Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#1 von ConnyHH , 19.03.2015 18:58

Angriff auf Zelt

Eisbär verletzt Touristen in Norwegen
19.03.2015, 12:16 Uhr | dpa

Zitat
Auf Spitzbergen hat ein Eisbär eine Gruppe von Touristen attackiert. Er drang in das Zelt eines Mannes ein und verletzte ihn am Arm und im Gesicht, teilten die norwegischen Behörden mit. Der Bär wurde erschossen...



Quelle und ganzer Bericht:
http://www.t-online.de/nachrichten/panor...n-norwegen.html



Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

 
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RE: Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#2 von Gitta , 19.03.2015 19:09

Zitat
Die Behörden mahnen, die Wohngebiete nicht ohne Waffe zu verlassen. Seit 1971 wurden auf der Inselgruppe im Norden von Norwegen fünf Menschen von Eisbären getötet.




Dieser Satz macht mich krank!
Darf da jetzt jeder Vollpfosten auf Eisbären schießen!?

Unabhängig von der SoFi... Ich bin kein Freund davon, dass "Eisbärtourismus" immer beliebter wird.


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RE: Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#3 von ConnyHH , 19.03.2015 19:24

@Gitta
Ganz meine Gedanken!



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RE: Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#4 von GiselaH , 19.03.2015 19:29

Diesen Eisbärentourismus finde ich zum Kotzen und ich schreibe das Wort ganz bewusst aus.

Bezahlen müssen die Bären und das in der Regel mit ihrem Leben. So eine Sch... nachricht.

 
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RE: Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#5 von Birgit B , 20.03.2015 11:26

Traurig
wieder müßte ein Eisbär sein leben lassen

man hätte ihn ja auch verjagen können ...
Birgit


 
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RE: Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#6 von Ursi , 20.03.2015 12:30

Finde es auch zum kotzen und sehr traurig.
Das Tier hat nichts falsch gemacht, muss aber trotzdem wegen der Gier der Menschen nach Abenteuer sein Leben lassen


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kann die Erinnerung
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RE: Angriff auf Zelt - Eisbär verletzt Touristen in Norwegen

#7 von Nordlandfan38 , 21.03.2015 18:45

Wenn man jetziger Zeit in solch eine Gegend fährt, wo noch lange bis zum Juni Schnee liegt und darüber hinaus – dort, wo diese Leute waren, sogar auch den ganzen Sommer über - und dann mit einem Zelt unterwegs ist, der muß sich nicht wundern… diese Gruppe ist einfach unglaublich dumm!… Dieses Phänomen mit der Sonnenfinsternis kann man auch von der Stadt Longyearbyen selbst aus beobachten, zumal die Berge dort quasi vor der Tür liegen. Und die Eisbärenpolizei nah dran ist. Jeder, der dorthin kommt, bekommt die nötigen Informationen – im Winter und auch im Sommer, wie jeder Einzelne sich unbedingt zu verhalten hat! Da spielt es keine Rolle, ob Tourist oder Forscher oder andere Interessierte. Niemand kann sagen, dass er das alles nicht wußte.

Ich war vor Jahren selbst auf Spitzbergen und bekam die Informationen in dem Gästehaus, in dem ich wohnte. Überall sonst in der Stadt Longyearbyen liegt davon was aus oder ist an für Fremde wichtigen Stellen angeschlagen. Und jeder, der sich außerhalb der (sehr kleinen) Stadt (mit nur 1 Hauptstraße und nur einer kleinen Nebenstraße) und den wenigen nahen freigegebenen Orten bewegen will, muß sich bei der Eisbärenpolizei bzw. beim sog. „Sysselmannen“ melden…
Und wenn Ermahnungen und best. Hinweise absichtlich ignoriert worden sind und es passiert ein Unglück, dann kann es auch passieren, daß demjenigen Hilfe verweigert wird, sollte er danach gerufen haben - habe ich mal gelesen oder dort auf Spitzbergen gehört. - Also, "die Norweger" oder die Verantwortlichen auf Spitzbergen reagieren sicherlich nicht leichtfertig mit ihren Anordnungen.

Für Interessierte - entschuldigt bitte die Menge der Informationen, aber ich finde sie schon sehr wichtig, damit nicht leichtfertig über dieses Eisbär-Problem geurteilt wird.:

https://de.nachrichten.yahoo.com/eisb%C3...-110117763.html
Eisbärenangriffe endeten auf Spitzbergen in den vergangenen 40 Jahren fünf Mal tödlich.

http://www.fr-online.de/panorama/spitzbe...2,27571216.html
Angriffe von Eisbären auf Menschen sind aber selten, zum einen, weil Eisbären auf der anderen Seite der Insel leben, zum anderen, weil Menschen auf Spitzbergen untersagt ist, Eisbären bewusst aufzusuchen. Für den Fall, dass sich doch ein Bär ins Dorf verirrt, stehen alle Türen offen, um gleich ins nächste Haus flüchten zu können. „Die Tiere hier mögen Menschen“, sagt Antonsen, während er mit seinem Taxi in der Nähe eines Spitzbergen-Rens fährt, „sie haben keine schlechte Erfahrung mit Menschen. Gejagt wird hier nicht.“ Manchmal schwimmen am Hafen Robben oder Walrosse, die im Süden der Insel leben, vorbei. Antonsen sieht auch den Klimawandel weniger kritisch: Eisbären würden genug geboren, sagt er, nur fressen die Männchen oft die Jungen. „Die Natur regelt das schon“, sagt er, „vielleicht passen sich die Bären an und können bald auch in wärmeren Gebieten überleben.“ Anders sehen das die Forscher: Auf Svalbard schmilzt das Eis doppelt so schnell wie anderswo, die Wassertemperatur stieg in den vergangenen 25 Jahren um zwei Grad. Die Zeitung „Aftenposten“ schrieb jüngst von der „eiskalten Katastrophe.“

http://www.naturfoto-schiersmann.de/beri...spitzbergen.htm
Eisbären stehen ausnahmslos unter Naturschutz. Sollte es in Notwehr trotzdem erforderlich sein, den Bären zu erschießen, dann zielen Sie nicht auf den Kopf- das führt leicht zu einem Fehlschuß. Zielen Sie auf Schulter und Brust. Sollte der erste Schuß nicht tödlich sein, gewinnen Sie Zeit genug, ein zweites Mal zu schießen. Ein erlegter Bär muß der Behörde gemeldet werden. Über jedes Erlegen, auch über dasjenige in Notwehr, werden vom „Sysselmann“ Ermittlungen angestellt. Naturfotografen, die bei einem Eisbärenangriff in Notwehr handeln, werden sehr schnell merken, daß ihre Schüsse, auch wenn sie mit noch so hoher Motorleistung abgegeben werden, keine ausreichende Durchschlagskraft besitzen.

http://www.spitzbergen-handbuch.de/index.php?id=631
Was zunächst klargestellt sein muss: Dies ist kein Jagdbuch, und ich bin kein Jäger. Der gezielte Schuss auf einen Eisbären in Notwehr ist eine Notlösung, wenn andere Auswege nicht mehr erfolgversprechend scheinen oder gescheitert sind oder wenn in einer Überraschungssituation aus nächster Distanz zur eigenen Sicherheit Verteidigung erforderlich scheint. Wer Spitzbergen und die Arktis bereist, hat sich bereits für ein kleines Grundrisiko eines Konflikts mit einem Eisbären selbst unter allen Vorsichtsmaßnahmen entschieden, genau wie man ein Grundrisiko akzeptiert, wenn man sich in den Straßenverkehr begibt.
Es muss aber das Anliegen eines jeden Besuchers sein, dieses Restrisiko durch eigene Vorsichtsmaßnahmen möglichst für beide Seiten - den Bären und sich selbst - gering zu halten. Hierzu gehören leider immer wieder ignorierte Vorbeugemaßnahmen, wie z.B. in Gebieten mit häufigem Auftreten von Eisbären (Süden, Norden, Osten Spitzbergens) möglichst nicht am Strand zu zelten, Eisbären nicht durch offen herumliegende Nahrungsmittel und Müll mit entsprechend starkem Geruch anzulocken und in solchen Gebieten durch Wachehalten einen Bären schon aus größerer Distanz zu entdecken, um Abschreckmaßnahmen frühzeitig ergreifen zu können, denn etliche Unfälle passieren, weil der Bär den Menschen, oder umgekehrt, zu spät bemerkt und damit eine überraschende Bedrohungssituation entsteht, die Bär oder Mensch zum Angriff veranlasst.
Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört auch, über Abschreckmittel zu verfügen, die den gezielten Verteidigungsschuss unnötig machen: Alarmanlagen ums Camp, Warnschüsse, Schüsse mit der Signalpistole, Lärmmachen mit geeigneten Gegenständen, die eigene Stimme.
Wenn aber dies alles nichts mehr nützt oder bei einem unerwarteten Angriff keine Zeit mehr für Abschreckversuche bleibt, dann geht es ums eigene Überleben, und alles reduziert sich auf die einfach-brutale Frage: Wie kann der Bär möglichst schnell gestoppt werden? Wenn es so weit kommt, dass nur noch der gezielte Schuss auf den Bären bleibt, weil selbst ein Treffer mit der Signalpistole (auch bereits gefährlich für das Tier) einen Angriff nicht stoppt, dann geht es ums Töten. Ein Treffer mit einer Gewehrkugel, der einen Bären und damit evtl. mehrere hundert Kilo Körpermasse im Angriff auf wenigen Metern entsprechend abrupt stoppen soll, bedeutet für das Tier eine tödliche Verletzung, an der es früher oder später stirbt.

http://www.spitzbergen-handbuch.de/index.php?id=629
Außerhalb des siedlungsnahen ��?Verwaltungsgebietes 10��? zusätzlich:
• Genehmigung durch den Sysselmannen, damit verbunden: den Anforderungen des Sysselmanns entsprechende Versicherung (oder Bankgarantie) fürSuch- und Bergungskosten.
• Mitführen eines ordnungsgemäß registrierten Satelliten-Notpeilsenders (PLB) 406 MHz (Genehmigungsvoraussetzung einschließlich Angabe der Registrierungsnummer des Gerätes, daher frühzeitig klären) > auch Signalmittel.

N.


 
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