerwiegende Verletzung des Tierschutzgesetzes. In der Tat sollte der Zoo das Baby Bär töten. Durch das nicht tun, stellt der Berliner Zoo sicher, dass der Bär für den Rest seines Lebens gestört werden."

Weitere Plausibilität ihrer Geschichte von einem Baby Bär in Gefahr hinzufügend, zitiert die 'BILD' Wolfram Ludwig, Direktor eines anderen deutschen Zoo in Aachen: "Ich halte es nicht für artgerecht den kleinen Bären mit einer Flasche aufzuziehen. Er wird immer auf den Pfleger fixiert bleiben. Er wird nie ein echter Eisbär werden ... Sie sollten den Mut gehabt haben, ihn viel früher sterben zu lassen."

Das war ein Geschenk an die Medien der Welt. Ein niedliches Bärchen ist ein einmaliger Fototermin; ein niedliches Bärchen mit Untergang bedroht ist eine Geschichte. Auch die ausländischen Zeitungen konnten nicht widerstehen. In London lief die Times mit "Abgelehntes Baby Bär bedroht mit Totesurteil", die Daily Telegraph mit "Schicksal des Baby Eisbären unsicher". Weder war richtig: Nicht nur war Albrecht der Aktivist falsch zitiert, aber der Berliner Zoo wollte sowieso nicht zu ihm hören. Es gab keine "Experten" der Knuts Leben mit einer tödlichen Spritze beenden wollten, aber die provokante Idee war schon draußen: die nächsten Tage protestierten Kinder vor dem Zoo mit der Forderung Knuts am Leben zu lassen.

So wurde die Bühne perfekt vorbereitet für der öffentlichen Auftritt Knuts ein paar Tage später, am 23. März 2007. Die versammelten Kameraleute, Filmteams und Journalisten in einer der größten Hauptstädte Europas, zusammen mit einem bereits erheblichen Fanclub, warteten. Als er mit Dörflein zum Vorschein kam, übertraf der kleine Knut alle Erwartungen: unschuldig und verspielt, mit seinen schwarzen Knopfaugen und Nase, puschelige kleine Ohren und flauschige weiße Fell, war er der Erfüllung aller unserer Disney Träume. Er war ein Tier-Star.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#9 von Frans , 16.01.2013 14:26

Teil 4

Der folgende Tag war Christina Meier (ChristinaM.) dort mit ihrer Kamera. Sie hatte von Knut in der Zeitung gelesen und da sie nahe dem Zoo lebt, beschloß sie ihn für sich selbst zu sehen. "Es war Liebe auf den ersten Blick", sagte sie mir, als wir an einem Holztisch saßen auf der Terrasse des Berliner Zoo-Restaurant mit Blick auf den Ententeich. Sie hatte zuvor den Zoo nur einmal im Jahr besucht, aber begann regelmäßig auf ihrem Weg zurück von der Arbeit in der Zoo zu gehen. Bald besuchte sie Knut täglich.

Eine nette Frau in den 40ern, erklärte sie wie ihre Faszination für Knut außerhalb seiner Niedlichkeit und Slapstick-Tobereien, den Kampf mit aufgeblasenen Bälle vor der Kamera ging. Es war seine Interaktion mit Dörflein an der täglichen "Knut Shows" die sie anzog. Diese Beziehung die andere beunruhigt hat, überraschte und verzauberte sie. Auf der einen Seite sah der Pfleger rau und männlich aus im Gegensatz zu das niedliche Baby Bärchen, doch auf der anderen Seite war Dörflein nur ein Mensch der sogar flirtete mit einem Mitglied einer der weltweit größten Land-Raubtiere. Sie kamen aus verschiedenen Welten, und doch: "Sie verstanden einander", sagte Meier. "Es war magisch."

Meier begann bei zu tragen an einem Blog (rbb-Blog) über Knut von der lokalen Fernsehsender. Aber es wurde locker moderiert, mit Diskussionen häufig degenerierend zu Schmähreden. So gründete sie ihre eigene "Christinas Cute-Crazy-Knut Blog", das Bilder und Berichte über Knuts Treiben in Englisch und Deutsch veröffentlicht. Sie sah es als eine Art Pflicht an, Nachrichten von dem kleinen Bären zu bringen für diejenigen der zu weit weg wohnten um ihm persönlich zu besuchen. Ihre Seite hat fast zwei Millionen Zugriffe von mehr als 770.000 Besucher aus 50-plus Ländern.

Das lebende Teddybärchen erschien in Zeitungen, Zeitschriften und TV-Shows auf der ganzen Welt, mit als Höhepunkt der April 2007 Cover von "Vanity Fair" neben Leonardo DiCaprio in einer Fotomontage von Annie Leibovitz. Doch die täglichen Bilder von Knut knutschend mit Dörflein, seine schroffe menschlichen Pfleger, blieben die Beliebteste. Ihr Spiel "Tauziehen" mit alten Stiefel oder zusammen Wasser spritzen in den Graben - erwachte die alte Phantasie von Wildheit gezähmt, einer Natur versöhnt mit die Menschheit. Wie der Garten von Eden war es transgressiv, für die Darstellung einer Welt in der angeborenen Artgrenzen gebrochen wurden, ebenso als utopisch, für die Darstellung einer Welt in der Tiere nicht bestlich aber sympathisch und kuschelig waren. Auch wie der Garten von Eden, war es nicht von Dauer.

Knut war rasant: am Oktober 2007 wog er 100 kg und war groß und ausgelassen genug um jemanden ernsthaft zu verletzen. Aktivisten wie Albrecht die als Aufrufer zum Knuts Tod zitiert wird, gingen weiter der Zoo zu kritisieren wegen das Aufziehen eines Eisbären als ob es ein Haustier war: Dieses sendet eine völlig falsche Botschaft über dieses wilde und furchterregende Fleischfresser, argumentierte er, und es war schlimm für den Bären und verhindert jede Möglichkeit auf ein normales Leben, auch von Zoo-Standards gesehen. Der Zoodirektor bestimmte schließlich: die tägliche Knut und Dörflein Shows wurden gestoppt. Als kurz darauf der Direktor Fotos in einer Lokalzeitung sah von Dörflein, weiter tobend mit seiner Schützling, verbot er der Pfleger allen physischen Kontakt mit dem Bären. Innerhalb eines Jahres starb Knuts Adoptivpapa an einem Herzinfarkt im Alter von nur 44.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#10 von Frans , 16.01.2013 14:27

So, Halbwegs ... Es geht später heute weiter ...

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#11 von Monika aus Berlin , 16.01.2013 16:47

Vorab schon mal ein großes Dankeschön an Frans für die mühevolle Übersetzung.


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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#12 von Frans , 16.01.2013 17:15

Teil 5

Aber es war zu spät um die Ängste der Tierschützer nicht Wahrheit werden zu lassen: Die Handaufzucht machte Knut abhängig von menschliche Aufmerksamkeit. Im März 2008, ein Jahr nach seinem Debüt, sagte einer der anderen Tierpfleger der Knut mit aufgezogen hat öffentlich, dass der Bär auf pathetische Weise Menschen süchtig geworden war. Er wimmerte als er den Geruch von Dörflein erkannte, berichtete der Pfleger, und heulte, wenn niemand da war vor seinem Gehege. "Knut braucht ein Publikum", sagte er. "Das muss sich ändern."

Doch das war genau das, was ihn beliebt machte für Millionen von Fans und was Christina Tag für Tag in der Zoo brachte. Ein Löwe oder ein Gorilla werft möglicherweise gelegentlich dem Besucher einen verächtlichen Blick, aber ansonsten bewohnen den Tiere einen geistigen Raum völlig getrennt zu uns. Ob sie einander ins Gehege herum jagen wie die kleinen Totenkopfäffchen oder gewunden liegen wie Schlange, sie sind gleichgültig gegenüber den zweibeinigen Primaten der sie durch die Gitterstäbe oder Kunststoff beobachten. Aber nicht Knut. Er lebte für die menschliche Interaktion.

"Ich war oft dort in den frühen Morgenstunden, bevor jemand anderes," und "er würde mich erkennen und schwamm rüber zu die Scheibe sagte Meier. Er liebte es Besucher zu haben. "Die Scheibe war etwa zwei Meter hoch und neben Knuts Graben. Eines seiner Lieblingsspiele war es, die kleinen Kinder zu überraschen durch plötzliches Hochschnellen aus dem Wasser direkt vor ihnen, sich selbst gegen das Plexiglas drückend. Ein anderes war das Ball-Spiel: Knut würde auf den Felsen neben seinem Pool stehen, ein Ball im Maul nehmen und zu die wartende Menge werfen mit einem Schwung von den Kopf, was den Besucher Kicherchen und Quietschen der Freude entlockte. Begeisterte Besucher würden den Ball zurück werfen und forderten Knut oft mit einem großen 'splash' ins Wasser in seinem Bemühen, den Ball zu fangen."

Diese Hunde-artigen Mätzchen sorgten dafür dass Knut beliebt blieb, auch wenn er aufwuchs von ein Teddybär in einen großen gelblichen Tier. Sein erster Geburtstag am 5. Dezember 2007 wurde von Hunderten von Kindern besucht und live im Fernsehen übertragen; die deutsche nationale Münzprägeanstalt stellte einen Gedenk-Silbermünzen aus. Knut vertretete Natur und Wildheit, aber er wollte zugehen auf die menschliche Welt.
Er war eine Art von Übergangsfigur, lud uns ein die Phantasie der Inter-Spezies-Harmonie zu teilen die durch Dörflein begonnen war; er machte das jeder Besucher sich fühlte wie ein Heiliger Franziskus von Assisi wer mit den Tieren kommunizieren konnte.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#13 von Frans , 16.01.2013 17:16

Teil 6

Aber diese Art von Tricks entsetzte die Anti-Gefangenschaft-Aktivisten wie Frank Albrecht, der glaubten das man in der Zoo einen herrlichen Kreatur reduzierten auf einen Zirkus-Attraktion. Ich besuchte Albrecht in seinem Haus in Nürtingen bei Stuttgart, eine sechsstündige Zugfahrt südwestlich von Berlin. Seine Wohnung, in einem kleinen Block typisch für diejenigen, die nach dem Krieg in West-Deutschland gebaut wurde nicht mit Bildern von realen Tieren gefüllt, sondern imaginäre - Drachen, Orks und andere Figuren aus Tolkiens. Mit Kaffee war ich Sojamilch angeboten: er war ein strenger veganer Haushalt.

Klein, mit Schnurrbart, Ernsthaft, hatte Albrecht Knut zu ein Superstar gemacht - und sich selbst berüchtigt - mit der Forderung nach dem Tod des schönen, wehrlosen kleinen Eisbärenbaby. Nur hatte er das nicht. Das war nicht das was er überhaupt gefordert hat sondern vielmehr wie die Bild-Zeitung gewählt hatte seine Worte zu sensationaliseren. In der Tat hatte er fast das komplette Gegenteil gesagt.

"Ich wurde aufmerksam auf einen Widerspruch", sagte er mir. Im selben Monat dass Knut geboren wurde, hatte der Zoo in Leipzig ein Faultier getötet der auch von seiner Mutter abgelehnt war. Sie argumentierten dass die Handaufzucht unweigerlich zu ein gestörtes Tier führen sollte und damit zu einem Leben des Leidens. "Ich glaube dass alle Tiere ein Recht auf Leben haben", sagte Albrecht, "damit habe ich der Zoo Leipzig vor Gericht genommen." Ja: Er nahm sie vor Gericht wegen die Verweigerung von die Handaufzucht der Faultierbaby - nicht für was der Berliner Zoo mit Knut tat . Das Gericht hat jedoch in der Leipziger Zoos Gunsten entschieden.

Beim Gespräch mit 'BILD' über Knut hatte Albrecht argumentiert dass wenn der Berliner Zoo den Präzedenzfall des Leipziger Zoos folgte, dass der kleine Eisbär eingeschläfert werden sollte. 'BILD' hat irgendwie versäumt den ersten Teil des Satzes zu drucken. Als Ergebnis fand er sich plötzlich eine Berühmtheit - der Arten. Er erhielt Morddrohungen entlang der Linien von "Warum tötest du selbst nicht?" Und wurde auf der Straße belästigt. Aber eine Karriere in Aktivismus - insbesondere für die streitbare Gruppe PETA - hatte Albrecht elastisch gemacht. Jetzt betreibt er eine Kampagne Gruppe namens EndZOO die ganz zu tun was der Name schon sagt gewidmet ist. Rückblickend begrüßte er das Sensibilisierungs-Effekt von die fehlerhaften Schlagzeile in 'BILD'.

Albrecht hätte nicht gemeint dass verlassene Tiere wie Knut getötet werden sollten. Aber die Frage, was mit Zoo-geboren Jungen die von ihren Müttern abgelehnt wurden passieren muss, ließ ihn unbequem. "Es ist nicht eine Situation die eintreten sollte," sagte er mir. Knuts Mutter Tosca, Albrecht wies darauf hin, war selbst Hand aufgezogen nachdem sie aus dem Wildnis gegriffen war, und so hatte sie kein Vorbild dafür, wie eine richtige Eisbären Eltern zu sein. Gefangenschaft selbst war die Ursache eines solchen unnatürlichen Verhaltensweisen. Er akzeptiert dass Bären in Zoos länger als ihre wilden Artgenossen leben - bis zu 40 Jahre alt - aber er argumentiert, dass viele [Kinder von - F.] gefangenen Tiere in den ersten Tagen oder Monaten sterben aufgrund dysfunktionale Eltern oder andere Konsequenzen ihrer unnatürlichen Existenz.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#14 von Frans , 16.01.2013 17:28

Teil 7

Im gesamten Jahr 2008 wachste Knut und erkundete seinem Gehege, erfand neue Spiele mit Scheitholz, Bälle und Kissen zur Unterhaltung der Fans und der Unruhe des Aktivisten wie Albrecht. Im September 2009, als er fast drei Jahre alt war, zog eine Eisbärin namens Giovanna in seinem Gehege während ihr Gehege im Münchner Tierpark Hellabrunn renoviert wurde. Dass beide Bären nicht geschlechtsreif waren, konnte viele Zeitungen nicht abhalten von Spekulationen über Romantik. Albrecht, auf der anderen Seite, forderte Knuts Kastration.

"Giovanna und Knut teilten den gleichen Großvater: wenn sie sich gepaart hätten, wäre es Inzucht" sagte Albrecht. Inzucht innerhalb eines immer kleiner und degenerierter Genpool ist eine der großen Gefahren der Zuchtprogrammen mit Tiere in Gefangenschaft. Wo sie können, vermeiden Zoos heutzutage, Tiere aus der Wildnis zu holen - es ist schlechte Publizität, widerspricht ihrer Ansprüche zu unterstützen Erhaltung der Arten und ist in manchen Fällen illegal. Aber das lässt sie abhängig von einer kleinen Population für ihre Match-Making. Laut Albrecht war Knuts Vater selbst ein Produkt der Inzucht. Er spekuliert, dass dieses bereits negative Auswirkungen hatte auf die Lebenschancen von Knut. Erlaubnis jetzt mit seinem eigenen Cousin zu züchten würde eine genetische Katastrophe.

Wenn Giovanna zurück ging nach München nach fast einem Jahr - nicht schwanger - erwarteten viele das Knut Berlin verlassen würde. Der Zoo hatte bereits genug Eisbären und es war üblich für Männer umzuziehen, sobald sie groß genug waren. Aber Berlinern wollte nichts davon hören. Mehr als 26.000 von ihnen unterzeichneten eine Petition um Knut in die Deutsche Hauptstadt zu halten. Auch der einflussreiche Bürgermeister der Stadt, Klaus Wowereit, forderte der Zoo das der Bär bleibte.

Der Zoo selbst hatte wenig Anreiz seinen Besuchern ihre Lieblings-Attraktion zu entfremden. In seinem ersten Jahr brachte Knut schätzungsweise zusätzliche 5.000.000 € in ihre Kassen, und Besucherzahlen für das Jahr 2007 waren 30 Prozent über dem Vorjahr und machten es damit das erfolgreichste in die 168-jährige Geschichte der Zoo.

 
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RE: Im Netz gefunden: Who killed Knut?

#15 von Frans , 16.01.2013 17:43

Teil 8

So Knut blieb, nachdem Giovanna im September 2010 wieder nach München verreiste, und er zog in das Gehege mit drei weiblichen Eisbären, von denen eine seine Mutter Tosca war. Laut Albrecht war dass das Moment, wenn die Probleme der unnatürlichen Existenz Knuts extrem würde. Männliche Eisbären sind natürlich einsame Wanderer. Sobald sie ihre Mutter verlassen, suchen sie andere Bären nur zu paaren. Ansonsten streifen sie allein durch die gefrorene Wildnis. "Knut leidete bereits unter den unnatürlichen Bedingungen der Gefangenschaft. In freier Wildbahn kann ein einzelner Bären bis zu 100 km pro Tag gehen auf der Suche nach Nahrung in einen Gebiet von viele Tausende von Quadratkilometern. Ihre durchschnittliche Gebiet im freiem Wildbahn ist mehr als eine Million Mal größer als die Größe eines Zoo-Gehege", erklärte er.

Als Konsequenz zeigte Knut bereits Stereotypien - repetitive Verhaltensweisen die typisch für Tiere in Gefangenschaft, vor allem große Säugetiere, sind. "Er würde einfach hin und her gehen entlang einer kurzen Weg in sein Gehege, über und über," sagte Albrecht. Dies ist Teil des Paradoxons von Zoos: sie existieren um die Natur in die Stadt zu holen, aber das Verhalten von Zootieren ist alles andere als natürlich. Große Beutegreifer am meisten leiden, weil sie programmiert sind weite Gebiete für die Verfolgung ihrer Beute zu durchstreifen. Und Eisbären sind die größten von allen.

Als die drei Frauen kamen, versuchte Knut sie zu meiden, oft allein sitzend auf einem Felsen am Wasser. "Wenn Eisbären gemeinsam gehalten werden, können Sie sehen wie sie einander meiden und versuchen Abstand zu finden," sagte Albrecht mir. Aber natürlich wird in einem Gehege das auf wenige Meter begrenzt.

Das zweite Problem war, wie Albrecht es formulierte, dass "Knut nicht wüsste, wie man zusammen mit anderen Eisbären leben soll." Nachdem durch den Menschen aufgezogen, war es ihm nicht möglich mit seiner eigenen Art umzugehen. Die drei Frauen verstanden viel besser wie sich zu etablieren in einen Bären-Hierarchie und schlossen sich zusammen um Knut kurz zu halten. In kurzen, schikanierten sie ihn. Die deutschen Medien zeigten Bilder von der Berliner Liebling der rund geschoben, gebissen und gekratzt wird.

 
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Reportage: Knut im Museum - Der Streit um das Eisbärenfell
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