RE: New York Times 12.04.11

#1 von Viktor , 13.04.2011 07:37

So berichtete gestern die renommierte New York Times über Knut:

Berlin Journal
For Mourners of Knut, a Stuffed Bear Just Won’t Do

By MICHAEL SLACKMAN
Published: April 11, 2011


BERLIN — A polar bear died and the zoo’s director decided to stuff its body and put it on display in a museum. (The director prefers the technical term, dermoplastik, though to most people it’s stuffed.)

http://www.nytimes.com/2011/04/12/world/...in.html?_r=3&hp


"Jeder Tag soll und muss seinen Sinn haben, und erhalten soll er ihn nicht vom Zufall, sondern von mir." (Rainer Maria Rilke)

 
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RE: New York Times 12.04.11

#2 von walli ( gelöscht ) , 13.04.2011 08:30

danke viktor,

da mein englisch nicht sehr gut ist :oops:
konnte ich leider auch nicht alles richtig verstehen .
aber so weit ich es lesen konnte ist der bericht :top:


walli

walli

RE: New York Times 12.04.11

#3 von Gelöschtes Mitglied , 13.04.2011 10:36

Viktor:


Danke! :top:

Viele Grüße

Billecat :winkewinke:


RE: New York Times 12.04.11

#4 von Gelöschtes Mitglied , 13.04.2011 18:34

Viktor, vielen Dank für diesen link. Hatte man es nicht geahnt, dass auch das Ausland noch lange über Knut nachdenkt? Von wegen Dr. B. "es war nur ein Eisbär". Das Phänomen Knut hat viel zu viele Menschen bewegt, als das man es so abhandeln kann. :knuti: :heart: war Trost in einer Welt, die so manches Mal aus den Fugen gerät.

Frauke


RE: New York Times 12.04.11

#5 von Frans , 13.04.2011 18:47

Danke, Viktor. Im Ausland wird weniger negativ geschrieben wie in Deutschland, wo es für (leider) überraschend vielen eine bestimmte Trauer-Prioritätenliste gibt. Und wenn eine Tragödie ihrer Meinung nach nicht bei "der erste Drei" gehört, soll man nicht trauern - finden sie offensichtlich. Einfach, wenn man so leben kann!

Frans

 
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RE: New York Times 12.04.11

#6 von Rena , 13.04.2011 19:01

Wer kann den Artikel übersetzen?

Wir, die Mittwochsgang, sind nicht ganz unbeteiligt an diesem Artikel.

Rena :knuti:


 
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RE: New York Times 12.04.11

#7 von walli ( gelöscht ) , 13.04.2011 19:24

ja,es wäre schön wenn jemand den text übersetzen könnte,bitte ,bitte :heart:

rena ,wie darf ich das verstehen :think: :think: ;-) bin echt neugierig :positiv:

grüßle walli

walli

RE: New York Times 12.04.11

#8 von Ludmila , 13.04.2011 23:33

Rena, walli
Ich habe ein Teil übersetzt. Es ist nicht wirklich gut. Morgen mache ich weiter

BERLIN - Ein Eisbär starb, und der Direktor des Zoos entschied sich dafür, seinen Körper auszustopfen und in einem Museum auszustellen. (Der Direktor bevorzugt den Fachbegriff, dermoplastik, obwohl den meisten Menschen nennen es ausstopfen.)
Und das würde sein, außer dieser Eisbär auf dem Deckblatt der Vanity Fair (neben Leonardo DiCaprio) war, einen Fanclub in Japan und Anhänger in den Fidschiinseln hat, und der berühmteste vierbeinige Einwohner dieser Stadt und der berühmteste Eisbär in der Welt war.

Wir reden über Knut, Berlins Hand-erzogenen Eisbären des Zoos.

"Wenn jemand in Ihrer Familie stirbt, denke ich, dass Sie ihn nicht ausgestopft in einem Museum wollen," sagte Jochen Kolbe, 31, wer eine Protest-Bewegung leitet, die geplante Taxidermie zu verhindern versucht. "Knut ist nicht nur ein Eisbär für Leute, er ist ein Freund, ein Familienmitglied."
Warten Sie bevor Sie eine Urteil fallen. Der Erzfeind der anti-ausstopfenden Menge ist der Direktor des Zoos, Bernhard Blaszkiewitz, ein Mann, dessen Zoo diesen Bären von der Geburt auf den Markt brachte, machte Millionen von seiner Anwesenheit, verkaufte Plüschspielzeugknuts für fast 30 $ und Baby-Videos von Knut für dasselbe, und schrieb sogar "Knut" als eine Handelsmarke ein. Jetzt sagt Herr Blaszkiewitz, dass er daran erschüttert wird, wie viel Leute für dieses Tier fühlen, das ganz plötzlich im letzten Monat , im Alter von 4 Jahren ½ starb.

"Das Problem ist, Leute nehmen ihre menschlichen Gefühle und stellen sie für Tiere," sagte er. Er ist erstaunt über alle "dummen Geschenke", dass sich Trauernde am Zoo abgelagert haben, die Kerzen und Blumen und Poster.

Es scheint leicht, Spaß über die beiden Seiten in einem Konflikt zu schüren, der diese Stadt in einer Zeit der politischen Unklarheit in der Nation und tragischen Unklarheit um die Welt gefesselt hat. Und das ist das, was viele Leute hier, von Zeitungsüberschriften mit einem spottenden Ton (gerichtet größtenteils auf die anti-ausstopfende Menge) bis zu harten Bemerkungen über den Direktor des Zoos (im Vergleich zu einem Diktator durch Herrn Kolbe).

Aber der Kampf über Knuts Gebeine ist eine einfache Gedächtnishilfe, dass Verwendung der Formel der vergleichenden Wichtigkeit zu jedem Konflikt zu denjenigen sinnlos ist, die durch den Konflikt berührt sind. Das kann nicht Japan sein, oder der Nahe Osten, aber ist Verlust noch zu Verlust aufgelegt. Das ist die Nachricht der Frauen auf der Bank vor der Eisbär-Anlage im Zoo, die die Buttons, „Knut forever“ tragen.

"Ich will nicht ihn ausgestopft sehen," sagte Triste Dittrich, ihre Augen sind feucht, als sie die Schnappschüsse von Knut verteilte, als ob das Fotos von Enkeln wären. "Ich will, dass er in meinem Kopf lebt, wie er vorher war, als er lebendig war."

Doris Webb saß auf der nächsten Bank, ihre Arme gekreuzt gegen der Nachmittagskälte und den Fragen eines Reporters. "Sind Sie dabei, sich über uns auch lustig zu machen?" , fragte sie, Ihr Knut Button stolz befestigt an Ihrer Brust.

 
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RE: New York Times 12.04.11

#9 von Doro , 14.04.2011 09:22

Hier noch die Übersetzung eines Leserbriefes zu dem o.g. Artikel:

„Warum ist der Tod von Knut ursächlich für so große Trauer? Weil wir dem Bären menschliche Eigenschaften zusprechen? Nein, ganz im Gegenteil. Aufgrund der Überbevölkerung steht die Erde kurz vor einer Explosion, und wir sind dabei, eine der beliebtesten Spezies dieses Planeten, den Eisbären, für immer zu verlieren. Knut als vertrautes und einfach liebenswertes Individuum war der Repräsentant dieser Spezies und darum so kostbar. Irgendjemand sollte das Herrn Dr. B. erklären, ihm, für den Knut offenbar lediglich ein Objekt, aus dem der Berliner Zoo Kapital schlagen kann, war und noch immer ist.
Es ist bedauerlich, dass dieser Mann, der für so viele Lebewesen letztendlich die Verantwortung trägt, offenbar nur sehr begrenzt in der Lage ist, ihre Bedeutsamkeit zu verstehen.“


Wer ein Tier rettet, verändert nicht die ganze Welt -
aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier ...


 
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RE: New York Times 12.04.11

#10 von walli ( gelöscht ) , 14.04.2011 12:39

ganz herzlichen dank

ludmila :heart: das hast du echt toll gemacht :top: freue mich auf die fortsetzung :positiv:

und

doro :heart:

grüßle walli

walli

RE: New York Times 12.04.11

#11 von Ludmila , 14.04.2011 14:28

Hier ist der Teil 2

"Es gibt viele Leute die sagen, 'wie können Sie so bestürzt sein, wenn so viele Menschen in Japan gestorben sind?' Was wissen Sie darüber, wie ich mich darüber fühle, was geschah in Japan? Ich gräme mich über einen ganz besonderen Bären."
Um am Anfang anzufangen, war Knut (ausgesprochen Knewt), ein Fellhauch eines Wesens geboren im Berliner Zoo am 5. Dez 2006. Seine Mutter wollte keines der Jungen, haben. Der Tierpfleger holte die zwei aus dem Käfig, und sorgte damit für die erste Meinungsverschiedenheit. Tierrecht-Gruppen waren dagegen die Tiere durch Menschen zu ziehen. Sie sagten, dass die Tierpfleger die Babys sterben lassen sollten.
Aber das Image eines hilflosen Balls aus Fell erzeugte eine Welle der Gefühle. Der Bruder starb, aber der Pfleger, Thomas Dörflein, zog Knut mit der 24-stündigen Pflege und Flaschen des Säuglingsmilchpräparats und Kabeljau-Leber-Öls auf.
Die Welt sah zu.
Im Frühling 2007 stellte der Zoo seinen Berühmtheitseinwohner vor, es war "Knut Day," eingeladen wurden 400 Journalisten aus der ganzen Welt. Das Phänomen von Knut entwickelte sich weiter zum Entzücken des Zoos, der seine Einnahmen auf eine absolute Rekordhöhe in diesem Jahr sah und die Besucherzahlen anstiegen.
Jeder Geburtstag wurde mit einem Fisch- und Garnele-Kuchen gekennzeichnet.
Frau Webb sagte, dass sobald sie und ihr Mann pensioniert sind, besuchten sie den Zoo fast jeden Tag und fanden auf einmal ein riesiges Vergnügen beim Zusehen dem Knut. Anscheinend taten das viele Leute.
"Das Band zwischen dem Mann und dem Bären, das war etwas ganz Besonderes," sagte Ergün Özmen, ein junger Mann sitzend auf der Bank nahe Frau Webb.
Die Geschichte von Knut wurde auch durch die Tragödie gestaltet, die sie noch mehr überwältigend machte für die Dazugehörigen. Der Pfleger des Bären, Herr Dörflein, eine kleine Berühmtheit in seinem eigenen Welt, starb plötzlich an einem Herzanfall mit 44 im September 2008. Knut starb gerade plötzlich an einem Samstag im letzten Monat. Auf einem Felsen stehend, drehte er in Kreisen, hatte einen Anfall, fiel dann ins Wasser, wo er starb.
"Das Problem ist nach dem Tod von Knut es gab alle überwältigenden Gefühle," sagte der Direktor, Herr Blaszkiewitz. "Während das für die Menschen berechtigt ist, nach meiner Meinung ist es nicht berechtigt für die Tiere."
Diese Meinung führte zur Konfrontation.
"Wir alle trafen uns in Facebook, wir alle sahen, dass wir dasselbe Interesse gegen Knuts Ausstopfung hatten," sagte Herr Kolbe, beschreibend ein Muster des Organisierens für Konflikte groß und klein in der ganzen Welt. "Wir planten eine Demonstration am Zoo."
Ungefähr 100 Protestierende kamen, einschließlich Frau Webbs und die anderen Frauen auf der Bank. Obwohl nicht jeder sich über alles einigte, gaben sie alle zu, dass die Ausstopfung von Knut angehalten werden muss.
"Die Leute wollen Knut in einem Museum nicht, aber was der Zoodirektor sagt, wird geschehen," sagte Herr Kolbe. "Er ist einem Diktator ähnlich."
Herr Blaszkiewitz sagte, dass er gerade will, dass die Aufregung endet, der Leichnam ist bereits obduziert, die Haut entfernt und das Verfahren wird vorbreitet. "Das ist gerade ein Eisbär, ein spezieller Eisbär, aber ein Eisbär wie die anderen," sagte er.
Für die Leute, die die Ausstrahlung des Bären annahmen, wie der Zoo sie anbot, ist das der Punkt.
"Wenn die Dinge schlecht gingen und man sich nicht gut fühlte, dann kamen wir hier, und man fühlte sich wieder besser," sagte Anne Kreiner, über Ihre Zoobesuche. "Ich bin wirklich dagegen; Sie würden Ihre Haustiere nicht ausstopfen."
.
.

 
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RE: New York Times 12.04.11

#12 von walli ( gelöscht ) , 14.04.2011 14:48

danke ludmila

für deine mühe :heart: :top:

es war mir wichtig den bericht lesen zukönnen :positiv: :heart:

liebes grüßle walli

walli

RE: New York Times 12.04.11

#13 von Rena , 14.04.2011 21:21

Danke Ludmila,

Du hast mir eine große Freude bereitet. Der Artikel ist gut. Da bemüht sich ein Journalist um eine wahrheitsgemäße Aufarbeitung des Phänomens Knut.

Liebe Grüße,
Rena :knuti:


 
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RE: New York Times 12.04.11

#14 von Viktor , 14.04.2011 22:55

Danke, liebe Ludmila, für die Übersetzung!!!

:winkewinke: Viktor


"Jeder Tag soll und muss seinen Sinn haben, und erhalten soll er ihn nicht vom Zufall, sondern von mir." (Rainer Maria Rilke)

 
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RE: New York Times 12.04.11

#15 von AdsBot [Google] ( gelöscht ) , 06.05.2011 22:48

Ich fand es berührend und tröstlich, wie sich Menschen jenseits des Atlantik durch den Artikel in der New York Times angesprochen fühlen. Aber es berunruhigte es mich auch, wie "wir" uns von unserer Hauptstadt aus der Welt durch unserem Umgang mit Zootieren präsentieren. Immerhin können unter den Lesern der NYT Menschen sein, die beschliessen bei ihrem Berlinbesuch den Zoo auszulassen. Weil diese Art der Anti-Werbung in Berlin eher nicht thematisiert wurde, habe ich mir den Artikel geschnappt, einige Leserkommentare dazugelegt, das radikale Aufräumen von Kinderzeichnungen im Zoo und einige andere Punkte beschrieben und diese mail an den Verband Deutscher Zoodirektoren geschickt.

Meine mail vom 16. April ging so:

Sehr geehrte Damen und Herren,

dutzende, wenn nicht hunderte Menschen in Deutschland schämen sich in diesen Tagen für eine der führenden zoologischen Einrichtungen in Deutschland. Konnten diese Menschen doch in den Kommentaren zu einem Artikel in der New York Times lesen, wie der Umgang mit dem toten Eisbären Knut weltweit aufgenommen wird.

Einige Beispielkommentare unter dem Artikel in der New York Times, der am 11. April erschien, habe ich hier zusammengestellt

5.Woodwind Studio Virginia
April 11th, 2011 8:29 pm
I don't think zoo director Blaszkiewitz has an empathy for his charges. Shouldn't he understand how strongly some folks identify with their pets or other animals? Just how did he get to be director of a zoo anyway?

I'm a lover of wild animals and I don't support zoos or circus acts using animals, but I can certainly understand the Knut fans' feelings of loss.

6 fzdybel Portland, OR
April 11th, 2011 8:32 pm
Knut is not "just a polar bear" because his personal story was unique, and pointed to a relationship between humankind and other species other than rapacious exploitation. The Director of the Berlin Zoo proposes to exploit not just a bear, but the feelings of the bear's admirers. It's as if the idea of a symbiotic relationship between the animals and humankind is a little too threatening to the German establishment, so it had to be extinguished completely. This planet is rapidly becoming a very small spaceship. The Director of the Berlin Zoo, of all people, should get with the program. In fact, maybe the Berlin Zoo needs a new director. I mean, isn't resorting to taxidermy a token of defeatism in a zookeeper? "Look see kids, this is what top predators used to look like."

7 Z-Man Madison, WI
April 11th, 2011 8:32 pm

While I can understand the zoo director's desire to stuff Knut and respect his point of view, his words directed at those opposing him are harsh and unacceptable. Has the man never had a pet? People pour their emotions into animals, and even inanimate objects, all the time. Even if he cannot understand how such emotion works, he should at least be open to the idea. He is the director of a zoo after all. By his comments he has alienated a great number of people. If they go through with the stuffing, he risks alienating even more people who once enjoyed the zoo and its animals. A zoo should be a place of enjoyment, not a constant reminder of catastrophe, such as the catastrophe that is Knut's death.

9. Judith Portland, OR
April 11th, 2011 10:01 pm
The attitude displayed by the Berlin Zoo Director, "He's ONLY a Polar Bear"!is the same attitude that allows Humans to destroy our planet and the Nature that NOURISHES us all!
There is NO such thing as "only a......".
ALL creatures on this planet are special and deserve respect!

10. meden agan nj
April 11th, 2011 10:01 pm

Why is Knut's death the cause of so much grief? Not because we attribute human qualities to the bear, quite the opposite. The world is about to explode with human overpopulation, because of which we are on the brink of losing one of the planet's most beloved species, the polar bear, in its entirety and for good. Knut was precious as a representative of this species and as a familiar and just plain adorable individual. Someone should explain that to Bernhard Blaszkiewitz, who clearly saw and still sees Knut merely as an object to be exploited by the Berlin Zoo. It's sad that this man,who is ultimately responsible for the wellbeing of so many creatures, has such a limited capacity for understanding their significance

14. Susannah France
April 11th, 2011 10:01 pm
. What is Mr. Blaszkiewitz doing in that position when he lacks the capacity for empathy, both for his charges and the people who make his salary possible?

20 bruce ny
April 12th, 2011 2:43 am
Mr. Blaszkiewitz more than others should realize that anthropomorphization is what keeps zoos such as his in business. The 'silly presents' as he calls them are just a manifestation of the emotional attachment and joy Knut brought to actual and virtual visitors. That same attachment will provide the impetus for people to try to save Knut's wild cousins.

58. aldebaran mexico
April 12th, 2011 8:28 pm
i can totally understand why people do not want knut stuffed--i do not either. stuffing him is a kind of objectification that is appalling after the way he moved people's hearts (but not the zoo director's). why stuff him if he is 'just another polar bear.' have any other polar bears that have died in zoos been stuffed? no. b/c they were not reaching out to our human feelings and compassion the way poor knut did (exc. for the zoo director--no feelings or compassion there). this is what also happened with paul the octopus--who was similarly adorable. the way the zoo treated knut was, in my opinion, responsible for his death. this has not been mentioned enough. knut died from brain encephalopathy--i believe this was the result of repeated blows to the head, administered by the attacks he suffered from the 3 older female bears who were, against advice of outside experts, placed with him in his small enclosure. the blows created the encephalopathy, brain swelling, the same way it does for football players. knut was exploited--and his keeper too--by the zoo. stuffing him is another way to continue the exploitation. the zoo director needs to go--he has made too many fatal mistakes, separating knut from his keeper thomas, putting him in front of a gazillion people way too much, putting him in an enclosure with 3 hostile, older female bears, now stuffing him and dismissing the people who do not want that, and finally saying that we should not have the same 'human feelings' for animals--why not? feeling are feelings--is there a compartment for feelings for animals and another for feelings for humans? i think not. we can feel in fact sometimes more for an animal. people have actually died to save animals. nietzche died while trying to protect a horse from being beaten. this moves me (but not the zoo director). animals have also died protecting people. the reaction of the zoo director says so much about poor knut's suffering in that zoo and how it contributed to his untimely death. he was not treated well at all while alive and this continues after death. (p.s. re the mother bear rejecting him--people say she knew something was wrong with the cubs--but people forget she was first a circus animal who then lived her life in a zoo--what natural instincts would survive--especially the mothering instinct--that life?).


Die Kommentare zum Artikel zeigen mit wie wenigen Worten das Renommèe einer zoologischen Einrichtung beschädigt werden kann. Ähnliche Reaktionen von Tierfreunden finden Sie unter deutschsprachigen Artikeln.

Die Gefühle der Zoobesucher der Zukunft, der Kinder, werden in Berlin in ähnlicher Weise missachtet. Ihre kleinen Zeichnungen, die sie mit viel Liebe für ihren "Freund Knut" angefertigt haben, wurden innerhalb weniger Tage aus der Hecke des Eisbärengeheges und vom Eingangstor zum Zoologischen Garten, entfernt. Einer Kinder- und Tierfreundin tat das so leid, dass sie auf ihrer Webseite einen Platz für die Kinderzeichnungen eingerichtet hat. Damit die Kinder, die mit dem Eisbären Knut aufgewachsen sind, wenigstens im Internet einen Ort haben, um ihre Gaben für Knut noch ein Mal zu betrachten.Eine der Foto-Collagem von der website habe ich für Sie angehängt.

Die Leser des New York Times Artikels erhalten aus der Ferne einen Eindruck davon, wie in einem der führenden Zoos in Deutschland über Zoobesucher und über Zootiere gedacht wird. Die Besucher des Raubtierhauses im Zoologischen Garten Berlin bekommen diesen Eindruck hautnah

< hier folgte ein Zoobericht über den erschreckend anzusehenden Zustand von Aketis drittem Wurf Mitte April >

Wie mir eine Stammbesucherin des Berliner Zoos erzählte, starben die Löwenwelpen des ersten Wurfes, die vom Muttertier Aketi nicht angenommen wurden, in den Stunden nach ihrer Geburt vor den Augen und Ohren der Zoobesucher.Der zweite Wurf aus der Inzestverpaarung zwischen den Löwengeschwistern Aru und Aketi, der ebenfalls nicht angenommen wurde, wurde mit der Hand aufgezogen.Das, was Sie oben lesen können, ist die Beschreibung des Zustands des dritten Wurfs.Die Junglöwin Aketi wurde von ihrem Bruder drei Mal innerhalb von ca. 18 Monaten gedeckt.

Die Jungtiere aus einer Verpaarung der erwachsenen Löwen Paul und Amira, einer Löwin mit bekannten Gendefekten, wurden Ende 2008 und Anfang 2009 abgespritzt, als die Begleiterscheinungen eines Hydrocephalus zu offensichtlich geworden waren. Das war in Zeitungsartikeln zu verfolgen.

Was sicher nicht nur ich mich frage, ist:

Ist es notwendig Zoobesucher derart hautnah mit dem Sterben von Zootieren zu konfrontieren? Dient dies der Unterrichtung der Zoobesucher?

Ist es wünschenswert Zoobesucher auf diese Weise über die Vorgänge in Zoos zu informieren?

Wie erleben Kinder dieses Sterben? Wie kann ihnen das, was sie da sehen, von ihren Eltern so erklärt werden, dass sie keine Traumata davontragen?

Ich kenne Stammbesucher des Berliner Zoos, die das Raubtierhaus schon seit vielen Monaten nicht mehr betreten. Zum Einen, weil die grossen Raubkatzen derart beengt untergebracht sind. Und zum Anderen, weil dort immer wieder von (Jung- ) Tieren Abschied genommen werden muss. Die entweder sterben oder sicht- und hörbar von ihen Muttertieren getrennt werden, bevor sie in andere Tierhaltungen oder an unbekannte Orte verbracht werden.

Ein Gedanke stellt sich unwillkürlich ein:

Wenn das, was im Zoologischen Garten in Berlin zu erleben ist, einen der führenden Zoos Deuschlands betrifft, was läuft dann in Zoos ab, die die weiteren Plätze der Rangliste belegen?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichem Gruss

***

Die Anwort vom Verband Deutscher Zoodirektoren darf ich hier aus rechtlichen Gründen nicht im Wortlaut zitieren, wie ich heute lernte. Ich war da nicht auf dem neuesten Stand und möchte mich beim Mod-Team entschuldigen, wenn ich mit meinem Beitrag heute Vormittag unnötige Aufregung verursacht habe.

Sinngemäss lautete die Anwort des VDZ, dass es zum Bildungsauftrag von Zoos gehöre, die Menschen über natürliche Lebensvorgänge zu unterrichten.Dazu gehöre auch der Tod. Es gebe immer mehr Kleinstfamilien, die immer engeren Kreis immer seltener mit Geburt und Tod konfromtiert würden. Eltern sollten froh sein wenn sie im Zoo so etwas beobachten könnten und die Gelegenheit nutzen ihre Kinder damit vertraut zu machen.


So, nun wisst Ihr, warum Ihr in den Zoo geht.

Die anderen Punkte meiner mail wurden nicht behandelt.Wer die Antwort lesen oder beantworten will, schickt mir bitte eine PN oder eine mail.

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"Der Berliner Zoo will keinen neuen Knut"

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