An Aus


RE: Die Spreewaldkatzen

#3616 von SpreewaldMarion , 15.02.2014 17:13

Teil 3

Mandy


Eine neue Familie zog in das Haus meiner Eltern, mit einem Kleinkind, einem Pit Bull und einer Katze.
Sie holten sich eine 2. Katze aus dem Tierheim und hatten Mitleid mit der Katze mit nur einem Auge, sie nannten sie Mandy.
Mandy fühlte sich in der Familie nicht wohl, sie hatte Angst vor dem Hund.
Oftmals ist sie aus dem 2. Stock vom Balkon gesprungen und ist über die Straße gelaufen.
Meistens hielt sie sich im Hof auf und meine Mutter fing an, ihr Futter zu geben. Wie oft habe ich Mandy abends nach oben gebracht.
Als mein Vater 1991 starb, holte meine Mutter Mandy immer öfter in die Wohnung.
Bald lebte sie mit dem Einverständnis der Nachbarn ganz bei ihr.
Meine Mutter hatte schon ein hohes Alter erreicht und es war für sie aufregend, wenn Mandy nicht da war.
Also haben wir den Balkon vernetzt und Mandy nicht mehr rausgelassen, sie hat das sofort akzeptiert.
Meine Mutter hat Mandy sehr geliebt und ich habe sie ab und zu geärgert, indem ich zu Mandy sagte...na meine kleine hässliche Puppe.
Meine Mutter hat mich empört aufgeklärt, wie hüsch Mandy doch sei.
Mandy war eine "Männerkatze", mit Peter hat sie gleich Freundschaft geschlossen.
Als meine Mutter 2001 ins Pflegeheim kam, war es keine Frage....Mandy zog bei uns ein.
4 Jahre hatten wir das ruhige, liebe genügsame Tier bei uns, wir hatten wieder eine Katze, die gerne auf dem Schoß saß.
Mandy war 20 Jahre alt, als ein Nierentumor diagnostiziert wurde.
Es war im neuen Jahr 2005, Peter hatte Urlaub und war mit Mandy im Spreewald.
Ganz plötzlich verschlechterte sich ihr Zustand, sie machte überall hin, hat gebrochen, konnte kaum noch laufen.
Peter, der sonst soo empfindlich ist, hat alles saubergemacht, hat sie im Arm gehalten und den Tierarzt angerufen, der sie erlöst hat.
Peter hat tagelang geweint.
Ich muss sagen, ich war froh, dass ich in Berlin war und das nicht ein drittes Mal in kurzer Zeit mitmachen musste.












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RE: Die Spreewaldkatzen

#3617 von SpreewaldMarion , 15.02.2014 17:32

Da es gerade regnet, Peter und Mohrchen schlafen und ich viel Zeit habe, möchte ich euch noch ein paar Bilder zeigen.
Wenn ich die Bilder mir heute ansehe, verliere ich die Angst vor einem Pflegeheim, allerdings muss es ein gutes sein.
Wenn ich die Bilder ansehe, weiß ich, meiner Mutter hat es dort gefallen.

1950



Meine Mutter bekam mich erst mit 41 Jahren






Ich bin 49, sie 90 Jahre alt






Den 90. Geburtstag konnte sie noch zuhause feiern




Gelenkig bis ins hohe Alter






Freude an Tieren hatte sie auch im Pflegeheim


















Die beiden Lieblingspfleger





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RE: Die Spreewaldkatzen

#3618 von water , 15.02.2014 19:29

Vielen Dank für die Familiengeschichte. Mandy sah wirklich draufgängerisch aus und schön, dass sie dann bei deiner Mutter und später bei euch ihren Frieden und ihr Zuhause fand.
Deine Mutter sieht mächtig sportlich auf dem Foto aus.
Süß die Abfolge der Fotos. erts die Mama, die ihre Kleine hält und plötzlich die Tochter, die ihre Mama hält. Schön.


 
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3619 von BEA ( gelöscht ) , 15.02.2014 21:17

Liebe Marion

Vielen Dank das du uns deine Katzen vorstellst. Ich finde ihre jeweilige Geschichte sehr berührend.
Es ist wohl bezeichnend, dass ihr nie eine junge Katze aufgezogen habt, sondern das euch eure Katzen immer irgendwie als Katzeneltern ausgesucht haben. Sie wären nicht bei euch geblieben, wenn sie sich nicht absolut wohl gefühlt hätten.
Die Fotos sind schön, und besonders gefällt es mir das du auch noch einen kleinen Einblick in das Privatleben deiner Eltern zeigst.

Bea

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RE: Die Spreewaldkatzen

#3620 von UrsulaL , 16.02.2014 12:37

Liebe Marion,

auch mich haben die 3 Katzengeschichten sehr berührt. Moritz war ein schöner Kater. Er hatte ein niedliches Gesicht,
und Tommy war ja total verschmust. So wie Murkel. Wer weiß, was Mandy widerfahren ist, dass sie ein Auge verloren hat.
Alle 3 Katzen hatten jedenfalls Glück, dass ihr sie aufgenommen habt, und Mandy und Moritz sind ja sehr alt geworden.
Mandy hatte ja vorher auch schon ein schönes Leben bei deiner Mutter.

Vielen Dank für die Katzengeschichten und die Katzenfotos
und für die Fotos aus deinem privaten "Schatzkästchen".

 
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3621 von Mona , 16.02.2014 13:55

Liebe Marion,

ich habe die Geschichten von Mandy und Tommy auch mit Begeisterung gelesen

Danke auch für die schön Erinnerungsbilder aus deiner Kindheit und die von deiner Mama. Sie war auch sehr tierlieb, wie ich sehen kann

LG
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3622 von Nanni , 16.02.2014 15:09

Liebe Marion,

du hast wunderbar berichtet von deinen 4-Beinern Tommy, Moritz und Mandy!
Lachen musste ich über das Foto von dir in der Wanne und Tommy, der Kapitän, in der Plastikwanne
Streckenweise hatte ich aber auch einen ganz schön dicken Kloß im Hals!
Katzen suchen sich ihren Dosenöffner aus, bei dir und Peter waren sie an der richtigen Stelle
Da deine Mama dir Tierliebe vorgelebt hat, konntest du gar nicht anders handeln.
Herzlichen Dank für die wunderschönen Fotos aus deinem Leben!
LG Nanni


 
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3623 von Gitta , 16.02.2014 16:01

Liebe Marion

Ich liebe es, Geschichten aus der Vergangenheit zu hören und zu lesen. Und ich liebe diese alten Fotos mit dem weißen, gewellten Rand.
Deine Mutter macht auf allen Bildern den Eindruch einer Dame, die mit sich im Reinen ist und jeden Tag ihres Lebens genießt.

Auch mich haben die Katzengeschichten berührt.
Wie schön, dass wir uns alle Puzzlestein für Puzzlestein immer besser kennenlernen.

Gitta


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RE: Die Spreewaldkatzen

#3624 von SpreewaldMarion , 17.02.2014 16:55

Vorgestern spät abends ging der Bewegungsmelder auf der Terrasse an und ich sah eine Katze langschleichen.
Mein erster Gedanke...nee, du nicht auch noch, geh weiter.
In unserer Nähe wohnt diese gut genährte Katze nicht, ich habe sie noch nie gesehen.
Murkel ist jede Nacht im Keller und gestern gegen Mitternacht standen wir senkrecht im Bett. Ein Krachen, Poltern war zu hören und der Bewegungsmelder an der Eingangstür ging an.
Ich sah diese besagte Katze von unserem Grundstück weg gehen.
Was kann sie angestellt haben, eigentlich gar nichts was so einen Krach macht.
Peter sagte, vielleicht war das Murkel, geh doch mal gucken. Da aber alles ganz ruhig war, wollte ich das auf morgen früh verschieben.
Wenn man so aus dem ersten Tiefschlaf kommt, ist es nicht so angenehm.
Vielleicht ist Murkel aber verletzt, meinte Peter.
Mein erster Gedanke....na toll, Murkel verletzt, wir müssen vielleicht in eine Tierklinik fahren und der Ehemann hat eine starke Erkältung, kann sich kaum auf den Beinen halten.
In dem Raum wo Murkel ist musste ich einiges übereinander stapeln, damit die Liege, das Katzenklo und die Futternäpfe Platz haben. Ein wenig Bewegung und Platz in der Mitte braucht Murkel auch.
Wenn sie Gartengeräte runtergerissen hat, könnte es schlimm sein.
Mit ganz gemischten Gefühlen bin ich also in den Keller gegangen. Wie war ich erleichtert als sie mir laut miauend entgegen kam und unbedingt raus wollte.
Alles was auf dem Fensterbrett stand hat sie runter gefegt und ist ganz geschickt über die Gartengeräte gesprungen.
Tatsache ist, das diese fremde Katze durch das Kellerfenster geguckt hat.
Murkel wollte raus, entweder war das ein Kater und Murkel beginnt Interesse an ihm zu haben, oder sie wollte ihn wegjagen.
Mit meinem Schlaf war es jedenfalls für einige Zeit vorbei.


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RE: Die Spreewaldkatzen

#3625 von Nanni , 17.02.2014 18:28

Marion

ich fasse es nicht! Teddy weg, neue Katze da!
Ihr habt irgendwo ein Magnet versteckt, dass du und Peter die Katzen so anzieht
Wie gut, dass Murkel nichts passiert ist.
Hätte sie die fremde Katze nicht gesehen, dann wäre sie wohl über Nacht geblieben.
Vielleicht solltest du ein Tuch vor das Kellerfenster hängen...?!

Heute wünsche ich euch Beiden eine gute Nacht und deinem Peter gute Besserung


 
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3626 von Isle , 17.02.2014 19:08

Danke liebe Marion für Deine berührenden Katzen und Muttergeschichten.



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RE: Die Spreewaldkatzen

#3627 von GiselaH , 17.02.2014 20:04

Liebe Marion,

ich habe erst einmal nur schnell die Fotos überflogen und werde sie später in aller Ruhe anschauen und vor allem auch die dazu gehörigen Geschichten lesen.
Ich freue mich schon sehr darauf.

 
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3628 von Gitta , 18.02.2014 09:28

Liebe Grüße aus Lanoweiler in den Spreewald

Tja, MARION, so ist das bei uns Tierbesitzern. Wenn es sein muss, dann machen wir eben die Nacht zum Tag. Eine schöne Geschichte und gut, dass nichts passiert ist.


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RE: Die Spreewaldkatzen

#3629 von Sylvia S , 18.02.2014 10:03

Liebe Marion

Deine Katzengeschichten und Deine Bilder haben mich sehr berührt. Ihr seid so wundervolle Katzeneltern

Wenn ich die Bilder von Deiner Mutter mit den Tieren sehe, dann ist mir klar, woher Du dieses große Herz für die Vierbeiner hast

Ich finde es toll, dass wir eine kleine Reise in die Vergangenheit mit Dir machen durften. Deine Mutter sieht sehr zufrieden aus.

Und Moritz im Kühlschrank ist der Knaller

Sylvia


 
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RE: Die Spreewaldkatzen

#3630 von SpreewaldMarion , 18.02.2014 14:33

Nanni, der Magnet hat einen Namen und heißt Murkel

Nun weiß ich warum sie unbedingt durch das geschlossene Kellerfenster raus wollte .

Heute morgen haben sich zwei Kater die Klinke in die Hand gegeben....dieser schon gesichtete Kater und der 7 Monalte alte Waldkater unserer Postbotin.
Sie habe ich heute gefragt...ist euer Kater kastriert?
Die Antwort...noch nicht, soll in den nächsten Tagen passieren, aber er ist uns gestern Abend ausgebüchst und über Nacht nicht wieder gekommen, hoffentlich ist er nicht tot.
Da konnte ich sie beruhigen, tot ist er nicht, im Gegenteil Er wird nicht sobald nach Hause kommen

Der Kater sieht genau so aus wie Jamie und mit Felix hat er auch eine gewisse Ähnlichkeit. Murkel bleibt wohl bei ihrem Typ






Niedlich ist es schon wie er ständig um Murkel herum ist, trinkt sie aus dem Teich, sitzt er am Ufer, rennt ihr ständig nach.
Aber so wahr wie ich hier sitzt....er bekommt nicht einen Krümel Futter


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