RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#31 von BEA ( gelöscht ) , 13.02.2014 20:45

Mir scheint ,die Dänen handeln nach dem Motto : Jetzt erst recht

Gitta

Zitat
Ich bin angewidert über die Selbstherrlichkeit, Kaltschnäuzigkeit, Gefühlskälte und den Sadismus der Spezies Mensch.
Gott sei Dank sind nicht alle so geartet oder soll ich besser sagen, entartet!

Und mit Menschen, die diese Aktionen auch nur im Geringsten gutheißen oder nachvollziehen können, möchte ich nichts!!! zu tun haben.



Mir geht es genau so

Bea

BEA

RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#32 von Gelöschtes Mitglied , 13.02.2014 22:00

Liebe Gitta,
die Tatsache, dass man ein gesundes Jungtier tötet, weil seine Blutlinie in den Zoos überrepräsentiert ist, kann ich nicht verstehen. Diese HorrorGedanken haben mich nicht verlassen, seit ich von Marius gelesen habe. Wenn das die Grundfeste der EEP und der EAZA sind, dann frage ich mich - wohin wird das führen und was soll das überhaupt? Meines Wissens war Marius kein Resultat einer Inzucht. Und selbst wenn - wer sagt denn, dass ein solches Tierleben nicht lebenswert ist?

Als ich von MariusII gelesen habe, mußte ich erst einmal den PC ausschalten (ich weiß, eine blöde Reaktion) aber ich konnte es nicht länger ertragen. Muß nun ein weiterer Giraffenbulle sterben, um zu demonstrieren, dass die Verantwortlichen im Zoo Kopenhagen richtig gehandelt haben?

Ich bin froh und dankbar, dass mein Heimatzoo Hellabrunn da eine ganz andere Sichtweise an den Tag legt.

Liebe Grüße, caren


RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#33 von BEA ( gelöscht ) , 14.02.2014 18:08

Eine gute Nachricht



Giraffe in dänischem Zoo: Zweiter Marius wird nicht geschlachtet


Freitag, 14.02.2014 – 15:35 Uhr
wit/dpa

Zitat

Entwarnung für eine Giraffe im dänischen Jyllands Park Zoo: Der siebenjährige Marius werde nicht geschlachtet, teilte der Tierpark mit. Die Rettung ist, dass auf absehbare Zeit kein Giraffenweibchen in den Zoo kommt.

Kopenhagen - Nach Protesten um die Schlachtung des Giraffenjungen Marius im Kopenhagener Zoo hat ein anderer dänischer Tierpark klargestellt, keine Giraffe töten zu wollen. Dabei geht es um ein siebenjähriges Tier, das zufällig auch Marius heißt.


Mehrere Medien, darunter auch SPIEGEL ONLINE, hatten berichtet, der Jyllands Park Zoo bei Videbæk in Jütland erwäge, das sieben Jahre alte Tier zu schlachten. Entsprechende Berichte seien von der Möglichkeit ausgegangen, der Zoo könne innerhalb des Europäischen Programms für gefährdete Arten (EEP) ein Weibchen bekommen, sagte der Zoologe Jesper Møhring-Jensen.



Quelle und vollständiger Bericht : http://www.spiegel.de/panorama/zoo-in-da...g-a-953561.html

BEA

RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#34 von Gitta , 14.02.2014 18:10

Na Gott sei Dank! Meine Gebete wurden erhört.

Das ist doch mal eine richtig gute Nachricht.


Gitta

 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#35 von Sylvia S , 14.02.2014 20:56

Eine ganz wunderbare Nachricht


 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#36 von UrsulaL , 14.02.2014 21:26

Was bin ich froh, dass der Zoo erst einmal kein Giraffenweibchen bekommt und Marius gerettet ist.

 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#37 von Ludmila , 14.02.2014 21:27

Ich hoffe so was passiert nicht mehr


 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#38 von Nordlandfan38 , 15.02.2014 00:01

Ich bin auch sehr erleichtert, daß nicht noch ein Tier auf solch eine Weise in einem anderen dänischen Zoo getötet wird und dieses die Kinder mit ansehen sollen!

Hier noch ein Artikel aus der Berliner Morgenpost:

Zitat
Kopenhagen/Moskau. Die Schlachtung des Giraffenjungen Marius im Kopenhagener Zoo hat mehrere Tierparks in Europa zu Reaktionen gezwungen....


Quelle und vollständiger Artikel:
http://www.morgenpost.de/web-wissen/article124862569/Zoo-und-Artisten-wollen-weitere-Giraffen-Toetung-verhindern.html

N.


 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#39 von Nordlandfan38 , 15.02.2014 00:08

Zoos verfüttern oft Ziegen, Schafe oder Antilopen

Zitat
Eigene Tiere zu verfüttern, ist auch in nordrhein-westfälischen Zoos ganz normal. "Das ist das beste Bio-Fleisch, das Sie bekommen können", sagt ......



Quelle und zum vollständigen Artikel:
http://www.morgenpost.de/web-wissen/article124846099/Zoos-verfuettern-oft-Ziegen-Schafe-oder-Antilopen.html

N.


 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#40 von water , 15.02.2014 11:51

Zitat
Zoos verfüttern oft Ziegen, Schafe oder Antilopen



Natürlich machen sie dies und ich glaube, das dies nicht der Vorwurf war. Es sind Zoos und keine Schlachtereien. Es geht hier um die Darbietung einer Schlachtung und dies gehört für mich nicht in einen Zoo. Daher finde ich es gut, dass auch Zooleute dazu etwas negatives schreiben.


 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#41 von Gitta , 15.02.2014 12:45

Auch im Wuppertaler Zoo werden eigene Tiere verfüttert


14. Februar 2014 - 17:49 Uhr


Zitat
Wuppertal. Die Schlachtung eines gesunden Tieres mit anschließender Zerlegung und Verfütterung vor Publikum wie in Kopenhagen hält der Wuppertaler Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz auch im Bergischen Tierpark grundsätzlich für denkbar.





Quelle und vollständiger Bericht

http://www.wz-newsline.de/lokales/wupper...ttert-1.1555808


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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#42 von Nanni , 15.02.2014 13:39

Wozu werden in Zoos Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen u.a. gehalten...?
Mir kann niemand erzählen, dass sie alle eines natürlichen Todes sterben.
Es ist ja auch nachzuvollziehen, denn die Futterkosten verschlingen in allen Zoos wohl den größten Teil des Geldes!


 
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#43 von Gitta , 15.02.2014 13:40

Jeder Mensch weiß, dass Raubtiere Fleischfresser sind.
Jeder Mensch weiß, dass Zootiere im Zoo verfüttert werden.
Das geht auch in Ordnung.
Kein Mensch zweifelt an, dass das Fleisch von Zootieren gesünder ist, als das behandelte Fleisch von Tieren in Massentierhaltung.

Kein Mensch braucht eine öffentliche Schlachtung oder Sezierung eines Lebewesens. Das ist für mich pervers!!
Das ist auch nicht Aufgabe eines Zoos.

Ein Zoo soll einen Zugang zu Tieren schaffen, die sowohl vom Aussterben bedroht sind, als auch zu Tieren, die man sonst so ohne Weiteres nicht zu Gesicht bekommt. Im Zoo können alle Sinne angesprochen werden, um das Tier besser wahrzunehmen.

Durch einen emotionalen Bezug zu einem Tier, das zudem noch einen Namen bekommt, kann eine weitaus größere Sensibilisierung für die entsprechende Spezies entwickelt werden und eine Verantwortung, was die Erhaltung seines Lebensraumes betrifft.
Nun ja, zumindest bei einem Teil der Bevölkerung.

Was soll eine öffentliche Schlachtung bzw Zerlegung eines Tieres bringen!?
Für mich ist es eine Befriedigung der Sensationsgier bzw die Demonstration der angeblichen Stärke des Menschen über das Tier.

Unter den mir bekannten Tierärzten ist niemand, der sein eigenes Tier einschläfern und anschließend obduzieren könnte. Selbst bei den meisten OPs am eigenen Tier gibt es Probleme.

Ich bin überzeugt, dass das Gros der Menschen sofort zu Vegetariern würde, wenn sie ihre eigenen Tiere schlachten müssten.

Ich habe ein abgeschlossenes Biologiestudium an der Universität Münster absolviert. Mir ist die zweifelhafte Ehre zuteil geworden, Tiere sezieren zu müssen. Es waren nur Ratten und Mäuse, aber ich hätte gerne darauf verzichtet.
Ich bekomme die Bilder nicht aus dem Kopf, die man uns schonungslos vor Augen geführt hat, egal, welchen Artikel man zum Kontext
"Verfütterung einer Giraffe" gelesen hat.

Wenn es mir, als Biologin und aufgeklärtem Menschen schwerfällt, diese Bilder zu vergessen, wie soll dann ein kleines Kind damit umgehen!?
Ich finde es in höchstem Maße unverantwortlich, herzlos und egozentrisch, Kinder mit einer derartigen Situation zu konfrontieren.
Kinder lernen früh genug, dass das Leben kein Ponyhof ist.
Ein Kind soll lernen, Tiere zu lieben, sie süß zu finden und ihnen respektvoll und verantwortungsbewusst gegenüber zu treten.

Einer Kinderseele vorzuführen, dass Tiere im Kreislauf des Fressen und gefressen Werdens nur eine Funktion erfüllen, mag wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, aber führt zu einer zunehmenden Abnahme von Emotionen.

Kein Pädagoge würde seinen Schülern so etwas zumuten, ohne entsprechende Vor- und Nachbereitung.

Und für Interessierte bleibt dann immer noch der Besuch eines Schlachthofes.
Ein Zoo ist dafür nicht der richtige Ort.

Und einem Kind ist es egal, wie sehr ein Tier sich für eine Züchtung eignet.
Ein Kind möchte Tiere liebhaben.

Ich weiß ohnehin nicht, wie ich mir die Zukunft von Zoos vorzustellen habe. Der Genpool wird immer geringer, d.h. die Wahrscheinlichkeit der Inzucht immer größer.

Es ist für mich verwerflich, Tiere, die genetisch verwandt sind, in einen engen Bereich einzusperren, sie ihren Sexualhormonen ungeschützt auszusetzen, die süßen Jungtiere als Kassenmagnet einzusetzen und mit Eintritt der Geschlechtsreife Herr über Leben und Tod zu spielen.

Gerade in der heutigen Zeit wäre es so wichtig, wieder Wertmaßstäbe zu schaffen, in einer Zeit, wo Jugendliche sich immer mehr vom eigentlichen Leben wegwenden und sich toten Medien und virtuellen Welten zuwenden.
Viele junge Menschen haben überhaupt kein Unrechtbewusstsein mehr.

Ich unterscheide immer noch, ob ich töte, um Nahrung für andere zu erhalten oder töte, um angeblich "MinderWERTiges" zu vernichten und damit Tiere zur Sache mit oder ohne Wert degradiere.

Wenn ich Jugendlichen demonstriere, dass ich öffentlich ein kerngesundes Tier töten darf, weil es nicht ins Konzept passt, dann halte ich das für sehr fragwürdig. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder und Jugendlich viele Fragen stellen. Und sie werden fragen, warum musste dieses Tier sterben? Es war gesund und es war jung. Was antworte ich dann?


Zur Ausbildung emotionaler Intelligenz, zur Entwicklung von Gefühlen wie Ehrfurcht, Verantwortung und Pflichtbewusstsein ist die öffentliche Zerfleischung von Tieren mit Sicherheit nicht die richtige Methode.


Ich schreib das hier alles aus dem Bauch direkt in die Maschine. Die Sätze sind nicht ausgefeilt und wirken vielleicht etwas zusammenhanglos.

Es wird Menschen geben, die das genauso sehen wie ich und andere, die das nicht nachvollziehen können.

Soll so sein.

Jeder muss seine eigenen Konsequenzen ziehen und sich seine eigene Lebensmaxime schaffen.
Und jeder muss abends in den Spiegel gucken können.

Ich bin unendlich traurig, wenn ich sehe, worauf der Mensch zusteuert.

Denn wir Menschen sind nichts anderes als Säugetiere. Mit dem gleichen Nervensystem wie andere Säugetiere, mit ähnlicher Anatomie, mit Ängsten und Gefühlen, mit derselben Schmerzempfindung und in so vielen Dingen den Tieren unterlegen. Unsere Macht vielen Tieren gegenüber können wir nur ausüben durch das Einsperren, den Einsatz von Waffen und Medikamenten.

Und diese Tiere haben keine Lobby. Nur uns Menschen. Und sie haben es nicht verdient, vor den Augen von sensationsgeilen, gefühllosen Zuschauern zerlegt und anschließend anderen zum Fraß vorgeworfen zu werden.

Das ist barbarisch und nicht mehr zeitgemäß!

Tja ...

Gitta


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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#44 von Mona , 15.02.2014 16:12

Liebe Gitta,

genau wie du empfinde ich auch.

Du hast die richtigen und passenden Worte gefunden, für die ich ewig zum schreiben gebraucht hätte
Danke!

Lg
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RE: rüde Methoden im Zoo von Kopenhagen

#45 von UrsulaL , 15.02.2014 16:25

Liebe Gitta,


das sehe ich genauso.

LG

 
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