RE: Eisbären in Gefahr - Polar Bears in Danger

#1 von Ulli J , 26.02.2009 07:44

Polar bears in western Arctic going hungry: Study[/size]

http://www.canada.com/news/national/Pola...4756/story.html

Die Übersetzung des englischen Artikels:

[size=150]Studie: Eisbären in der westlichen Arktis hungern.

Eine Expertengruppe sagte voraus, dass zwei Drittel der Eisbären weltweit - einschließlich aller derjenigen, die in Alaska leben und der meisten in der westlichen Arktis Kanadas - bis zum Jahr 2050 verschwunden sein werden.

EDMONTON - Eisbären in der westlichen Arktis haben es während der kritischen Zeit Frühjahr immer schwerer, Nahrung zu finden, wie eine aktuelle Studie nahe legt.
Seth Cherry, ein Doktorand, der mit dem Wissenschaftler Andrew Derocher von der Universität von Alberta zusammen arbeitet, kam zu dem Schluss, nach einem Vergleich von Blutproben von Eisbären aus den Jahren 1985/86 mit Proben, die zwei Jahrzehnte später genommen worden waren, als das Meereisdecke in der Nähe oder auf dem Rekordtief war .
Durch die Messung des Verhältnisses von Harnstoff zu Kreatinin – Abfallstoffe, die in Bären gefunden werden, die Nebenprodukte des Stoffwechsels sind - können Wissenschaftler sagen, ob ein Tier gefastet hat.
Ältere Männchen fasten oft im Frühjahr, wenn sie nahezu alle ihre Energie für die Suche nach Weibchen einsetzen. So war es nicht verwunderlich, dass einige dieser Tiere für erhebliche Zeiträume nichts fressen.
Die Blutproben, jedoch zeigten einen starken Anstieg der Zahl der Bären, die fasten, 20 Jahre später.
Darüber hinaus taten sie es für einen längeren Zeitraum. Dabei war es unerheblich, wie alt der Bär war oder ob er männlich oder weiblich war - fast ein Drittel der untersuchten Bären lebten länger ohne Nahrung, als sie es normalerweise tun würden.
Die Studie wurde von der Universität von Alberta und Umwelt Wissenschaftler aus Kanada durchgeführt.
Das Meereis in der Arktis wird immer dünner. Rekorde für geringste Eisbedeckung wurden im Jahr 2005 - und wieder im Jahr 2007 erreicht, als die Nordwest-Passage zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit eisfrei war.
In der Beaufort-See begann die Frühlingseisschmelze in der Arktis im Durchschnitt 13 Tage früher zwischen 2000 und 2005, als er während der 1980er Jahre.
Der Canadian Wildlife Service Wissenschaftler Ian Stirling war derjenige, der die Blutproben 1985/86 gesammelt hatte. Er und andere Wissenschaftler haben vormutet, dass diese frühe und rasche Einbruch desTauwetters in der Arktis die Eisbären, Narwale und Mützenrobben besonders anfällig machen wird, weil ihre Lebenszyklen so eng mit dem Eis verknüpft sind. Ohne das Eis als Plattform für die Jagd auf Robben, sind die Eisbären der Ringelrobben beraubt, die die Grundlage ihrer Ernährung bilden.
Ringelrobben sind auch anfällig, weil sie die stabile Eisdecke brauchen, um ihre Jungtiere im Frühjahr zu pflegen.
An und für sich, zeigt die Studie kein sicheres Zeichen dafür, dass die Eisbären in der Beaufort das gleiche Schicksal erleiden wie die in der westlichen Hudson Bay, wo die Verbindung zwischen dem Rückgang der Population, dem zunehmend schlechteren körperlichen Zustand der Bären und dem Abschmelzen des Meereises viel klarer ist.
Cherry ist der Ansicht, das es Grund zur Sorge gibt, dass die Bärenpopulation in der westlichen Arktis sich in die gleiche Richtung entwickelt.
"Die großen Änderungen im arktischen Meeresökosystem, die wir seit dem Beginn dieser Studie beobachten, scheinen den Jagderfolg der Eisbären in der Beaufort See zu beeinflussen", sagte er. "Der Ernährungs-Stress, den wir derzeit beobachten, könnte ein Vorläufer für den künftigen Populationsrückgang sein, wenn Meereis Bedingungen gleich bleiben oder sich verschlechtern."
Es gibt Anzeichen dafür, Cherry Recht hat.
Seit das Eis in der westlichen Arktis dünner wird, sind Eisbären ertrunken, Beobachtungen von Kannibalismus haben zugenommen und Bären in Alaska, die Höhlen auf dem Eis hatten sind jetzt zu Höhlen an Land abgewandert. Die Sichtung von neun Eisbären im vergangenen August, die 20 bis 100 Kilometer vor der Küste im Chukchi Meer schwammen, schien ein Ausrufezeichen hinter die Behauptung zu setzen, dass die Eisbären in Beaufort in Schwierigkeiten sind.
Wenn es so ist, dann liegt ein Bericht, der von der US Geological Survey vor etwas mehr als vor einem Jahr veröffentlicht wurde, genau richtig.
Eine Expertengruppe sagte voraus, dass zwei Drittel der Eisbären weltweit - einschließlich aller derjenigen, die in Alaska leben und der meisten in der westlichen Arktis Kanadas - bis zum Jahr 2050 verschwunden sein werden. Die einzigen, die übrig belieben werden, warnte das Gremium, werden diese Tiere sein, die die in den nördlichen arktischen Regionen von Kanada und dem westlichen Grönland leben.
Cherry sagte, dass diese Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Polar Biology veröffentlicht wurde, die Bedeutung der Durchführung von langfristigen Forschung hervorhebt.
"Die Blutproben von vor 20 Jahren haben uns wertvolle Erkenntnisse darüber gegeben, wie die langfristigen Veränderungen der Umweltbedingungen sich auf die Fähigkeit der Eisbären Nahrung zu finden und Beute machen auswirken. Ich bin sehr glücklich, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Forscher gehabt zu haben, die mehrere Jahrzehnte lang Informationen über die Ökologie der Eisbären gesammelt haben, so dass Fragen, die nur mit langfristiger Forschung beantwortet werden können, wie diese, untersucht werden können. "
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Ulli J
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RE: Eisbären in Gefahr - Polar Bears in Danger

#2 von Gelöschtes Mitglied , 26.02.2009 18:34

hallo ulli

Danke für die übersetzung des artikel's,forschung ist schon ganz spannend.

l. g. martina


RE: Eisbären in Gefahr - Polar Bears in Danger

#3 von GiselaH , 26.02.2009 18:46

Hallo Ulli,
danke für den interessanten Artikel.
das ist alles sehr, sehr traurig ...

GiselaH :cry:

 
GiselaH
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